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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Radfahrer fühlen sich ausgebremst
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ADFC-Aktion: Ärger über Mängel an 300 Stellen - Konflikte mit Bussen
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MINUTEN GEHEN VERLOREN: Erst auf Knopfdruck erhalten Radfahrer grünes Licht, wenn sie aus der Bramscher Straße kommend Ihre Fahrt auf der Hansastraße Richtung Innenstadt fortsetzen wollen. Foto: Jörn Martens

Radfahrer fühlen sich ausgebremst

ADFC-Aktion: Ärger über Mängel an 300 Stellen - Konflikte mit Bussen

Druckknopfampeln zwingen zum Absteigen, Schlaglöcher und Bordsteinkanten zum Langsamfahren: " Der Radverkehr in der Stadt wird nach wie vor ausgebremst", klagt Bernd Schneider, Vorsitzender des ADFC in Osnabrück. Der Fahrradclub hatte vorigen Sommer eine Mängelbogenaktion gestartet, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.

150 Osnabrücker haben sich an der Aktion beteiligt. Sie haben zwischen Juni und Dezember konkret Stellen benannt, an denen das Radfahren erschwert wird, Bunte Fähnchen markieren auf einem großen Stadtplan insgesamt 300 neuralgische Punkte. Die Karte ist im Schaufenster der ADFC-Geschäftsstelle an der Bierstraße zu besichtigen.

Auf den ersten Blick fällt auf: An einigen Hauptverkehrsstraßen und Kreuzungen häufen sich die Fähnchen - und das in verschiedenen Farben. Dabei verdeutlicht jede Farbe ein anderes Problem. Das heißt: An diesen Stellen Ist zum Beispiel nicht nur der Zustand des Fahrradweges in einem unbefriedigenden Zustand. Hier kommt es auch immer wieder zu Konflikten zwischen Radfahrern und motorisierten Verkehrsteilnehmern.

Grüne Ampelpnase ist viel zu kurz

Insbesondere die unklare Führung der Fahrradwege in Osnabrück ist den Radfahrern offenbar ein Dorn im Auge. 82 Mängel wurden unter dieser Rubrik dargestellt, überwiegend mit Skizzen und Verbesserungsvorschlägen. An zahlreichen Kreuzungen, an denen Wege verschwenkt werden, müssen Radfahrer einen regelrechten Zickzackkurs in Kauf nehmen. Der ADFC schließt sich der Kritik auf den Mängelbögen an und fordert grundsätzlich eine geradlinige Führung der Radwege auf Straßenniveau. Gutachten hätten gezeigt, dass das auch die sicherste Alternative sei, sagt Bernd Schneider.

Überraschend ist für ihn, dass es offenbar in Haste viele Probleme gibt. Immer wieder wurden zum Beispiel die parkenden Autos auf dem Radweg entlang der Bramstraße noniert. Überhaupt nicht zufrieden sind die Radfahrer auf Grund fehlender Markierungen und vieler Unebenheiten außerdem mit der Situation an der Iburger Straße. Im weiteren Verlauf, an der Kreuzung zwischen der Johannisstraße und dem Wall, kommt es darüber hinaus zu Konflikten mit Bussen, die an der Haltestelle den Radweg schneiden. Hier ist auch die grüne Ampelphase für den Fahrradverkehr zu kurz. Manchmal bilden sich Richtung Rosenplatz lange Schlangen. Bis zu 15 wartende Radfahrer hat Bernd Schneider schon beobachtet. Peter Viebahn, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC, bedauert dass der Radverkehr in Osnabrück immer noch eine untergeordnete Rolle spielt. Autos hätten grundsätzlich Vorfahrt, das Fahrrad sei im Gegensatz zu anderen Städten als gleichberechtigtes

Autos parken auf den Radwegen

Verkehrsmittel nicht anerkannt. Peter Viebahn untermauert seine Sichtweise mit Zahlen: So werden in Osnabrück für die Verbesserung des Radwegenetzes nur drei Mark pro Einwohner und Jahr ausgegeben, in Münster sind es 13 Mark.

In einer Sitzung mit der Polizei, dem Tiefbauamt und den Verkehrsplanern der Stadt will der ADFC in dieser Woche die Auswertung der Mängelbögen vorstellen. Bernd Schneider und Peter Viebahn hoffen, dass ihre Vorschläge ins Radwegeprogramm für dieses Jahr eingehen und mindestens 100 000 Mark für die Beseitigung besonders mangelhafter Stellen ausgegeben werden. Zur weiteren Bestandsaufnahme setzt der Fahrradclub seine Aktion fort. Formulare sind beim , ADFC in der Bierstraße erhältlich oder können im Internet unter " www.adfc-osnabrueck.de/ maengel" ausgefüllt werden.

Einige Radfahrer haben auf ihren Mängelbögen übrigens ein Problem angesprochen, dass sich mit Geld nicht lösen lässt. Sie ärgern sich darüber, wenn Autos oder Busse hupen - etwa an der Süntelstraße in Höhe des Hasefriedhofes. Dort gibt es trotz des roten Belages auf dem schmalen Fußweg stadteinwärts keine Benutzungspflicht mehr für Radfahrer. Um die Passanten nicht zu gefährden, sollen sie auf der Straße fahren. Der ADFC appelliert an Autofahrer, sich an diesen und anderen Stellen fair zu verhalten und nicht zu hupen. (Jan)

UNBEFRIEDIGENDE SITUATION: Die Fähnchen auf dem Stadtplan markieren die Stellen, an denen das Radfahren in Osnabrück erschwert wird (im Foto von links: Peter Hagemann, Bernd Schneider und Peter Viebahn vom ADFC). Foto: Elvira Parton
Autor:
jan


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