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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Öko-Siegel für einen nachwachsenden Rohstoff
Zwischenüberschrift:
Stadt Osnabrück lässt ihre Wälder zertifizieren
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Öko-Siegel für einen nachwachsenden Rohstoff

Stadt Osnabrück lässt ihre Wälder zertifizieren

Holz ist ein nachwachsender und umweltverträglich erzeugter Rohstoff. Um dies dokumentieren zu können, lässt die Stadt Osnabrück ihre eigenen Wälder künftig nach angemessenen Kriterien bewirtschaften und dies auch durch entsprechende ÖkoSiegel bestätigen.

15 Prozent der Stadtfläche, insgesamt 1887 von 12000 Hektar, sind mit Wald bestanden. 250 Hektar davon gehören der Kommune. Und die sollen künftig nach den weltweit geltenden Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) und den in Europa entwickelten Richtlinien des Pan European Forest Certification (PEFC) bewirtschaftet werden. So hat es der Umweltausschuss jetzt beschlossen.

Kerngedanke der Forst-Zertifizierung ist das Prinzip der Nachhaltigkeit: Aus den Wäldern soll weniger Holz entnommen werden als im gleichen Zeitraum nachwächst. Ein Prinzip, das in Deutschland seit 300 Jahren befolgt wird und nach einer Phase des Raubbaus wieder zu ökologisch wertvollen und wirtschaftlich nutzbaren Wäldern geführt hat. Der Kerngedanke der Zertifizierung ist nun, diese nachhaltige Wirtschaftsweise zu überprüfen und zu dokumentieren.

Dies soll nach dem FSC-Standard durch unabhängige forstliche Gutachter geschehen, die sowohl vom bestehenden Wald über die Betriebsplanung bis zum Sägewerk alle Phasen der Holzproduktion kontrollieren. Das PEFC-Verfahren- basiert auf den allgemein anerkannten Grundsätzen der Forstwirtschaft - umgesetzt durch die jeweils zuständigen Forstämter - und beschränkt seine Kontrollen auf Stichproben.

Dementsprechend entstehen auch unterschiedliche Kosten: Die FSC-Zertifizierung für die städtischen Kosten wird zunächst auf die Dauer von fünf Jahren etwa 8 000 Mark kosten, für das PEFC-Verfahren fallen im gleichen Jahr lediglich 70 Mark an. Auf Antrag der Zählgemeinschaft hat der Umweltausschuss zudem beschlossen, weitere 5 000 Mark bereitzustellen, damit sich auch private Waldbesitzer einer Gruppenzertifizierung nach FSC anschließen können.

Bislang haben die Evangelischen Stiftungen angekündigt, sich einer solchen Doppel-Zertifizierung anzuschließen, andere private Waldbesitzer wie die Heger Laischaft haben sich für das PEFC-Verfahren entschieden. Auch auf der Länder-Ebehe ist das Bild, derzeit noch uneinheitlich: Während die Staatsforsten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Saarland und Nordrhein-Westfalen nach FSC bewirtschaftet werden sollen, haben sich die waldreichen Flächenländer Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen für PEFC entschieden. Dies sowohl wegen der geringeren Kosten als auch im Hinblick auf das aufwendige Organisationsmodell bei FSC, nach dem den Waldbesitzern selbst nur zehn Prozent der Stimmen eingeräumt werden. (fhv)
Autor:
fhv


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