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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Stiftung setzt mit Neubau wieder Öko-Maßstäbe
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1. Spatenstich für das Kongress- und Ausstellungszentrum
Artikel:
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Originaltext:
Stiftung setzt mit Neubau wieder Öko-Maßstäbe

1. Spatenstich für das Kongress- und Ausstellungszentrum

Wieder Maßstäbe beim ökologischen Bauen setzt die Bundesumweltstiftung mit ihrem neuen Konferenz- und Ausstellungsgebäude, das für 13 Millionen Mark neben dem Hauptsitz der Stiftung an der Bornau entsteht. Zu den Raffinessen gehören eine völlig neu entwickelte Membrandachkonstruktion sowie eine Fußbodenheizung, die im Sommer kühles Grundwasser transportiert. Gestern erfolgte der symbolische 1. Spatenstich.

Mit dem Niedrig-Energiegebäude, das der Münchner Architekt Prof. Dr.Thomas Herzog geplant hat, betritt Europas größte Umweltstiftung auch architektonisches Neuland: Verwendet wird eine Holzskelettkonstruktion, deren tragende Teile und Fassadeüberwiegend aus Holz bestehen. " Unser wichtigster nachwachsender Rohstoff", betonte Herzog im Rahmen eines kleinen Empfangs für Bauleute, Nachbarn und Mitarbeiter vor dem Spatenstich.

Herzog brach dabei eine Lanze für nachhaltiges Bauen. " Darunter verstehe ich, dass sich der gesamte planerische, bautechnische und finanzielle Aufwand auch lohnen muss, das Gebäude also möglichst lange halten soll". Gleichzeitig gehe es darum, Veränderungen im Inneren jederzeit zuzulassen, um sich dem jeweiligen Bedarf des Nutzers anzupassen. Eine kompakte Bauweise sei schon aus Gründen der Wärmedämmung erforderlich und wegen der optimalen Ausnutzung des Tageslichtes müsse Licht von oben kommen.

Heraus kam ein ein- bis zweigeschossiges Gebäude, dessen äußeres Erscheinungsbild mit viel Holz und Glas ungewöhnliche Akzente setzt. Der Clou aber ist das Mernbrandach, das wie ein mehrlagiger transparenter Regenschirm wirkt. Jedes Dachfeld kann je nach der Nutzung des darunter befindlichen Raums individuell angepasst werden. Sonnenschutz und Tageslichtsteuerung erfolgen über drehbare Lamellen, die abhängig von der Licht Intensität und der Raumtemperatur dem Sonnenstand nachgeführt werden.

Bei Bedarf zapft die Fußbodenheizung im Sommer kühles Grundwasser und senkt so die Innentemperatur. Die Energieversorgung des Stiftungs-Hauptgebäudes und des neuen Konferenzgebäudes übernimmt künftig ein eigenes Blockheizkraftwerk.

Der stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums, Prof. Dr. Wolfgang Engelhardt verwies in seiner Rede auf die rasante und positive Enwicklung der Stiftung, die in den zehn Jahren ihres Bestehens bereits über 4 100 Umweltprojekte mit 1, 7 Milliarden Mark gefördert habe. " Diese Entwicklung war vor sechs Jahren beim Bau des alten Gebäudes nicht abzusehen", begründete er den Neubau. Der solle demnächst Fachleuten bei Tagungen als Forum dienen und im Zuge von Ausstellungen nicht nur jungen Leuten, sondern auch Handwerkern und Ingenieuren einen breiten Überblick über innovative Umwelt-Modellprojekte verschaffen.

Generalsekretär Fritz Brickwedde hatte zuvor in seiner Begrüßung gegenüber Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Stadt betont. Jetzt könne sich die Stiftung revanchieren, indem sie mit dem Kongreßzentrum jährlich Tausende von Fachbesuchern nach Osnabrück hole. Außerdem erhalte das Zentrum für Umweltkommunikation als Stiftungstochter neue Büroräume. Mit dem Richtfest wird im November gerechnet. (fr)

MIT VEREINTEN KRÄFTEN schwangen Wolfgang Engelhardt, Hans-Jürgen Fip, Thomas Herzog und Fritz Brickwedde (von links) die Spaten.Fotos: Thomas Osterfeld

EINEN EINDRUCK von der innovativen Bauweise vermittelt dieses Modell, das gestern erstmals vorgestellt wurde.
Autor:
fr


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