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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Baum für Freunde strenger Symmetrien
Zwischenüberschrift:
Ihre Bauform macht die Andentanne unverwechselbar
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Freunden konsequenter Symmetrien wird die Chilenische Schmucktanne (Araucaria araucana) gefallen. Ihr Kronenaufbau folgt einer bemerkenswert strengen Bauform. Junge Baume zeigen eine kegelförmige Silhouette. Im Alter werden die unteren Äste abgeworfen, so dass die Krone eine schirmförmige Gestalt annimmt. Die ledrigen Blätter (Nadeln) sind von einer auffallend eiförmig-lanzettlichen Form mit breiter Basis und scharfer Stachelspitze. Sie bleiben zehn bis fünfzehn Jahre an den Ästen sowie am Stamm erhalten.

Die Äste entwickeln sich sehr regelmäßig, drei bis fünf pro Stockwerk, waagerecht abstehend in quirlartiger Anordnung. Diese Bauform macht die Andentanne unverwechselbar. Besuchern des Botanischen Gartens der UniversitätOsnabrück dürfte es daher nicht schwer fallen, die Chilenische Schmucktanne unterhalb der Steilwand am Teich des Gartens auf Anhieb zu entdecken. Seine urprüngliche Heimat hat der beeindruckende Baum, der eine Höhe von 30 bis 50 Meter erreicht, an den Westhängen der Anden Süd-Chiles sowie Südwest-Argentinien. Hier bilden die Bäume ganze Wälder.

Die besondere wirtschaftliche Bedeutung der Art liegt im sehr geraden, säulenförmigen Wuchs der Stämme, die sich zu ungewöhnlich langen Balken und Brettern verarbeiten lassen. Da der Baum im zweiten Jahrhundert seines Lebens die unteren Äste abstößt, bilden sich die Stämme derart gerade heraus. Das ist der Grund, warum die Chilenische Araucarie im Holzhandel so begehrt ist und die natürlichen Araucarien-Wälder in ihrem Bestand gefährdet sind. Im Alter von 300 bis 700 Jahre werden die Bäume zur Holzgewinnung geschlagen.

Eine auffällige Form haben auch die Blüten der Chilenischen Schmucktanne. Männliche Blüten stehen in großen walzenförmigen Zapfen am Ende kurzer Zweige, weibliche Blütenzapfen sind rund-elliptisch mit Deckschuppen, die an der Spitze zurückgebogen sind. Die Samen sind drei bis 4, 5 Zentimeter lang und reifen in zwei bis drei Jahren. Sie sind essbar. Etwa vierzig Arten gehören zur Familie der Araukariengewächse. Ihre Krone zeigt vielfach den typischen regelmäßigen Aufbau, den man übrigens auch an den kleinen Exemplaren der als Zimmerschmuck kultivierten " Zimmertanne" (Araucaria excclsa) von der Norfolk-Insel gut beobachten kann.( jm)

AN DIESEM BAUM ist vieles auffällig - eine strenge Bauform, eiförmige Nadeln mit scharfer Spitze und nicht zuletzt die waagerecht vom Stamm abstehenden Äste.

Foto: Michael Hehmann

Autor:
jm


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