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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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"Mit dem Hochbauamt ist das nicht zu machen"
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Containerplatz: Neue Kostenschätzung empört Ausschuss
Artikel:
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Originaltext:
" Mit dem Hochbauamt ist das nicht zu machen"

Containerplatz: Neue Kostenschätzung empört Ausschuss

Vor den Kopf gestoßen fühlten sich die Mitglieder des Abfallwirtschaft-Ausschusses während ihrer jüngsten Sitzung: Nach langem Suchen und vielen Querelen im Vorfeld hatten sie sich für einen bewachten Grünabfall-Container an der St.-Florian-Straße in Sutthausen entschieden, dessen Einrichtung 220 000 Mark kosten sollte. Neue Schätzungen des Hochbauamtes und der Grünflächenverwaltung kommen aber plötzlich auf 340 000 Mark.

Diese Mitteilung sorgte im Ausschuss für Empörung. " Damit bringt uns die Verwaltung in eine ganz dumme Situation", schimpfte Wolfgang Klimm (CDU). Der Ausschuss habe sich in der Vergangenheit mit der Standortentscheidung ohnehin schwer getan und erst nach sorgfältiger Abwägung aller Faktoren - auch der Kosten - dazu durchgerungen. Die neue Kostenschätzung stelle alles in Frage.

Ähnlich äußerten sich Marion Antonik (SDP) und Volker Bajus (Grüne). " Wir hatten eine klare Beschlusslage, aber 120 000 Mark mehr bringen die zum Kippen", so Bajus. Marion Antonik sprach von " nicht nachvollziehbaren Kosten".

Diesen Punkt spießte auch Klimm auf: " Was das Hochbauamt und der Fachbereich Grün uns da auftischen, ist abenteuerlich." Ihm falle bei dieser Kalkulation nichts mehr ein. Als Privatmann und mit einem privaten Unternehmer seien die ausgeschriebenen Leistungen problemlos hinzukriegen. " Mit dem Hochbauamt ist das aber nicht zu machen, ich denke da nur an die drei Toiletten und ein Waschbecken im Rathaus für 300 000 Mark".

Klimm fragte, warum beispielsweise die Verrieselung von Regenwasser auf einer vorhandenen Wiese 20 000 Mark kosten solle. Auch 23 000 für einen Stromanschluss seien völlig überzogen, zumal das Feuerwehrhaus mit allen Leitungen und Anschlüssen direkt daneben stehe. " Für den Preis der Teerdecke auf dem Parkplatz baue ich eine halbe Autobahn", so der Ratsherr weiter. " Ich bin überzeugt, das ist billiger zu machen und schlage daher eine Ausschreibung einzelner Gewerke vor", so Klimm. Marion Antonik stimmte diesem Vorgehen zu.

An dieser Stelle schaltete sich Umweltdezernent Dr. Dieter Zimmermann ein. " Ich würde die Vorlage am liebsten zurückziehen", bekannte er. Auch ihm schienen beispielsweise die kalkulierten Baunebenkosten von 28 000 Mark zu hoch. Dies sei aber die letzte Sitzung des Ausschusses vor der Kommunahlwahl. Er biete daher an, die Vorlage zu überarbeiten und die Kosten nach unten zu korrigieren. L

Ausschussvorsitzender Josef Thöle (CDU) warnte davor, den neuen Containerstandort zu einer " unendlichen Geschichte" werden zu lassen. Klimm stellte daher den Antrag, den Standort für maximal 250 000 DM zu bauen. Dies billigten die Mitglieder des Gremiums einstimmig. " Alles was darüber hinausgebt, zahlt Dr. Zimmermann privat", meinte Thöle abschließend unter Gelächter.

FDP-Ratsherr Dr. Thomas Thiele, der an der Sitzung nicht teilgenommen hatte, lehnt den Standort nach wie vor ab. Ein solcher Platz solle gemeinsam mit dem unmittelbar angrenzenden Landkreis Osnabrück gesucht und betrieben werden. " Das ist wesentlich kostengünstiger", meinte er in einer Presserklärung. (fr)

AUF DIESER WIESE soll nach den Vorstellungen des Abfallwirtschaft-Ausschusses ein Platz für Grünabfall-Container entstehen. Das Hochbauamt rechnet mit Kosten von 340 000 Mark. Foto: Martens

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fr


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