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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Leserbrief
Zwischenüberschrift:
Freude getrübt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Freude getrübt

Zur Reportage "... manches schöne Haus auch für den kleinen Mann" (Ausgabe vom 21. April).

" In Ihrem Artikel über das Wohngebiet am Westerberg wird auch die Blumenthalstraße , als Beispiel für eine gelungene Sanierung' erwähnt. Die Tatsache, dass ' dort die Stadt das alte Pflaster wiederhergestellt' hat, wird als besonders verdienstvoll hervorgehoben. Auch wir als Anwohner freuten uns zunächst gemeinsam mit vielen unserer Nachbarn über die wunderschöne Gestaltung , unserer' Straße, über die Verwendung des historischen Kopfsteinpflasters im Sinne der Denkmalpflege. Da sich der Autoverkehr weitgehend auf Anwohner und Besucher der Blumenthalstraße und unmittelbar angrenzender Wohnstraßen beschränkte, waren wir gerne bereit, die damit verbundene höhere Lärmbelastung in Kauf zu nehmen. Mittlerweile hat sich unsere Freude in das Gegenteil verkehrt. Seit der vorübergehenden Sperrung der Caprivistraße haben zahllose Autofahrer aus Stadt und Umland die Blumenthalstraße als Durchfahrtsstraße entdeckt und auch nach Öffnung der Caprivistraße beibehalten. Vom frühen Morgen bis in die späte Nacht und insbesondere während der Stoßzeiten des Berufsverkehrs donnern nun die Autos über das historische Kopfsteinpflaster bergauf und bergab und verursachen einen Höllenlärm, zumal viele Autofahrer weder die , Tempo 30'- Begrenzung noch die , Rechts vor links'- Regelung ernst nehmen. Wir sind sicher, dass die meisten Autofahrer sich nicht darüber im Klaren sind, in welchem Ausmaß diese Rücksichtslosigkeit und ihre Bequemlichkeit, den kürzest möglichen Weg zu wählen, das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Anwohner der Blumenthalstraße beeinträchtigen. Wir appellieren vielmehr an Politik und Verwaltung, durch geeignete Maßnahmen der Verkehrslenkung, - Beruhigung und - Beschränkung für eine angemessene, das heißt dem historischen Straßenbelag gemäße Verkehrsbelastung zu sorgen. Es ist schlicht unsinnig, eine Straße mit großem Aufwand und erheblichen Kosten (die nicht zuletzt auch von den Anwohnern zu tragen sind) ' historisch' zu sanieren, um sie dann dem modernen Autoverkehr ungehindert zu überlassen."

Roswitha Machemer

Dr. Peter Machemer

Blumenthalstraße 39

Osnabrück
Autor:
Roswitha Macheme, Dr. Peter Machemer


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