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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Das Forum will keinesfalls "Hüpfburg" am Piesberg
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Buga: Fachleute wünschen eine breite Bürgerbeteiligung
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Das Forum will keinesfalls " Hüpfburg" am Piesberg

Buga: Fachleute wünschen eine breite Bürgerbeteiligung

Erst Bergbau, dann Steinbruch und Mülldeponie: Lange galt der Piesberg als " Schmuddelkind". Nun soll es ein Naherholungs-Paradies werden, wo vielleicht sogar die Bundesgartenschau (Buga) im Jahre 2013 für Hunderttausende Besucher ihre Tore öffnet. Viele Fragen sind zwar offen, eines wurde beim ersten Treffen des Piesbergforums aber deutlich: Die Osnabrücker sollen von Beginn an beim dreistelligen Millionen-Projekt mitreden können

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen, hat Altkanzler Helmut Schmidt einmal gesagt. Dass die Planungen zum Piesberg aber keine utopischen Denkspiele seien, unterstrich Detlef Gerdts vom städtischen Grün- und Umweltamt bei dem Bürgerabend im Piesberger Gesellschaftshaus: " Wir sehen eine realistische Chance zur Rückeroberung des Berges."

Die benötigten finanziellen Ressourcen könnten etwa durch eine Buga mobilisiert werden, die rund 300 Millionen DM kosten würde, von denen die Stadt aber nur ein Drittel aufzubringen habe, erklärte Gerdts. Der Rest seien Zuschüsse. Ob Osnabrück 2013 zum Zuge kommt oder etwa Hamburg oder Oldenburg, werde sich 2003 entscheiden. " Es gab noch nie eine Gartenschau in so einem spannenden Gelände", zeigte sich Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip optimistisch. " Unser Piesberg wäre dann einmalig in Deutschland."

Die erste große Hürde, das Platzproblem, ist bereits fast gemeistert. Wie berichtet, plant die Piesberger Steinindustrie, durch eine Umstrukturierung des Tagebaus die Flächennutzung von derzeit rund 150 Hektar auf 60 bis 70 Hektar zu reduzieren. Die Zusage der Gesellschafter sowie die Genehmigung der Aufsichtsbehörde stehen allerdings noch aus, sagte Geschäftsführer Nico Steudel.

Ende 2002 will die Stadt ihre Bewerbung eingereicht haben. In die Planungen sollen nach der Sommerpause Bürger, Wirtschaft, Fachhochschulen und Verbände einbezogen werden, versprach Patricia Mersinger vom Amt für Stadtentwicklung.

Zur Debatte steht viel. Anlieger befürchten Verkehrslärm, auch die strittige " Westumgehung" liegt erneut auf dem Tisch. Und nicht zuletzt die Kosten. Vor der möglichen Gefahr der Entstehung einer " Hüpfburg auf dem Piesberg" warnte Rolf Spilker. " Wild und schön, darin liegt der Charme des Piesbergs. Der darf bei allen Veränderungen nicht überformt werden", mahnte der Museunisdirektor. (cl)
Autor:
cl


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