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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Genehmigung für Tonnabbau in Pye fast abgeschlossen
Zwischenüberschrift:
Naturschutzbehörde informierte jetzt den Ortsrat
Artikel:
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Originaltext:
Nicht nur auf der Ortsratssitzung, sondern auch in der anschließenden Bürgeranhörung wurde in Pye heftig über den geplanten Tonabbau am Pyer Kirchweg diskutiert. Sechs Hektar landwirtschaftliche Fläche werden von den Auflagen der Naturpark-Beschränkungen befreit, für die bevorstehende Abbaugenehmigung wird es aber gezielte Beschränkungen geben.

Helmut Schmitz von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt unterrichtete den Ortsrat über den Sachstand. Die Planungen, am Pyer Kirchweg gewerblichen Tonabbau zu betreiben, hatten in dem Stadtteil in den vergangenen Jahren für einigen Aufruhr gesorgt.

" Es handelt sich hier um ein volkswirtschaftlich bedeutendes Tonsteinvorkommen in einer Größenordnung von etwa 40 Hektar", erklärte Schmitz den Mitgliedern des Ortsrates. Aber nur für sechs Hektar wird eine Abbaugenehmigung erteilt werden. Die Genehmigung müsse erteilt werden, da es sich nur um eine räumlich begrenzte Maßnahme handele, sagte Schmitz. Weitere Bedingung sei auch, dass durch den Abbau die Ziele des Naturschutzes weiterhin dauerhaft sichergestellt werden.

" Das wird dadurch erreicht, dass einerseits die Abbausohle nicht wieder verfüllt wird", erläuterte der Mitarbeiter des städtischen Fachbereiches Grün und Umwelt. Außerdem müsse der Tonabbau in drei Schritten erfolgen.

" Aus rechtlicher Sicht spricht nichts dagegen"

Ist der Abbau im ersten Teilbereich abgeschlossen, erfolgt an dieser Stelle die Renaturierung. Parallel kann in dem zweiten Teilbereich der Abbau fortgeführt werden. Als Auflage der Abbaugenehmigung wird die Naturschutzbehörde auch regelmäßig kontrollieren, ob der Unternehmer nicht mehr als die zehn bis zwölf zugesagten Lkw-Transporte pro Tag durchführt.

" Trotz der bekannten Bedenken der Öffentlichkeit müssen wir als Naturschutzbehörde dem Antrag stattgeben, aus rechtlicher Sichtweise spricht halt nichts dagegen", sagte Schmitz. Mit den Zielen des Naturschutzes sei das Vorhaben vereinbar, die Fläche sei zukünftig sogar eher angereichert, dass heißt positiver zu bewerten als jetzt, so Helmut Schmitz weiter.

In der Bürgeranhörung wurde vorgeschlagen, die Fläche doch jetzt schon in ein Naturschutzgebiet umzuwidmen. Dann wären die Rahmenbedingungen anders und eine Genehmigung könne nicht mehr erteilt werden, war die Meinung eines Bürgers. " Für die Genehmigung der Umwidmung ist die Bezirksregierung zuständig, und die wird sich auf den Landschaftsrahmenplan als Fachplan beziehen", erläuterte Schmitz. Eine Grundlage für eine Umwidmung sei überhaupt nicht gegeben. " Wir müssen in dieser Angelegenheit raus aus der Theoretisiererei, wir müssen uns an die Fakten halten", so Schmitz weiter.

Am 16. August findet die letzte Sitzung des Pyer Ortsrates statt, dann soll das Thema erneut auf die Tagesordnung. Schmitz soll dann die konkreten Inhalte der bis dahin wohl fertigen Abbaugenehmigungen präsentieren.( dm)
Autor:
dm


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