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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kritik an Wetterversuchen und neuem Gewerbegebiet
Zwischenüberschrift:
Ortsrat Atter: Professor Lieth verteidigt Ionisierungstests
Artikel:
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Originaltext:
Dr. Helmut Lieth, Professor für Ökologie am Institut für Umwelt-Systemforschung der Universität Osnabrück, hatte auf der letzten Ortsratssitzung in der Gaststätte Hackmann keinen leichten Stand. Aus den Reihen der zahlreich anwesenden Bürger kamen Kritik und Bedenken gegen seine derzeit in Atter durchgeführten Versuche der Wetterbeinflussung.

Lieth hatte in den vergangenen Wochen die lonengeneratoren, zwei etwa einen Meter hohe Antennen, unter anderem auf dem Flughafen Atterheide installiert. Mit einer angelegten Spannung von 25 Kilovolt und einer Leistung von 25 Watt werden die umgebenden Luftmassen ionisiert. Je nach Einstellung der Instrumente soll es regnen oder die Sonne scheinen.

Lieths Zuhörer äußerten vor allem gesundheitliche Bedenken wegen des Experiments und der noch nicht ausreichend bekannten Auswirkungen dieser lonenstrahlung. " Warum machen Sie Ihre Versuche nicht in unbesiedeltem Gebiet?", fragte ein besorgter Bürger. Bevor er in Afrika in großen Versuchen für mehr Regen sorgen wolle, müsse er erst Erfahrungen auf niedrigem Niveau sammeln, entgegnete Professor Lieth. Gesundheitliche Beeinträchtigungen seien angesichts der geringen Leistungswerte der Tests nicht zu erwarten, versicherte Lieth. Auch die Stadtverwaltung erntete Kritik dafür, dass sie die Wetterversuche ohne ausreichende Prüfung genehmigt hatte.

Weiterer Tagesordnungspunkt der Ortsratssitzung war das grenzübergreifende Gewerbegebiet in Atter und Lotte. Franz Schürings, Fachbereichsleiter für Städtebau, erläuterte den derzeitigen Planungsstand. Voraussetzung für die Realisierung des etwa 120 Hektar großen Gewerbegebietes ist ein neuer Anschluss an die Autobahn A1 zwischen Lotter Kreuz und Ausfahrt Osnabrück-Hafen. In Kürze werden dazu Gespräche mit dem nordrhein-westfälischen Verkehrsminister geführt. Erst wenn aus Düsseldorf grünes Licht kommt, soll eine Machbarkeitsstudie für das Gewerbegebiet in Auftrag gegeben werden. " Konkrete Planungen und ein reguläres Bauleitplanverfahren sind von der Studie und dem Ergebnis eines Planfeststellungsverfahrens abhängig", betonte Schürings.

Einige Atter Bürger fühlten sich von der Vorgehensweise des Stadtplaners übergangen. " Warum fragen Sie nicht erst die betroffenen Grundeigentümer? Ich glaube nicht, dass man Ihnen für das Vorhaben die betreffenden Grundstücke verkaufen wird", lautete ein Einwand eines Bürgers. (dm)
Autor:
dm


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