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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
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Überschrift:
"Industrielle Revolution" in einer alten Fabrik
Zwischenüberschrift:
Pläne für Multimediazentrum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das ehrgeizige Projekt eines Multimediazentrums nimmt Gestalt an. Planungen dafür im Bereich Weiden- / Uhland-und Martinistraße sowie ein inhaltliches Konzept wurden gestern vorgestellt.

Entstehen soll das Zentrum auf dem Areal der 1893 gegründeten Bettfedernfabrik Künsemüller, die noch in diesem Jahr nach Bramsche verlagert wird. Als Vertreter der Eigentümer und Investoren kündigte Hans-Christian Sanders beim 2. Forum der Osnabrücker Information- und Kommunikationswirtschaft (luK) an, dass mit dem Vorhaben modernes Leben in der Stadt, Arbeiten und Wohnen in räumlicher Nähe realisiert werden soll. Aus " dem alten Kern der zweiten industriellen Revolution", wie er den Gebäudekomplex bezeichnete, solle der Sprung in die dritte industrielle Revolution erfolgen. Das Investitionsvolumen bezifferte der Nachkomme der Gründerfamilie auf rund 20 Millionen Mark.

Gedacht ist bei dem Zentrum (Sanders: " Es ist mir als Osnabrücker eine Herzenssache.") an die Ansiedlung junger, innovativer Firmen aus dem Bereich der Informationstechnologie; Platz soll aber auch für Kommunikationsräume, Markthalle und Gastronomie sein. Insgesamt stehen rund 11 000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. In einem Teilbereich sollen acht Wohnungen entstehen.

Den Entwurf für den Komplex präsentierte Architekt Wilfried Ohnesorge. Er hob die hervorragende Verkehrsanbindung hervor: Autobahn-und gleichzeitig Innenstadtnähe.

Die Umwandlung der Fabrikgebäude für eine moderne Nutzung nannte er " große und reizvolle Herausforderung für jeden Architekten". Sein Entwurf zielt darauf ab, das von den Fabrikgebäuden beherrschte Quartier zu " öffnen", für jedermann zugänglich zu machen. Altes wird mit Neuem verbunden: Alte Fassaden etwa sollen erhalten bleiben und mit modernen Einbauten kontrastieren, alte und neue Materialien nebeneinander verwendet werden, der Einbau neuer Treppenhäuser und bodenhoher Fensterelemente die alten Fassaden einladend machen, wie Ohnesorge hervorhob. Unterstützt wird die Errichtung des Multimediazentrums von der Technologieagentur Niedersachsen (NAT1). Für sie stellte Dr. Norbert Schmidt vom Regionalcentrum Electronic Commerce Anwendungen Osnabrück (RECO), einer NATI-Tochter, das inhaltliche Konzept für das Projekt vor. Dort sollen demnach Firmen aus unterschiedlichen Bereichen der luK-Branche als " virtuelles Unternehmen" verstärkt zusammenarbeiten. Zudem soll das Zentrum Foren wie " Wagniskapital" und " Personal / Qualifizierung" für die gesamte Branche in der Region unterstützen und zu einer stärkeren Vernetzung führen.

Über die Perspektiven der luK-Branche referierte Michael Woltering. Er trug die Ergebnisse eines Gutachtens vor, das er im Auftrag der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) erstellt hatte (ausführlicher Bericht in der Ausgabe vom 12. Februar). Für die WFO referierte deren Geschäftsführer Dr. Alexander Fischer über den Stand der Informations- und Kommunikationsbranche in Osnabrück.

Ihre Zukunftschancen werden von der Stadt sehr zuversichtlich gesehen. Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip rechnet mit einer Verdoppelung der Arbeitsplatzzahl in diesem Bereich in den nächsten fünf Jahren; derzeit hat dieser Sektor 4 000 bis 5 000 Beschäftigte. Fip lobte die Investorenfamilie und deren Projekt mit seinen gleichzeitig wirtschaftlichen und städtebaulichen Perspektiven als wichtiges Zukunftsvorhaben. Eng damit verbunden sei die von der WFO vorgesehene Schaffung eines Netzwerks, mit dem die verschiedenen luK-Unternehmen verbunden werden sollen.

Fip bezog die Deutsche Telekom auch in sein Lob ein, die Partner beim Multimediacentrum wird. Er wies zugleich darauf hin, dass die Stadt selber in diesem Bereich neue Wohnquartiere schaffen will: auf dem Gelände des Abfallwirtschaftsbetriebs, der verlegt wird, sowie auf den Uni-Sportanlagen, für die ein neuer Platz angeboten werden soll.

(hs)

ALTES UND NEUES NEBENEINANDER sieht der Entwurf für das geplante Multimediazentrum - hier die Frontseite zur Martinistraße - vor, den Architekt Wilfried Ohnesorge gestern vorgestellt hat. OB Fip rechnet damit, dass das Projekt in zwei bis drei Jahren realisiert werden kann.

KOMPLETT NACH BRAMSCHE VERLAGERT wird noch in diesem Jahr die Bettfedernproduktion der Firma Künsemüller. Dann kann mit dem Um- und Neubau des gesamten Komplexes im Bereich Weiden- / Uhlandstraße - hier das Eckgebäude - begonnen werden.Foto: Klaus Lindemann
Autor:
hs


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