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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Keine Warteschleife
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Keine Warteschleife

Zu den von Prof. Dr. Lieth begleiteten meteorologischen Versuchen in Osnabrück (" Menschenwerk oder nur launisches Aprilwetter?" / Ausgabe vom 21. April) und Lieths Aussagen beim Ortsrat Atter meint ein Leser: " Prof. Dr. H. Lieth möchte, so sein Credo auf der Ortsratssitzung in Atter, aus ökologischen Gründen wolkenfreie Starts und Landungen auf möglichst vielen Flughäfen. Dadurch würden viele Warteschleifen überflüssig, meint er. Das macht ökologisch Sinn; denn die Emission von zusätzlich benötigtem Treibstoff würde vermindert und ebenso die Flugzeit. Diese Überlegung übertrug Lieth dann u. a. als Argument seiner Versuchsreihe in Atter auf den Verkehrslandeplatz. Hier irrt der Professor. 1. In Atter wird der Landeplatz vorwiegend von Sportfliegern und kleinen Verkehrsflugzeugen benutzt. Warteschleifen wie bei Flughäfen gibt es daher nicht! 2. Größere Flugzeuge benötigen zum Fliegen Kerosin. Die Zusammensetzung der Emission ist eine andere als bei Sportfliegern. Kerosin ist mit Dieselkraftstoff zu vergleichen. Im Flugbenzin befindet sich dagegen ein hoher Anteil an Blei von 0, 56 Gramm pro Liter (bleifreies Autobenzin hat 0, 013 g/ l). Bleiben nach Abschluss der Versuchsreihe die , Antennenkästen' in Atter und am Westerberg installiert, so Befürchtungen von Besuchern der Ortsratssitzung, ergeben sich daraus für den Verein nur Vorteile. Das , Prestige-Objekt' mit internationaler Beteiligung macht sich nicht nur für den Verkehrslandeplatz Atter gut. Ständig gutes Flugwetter bedeutet mehr Flugaufkommen und somit steigende Einnahmen für den Club. Für den Bürger rund um den Verkehrslandeplatz gibt es nur Nachteile wie steigender Fluglärm, Zunahme der Bodenverseuchung durch Blei etc. Nicht erforscht ist, wie sich das lokale Wettergeschehen durch die Eingriffe rund um den Flugplatz verhält. Scheint auf dem Platz die Sonne, müsste im Umfeld neben diesem Hoch (so in der Natur) es regnen. Es ist zu hoffen, dass nach der Euphorie in Atter die Vernunft siegt, und es keine weiteren Eingriffe in das Wettergeschenen mehr gibt. Unterstützung für seine Versuche in Trockengebieten könnte Lieth bekommen, wenn es ihm gelingt, Regen in Wüstengebieten zu produzieren?

Walter Hans Gröttrup

Stephanusweg 3

Osnabrück
Autor:
Walter Hans Gröttrup


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