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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Baum bleibt stehen und Tieren wird geholfen
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Heinrich-Heine-Straße: Bau vereint Brücke und Ökologie
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Baum bleibt stehen und Tieren wird geholfen

Heinrich-Heine-Straße: Bau vereint Brücke und Ökologie

Die gute Nachricht vorweg: Die 75-jährige Esche am Ufer der Hase an der Heinrich-Heine-Straße wird nicht gefällt. Darauf verständigten sich gestern Vertreter des Tiefbau- und des Umweltamtes, nachdem die bevorstehende Fällaktion öffentlich geworden war. Seit dieser Woche wird dort gebaut, nachdem vor genau zwei Jahren ein Wehrpfeiler an der Neuen Mühle abgesackt war und die Brücke gesperrt werden musste.

Stadtbaurat Jörg Ellinghaus und Jürgen Schmidt, kommissarischer Leiter des Tiefbauamtes, wiesen gestern den Eindruck zurück, das Vorhaben sei ohne Absprache mit dem Umweltamt erfolgt. Zwar sei noch kein Antrag zum Fällen der Esche eingereicht gewesen, aber Mitarbeiter der Umweltverwaltung hätten im Vorfeld sehr eng an den Planungen mitgewirkt. " Es standen nämlich zwei ökologische Projekte im Widerstreit: Der Baum und eine Unterwasser-Sohlgleite entlang des inneren Ufers, der Wassertieren als Aufstiegshilfe dient", so Schmidt.

Nun wird die Grundplanung geändert. " Wir bauen nun nach der erneuten Abstimmung die Ufermauern so, dass der Baum stehen bleibt", erklärte Ellinghaus. Über die technische Ausgestaltung des Fisch- und Kleintier-Aufstiegs werde dann später entschieden, zumal er auch vom künftigen Wasserstand der Hase abhängig sei. Der Baum selbst müsse aber auch etwas Federn lassen und werde von Fachleuten beschnitten, um Durchfahrtprobleme auf der neuen Brücke zu vermeiden.

" Wo auch immer wir in Flussnähe bauen, wird die Hase aufgewertet", gab Ellinghaus die gültige Leitlinie der Stadt vor. An der Heinrich-Heine-Straße gehe es um vier unterschiedliche Anliegen: Die Funktion des Wehres, die neue Brücke, die Stadtgestaltung an einer historisch interessanten Stelle und um die ökologische Aufwertung der Gesamtsituation.

Der Übergang an dieser Stelle der Hase ist wesentlich älter als die spätere Befestigung in Form der Bastion aus Naturstein. Unter dem Gesichtspunkt der Stadtgestaltung sei zudem das alte Wehr in Verbindung mit dem Mühlengebäude und dem Haseuferweg zu sehen, so die beiden Fachleute. Die historische Natursteinbastion soll wieder hergestellt und auf der anderen Seite fortgesetzt werden. Verwendet wird Westerberger Sandstein.

Früher verlief eine Natursteinmauer unmittelbar neben der Brücke. Bei der jetzt begonnenen Sanierung wird dagegen der Abstand zwischen Wehranlage und Brücke vergrößert. " Damit ist die Brücke zwischen den Bastionselementen am naturnahen Ufer von beiden Seiten gut zu erkennen", hob Ellinghaus die künftig reizvollen Blickachsen hervor.

Der Untergrund stellt für die Tiefbauer eine Herausforderung dar. " Erst in zwölf Meter Tiefe wird der Boden tragfähig, daher erfolgt die Gründung der neuen Bauwerke auf mit Beton gefüllten Bohrpfählen", erklärte Schmidt, insgesamt wird mit Kosten von 3, 2 Millionen Mark gerechnet. Die Fertigstellung ist für Ende diesen Jahres vorgesehen. (fr)

MIT SPUNDWÄNDEN vom Hasewasser abgetrennt ist der Bereich, den künftig die neue Brücke überspannt. Gut zu erkennen sind auch Teile des alten Wehres. Etwa auf Höhe der Spundwände wird die Bastion aus Natursteinen weitergeführt. Foto: Gert Westdörp
Autor:
fr


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