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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
"Das wird ein Aushängeschild für unser Werk"
Zwischenüberschrift:
KME saniert die Hebammenlehranstalt
Artikel:
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Originaltext:
" Das wird ein Aushängeschild für unser Werk"

KME saniert die Hebammenlehranstalt

Von außen Neorenaissance, von innen modernste Technologien - so stellt sich die Geschäftsleitung von KME die Zukunft der ehemaligen Hebammenlehranstalt vor. Der Kupferkonzern will in dem leer stehenden Baudenkmal ein modernes Schulungszentrum einrichten. In den südlichen Flügel mit der sogenannten Direktorenvilla zieht die Betriebskrankenkasse (BKK).

Jahrelang stritt die KM Europa Metal AG vor dem Verwaltungsgericht für den Abriss des heruntergekommenen Baudenkmals. Jetzt hat Europas größter Kupferhersteller eine Nutzung gefunden, die dem Renaissanceschlösschen gut zu Gesicht steht. Unter dem Dach der Hebammenlehranstalt werden künftig Architekten, Planer und Bauhandwerker geschult, mit dem Werkstoff Kupfer umzugehen. Dabei geht es nicht nur um handwerkliche Fertigkeiten, sondern auch um Computeranimation und E-Commerce.

Jedes Jahr nehmen schon jetzt rund 1 000 bis 1 500 Teilnehmer an solchen Schulungen teil, in Zukunft werden es " eher mehr" sein, wie Vorstandssprecher Norbert Brodersen gestern vermerkte. KME will in dem denkmalgeschützten Gebäude zugleich eine moderne Unternehmenspräsentation einrichten. Fast die Hälfte der ca. 2 000 qm großen Nutzfläche vermietet KME an die Betriebskrankenkasse, die zurzeit an der Luisenstraße untergebracht ist.

Sechs Millionen Mark hat der KME-Vorstand für den Umbau der Hebammenlehranstalt bewilligt. Die Pläne, die Jens-Peter Zuther von der Bauabteilung gestern vorstellte, lassen eine weit gehende Rücksichtnahme auf den Denkmalschutz erkennen: So bleibt nicht nur die äußere Hülle mit ihren Renaissanceelementen erhalten, auch die Treppenhäuser und Flure behalten ihre Funktion.

Um eine zeitgemäße Nutzung zu ermöglichen, soll im Keller eine Galerie entstehen. Dafür muss ein Teil des Fußbodens im Erdgeschoss entfernt werden. Bei einem Versammlungsraum im 2. Obergeschoss wollen die Planer die Tragfähigkeit des Fußbodens mit Stahlträgern verbessern. Nach den Worten von Roelf-Evert Reins, dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, wird bei den Außenarbeiten selbstverständlich der " ortsübliche Werkstoff Kupfer" zum Tragen kommen. So soll ein Türmchen, das bisher mit Schindeln gedeckt war, ein Kupferdach erhalten.

Die Stadt hat inzwischen grünes Licht für den Bauantrag signalisiert, Anfang 2002 soll mit dem Umbau begonnen werden, und spätestens Mitte 2003 will KME fertig sein. " Das Gebäude wird mit Sicherheit ein Aushängeschild für unser Werk werden", erklärte Werksleiter Dr. Jürgen Gebhardt. Er selbst bekundete, dass er die Entwicklung " mit einem lachenden und einem weinenden Auge" sehe: " Wir hätten die sechs Millionen Mark auch gerne in neue Maschinen investiert."

Die Provinzial-Hebammenlehranstalt wurde 1904 gebaut und schon 1925 an die Caprivistraße verlegt. Fast alle Osnabrücker dieser Jahrgänge erblickten in dem Gebäude an der Knollstraße das Licht der Welt. Erich Maria Remarque hat die Hebammenlehranstalt in seinem Roman " Der schwarze Obelisk" als " Bienenstock der Fruchtbarkeit" unsterblich gemacht. Später zog die Verwaltung von Kabelmetal (heute KME) in das Schlösschen an der Knollstraße. Bis vor 15 Jahren die Lichter ausgingen.( rll)

DIE BETRIEBSKRANKENKASSE zieht in den südlichen Flügel der Hebammenlehranstalt an der Knollstraße.Klaus Lindemann

Autor:
rll


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