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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Gelungener Mix von Alt und Neu
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Nach zweieinhalbjähriger Sperre rollt wieder der Verkehr an der Neuen Mühle
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Originaltext:
Gelungener Mix von Alt und Neu

Nach zweieinhalbjähriger Sperre rollt wieder der Verkehr an der Neuen Mühle

Selbst extremes Hochwasser soll der komplett wieder errichteten Hasebrücke an der Heinrich-Heine-Straße nicht schaden können. Ein " Jahrhundertbauwerk" wurde gestern im Beisein der Bauleute und Nachbarn von Oberbürgermeister Hans-Jrgen Fip und Helmut Echterhoff nach zweieinhalbjähriger Sperre wieder für den Verkehr freigegeben.

Nicht der Neubau, der in zehn Monaten termingerecht fertig wurde, sondern Probleme um Staurecht und Fischwanderungen seien für die lange Sperrung verantwortlich, sagte Fip, der sich zugleich bei den Anliegern für ihre Geduld bedankte. Die Brücke sei ein wichtiger Beitrag für die Attraktivitätssteigerung der südlichen Innenstadt.

Seit 1253 hatte die Neue Mühle die Versorgung der Neustadt-Bevölkerung mit Mehl für das tägliche Brot gesichert. Knapp 500 Jahre später wurde die heutige Wehranlage errichtet, die im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden davontrug. Zügig wurde die Anlage 1948 wieder aufgebaut, nach heutiger Kenntnis mit qualitativ minderwertigem Material. Als Folge führte eine Teilunterspülung des historischen Wehrs im Februar 1999 zum Einsturz.

Damit das nicht wieder passieren kann, erarbeiteten Studierende der Universität Siegen am Modell bei Strömungsversuchen die Funktion der Wehranlage und die Form des Mittelpfeilers. Sie ermittelten einen optimalen Abfluss - auch für ein mögliches Jahrhundert-Hochwasser.

Bei einem kleinen Umtrunk im Restaurant " Neue Mühle" erläuterte Helmut Echterhoff den Gästen die technischen Probleme beim Bau. " Ein Fluss wie die Hase kann nicht wie der Straßenverkehr gesperrt werden." Das Wasser bahne sich seinen Weg und könne innerhalb kürzester Zeit enorm ansteigen.

Darüber hinaus bereitete den Bauleuten der Echterhoff-Gruppe das Mauerwerk Sorgen. Im Sinne des Denkmalschutzes war ursprünglich vorrgesehen, den Wehrpfeiler in der Brücken mitten aus dem vorhandenen Bruchsteinblöcken zu errichten. Die meisten der alten Sandsteinblöcke waren jedoch so brüchig, dass sie nicht mehr verwendet werden konnten. " In fünf Jahren wird niemand mehr den Unterschied zwischen neuen und alten Steinen erkennen können", zeigte sich Echterhoff überzeugt. Schon jetzt sei dies nur für Fachleute bei " ganz genauem Hinsehen" möglich.

" Elegant", " gelungen", " eine gekonnte Verbindung von Alt und Neu", viel Lob gab es von den Gästen, auch wenn sie in strömendem Regen nur unter den schützenden Regenschirmen einen Blick auf das Bauwerk werfen konnten. Wenn jetzt der Verkehr wieder zwischen Bahnhof und Innenstadt rollt, können Autofahrer, Radler und Fußgänger nicht erahnen, was unter ihnen steckt: 92 Pfähle, die bis 12 Meter tief in das Hasebett gerammt wurden, eine 1 600 Quadratmeter große Spundwand, 1 200 Kubikmeter Beton, 6, 7 Tonnen Spannstahl und 75 Tonnen Baustahl. Die gesamte Spannweite der Brücke beträgt 32 Meter. Eine Zahl, die zu den Kosten des Neubaus passt: 3, 2 Millionen

EIN ELEGANTES BRÜCKENBAUWERK, das Historisches mit Modernem vereint: die Brücke an der Neuen Mühle. Fotos: Jörn Martens
Autor:
S.


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