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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Schüler retten eine Uferböschung
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Körperbehinderte Fünfklässler arbeiteten am Weg hinter der Nackten Mühle
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MASSARBEIT: Florian (11) halt einen der vielen Weidenäste fest. Klaus (13) sägt sie ab. Bald wird daraus ein Teppich, der Wurzeln für eine stabile Böschung schlagen soll. Fotos: Michael Munch

Schüler retten eine Uferböschung

Körperbehinderte Fünftklässler arbeiteten am Weg hinter der Nackten Mühle

Viel hat nicht gefehlt: Fast wäre der Fußgängerweg hinter der Nackten Mühle unpassierbar geworden. Hochwasser hatte schon vor längerer Zeit die Uferböschung an der Nette Abzweigung weggerissen. Und von der anderen Seite drückt das Wasser des Mühlteiches. Jetzt haben körperbehinderte Schüler der Anne-Frank-Schule einen Teil des Ufers neu angelegt.

Der nur noch eineinhalb Meter schmale Weg zwischen den Ufern wird zehn Kubikmeter Sand schlucken, um wieder auf seine alte, nämlich doppelte Breite zu wachsen. Aber wer macht die Arbeit? Freiwillige haben sich zu einer ungewöhnlichen Kooperation zusammen getan. Der Verein für Jugendhilfe ergriff die Initiative. Björg Dewert, Ingenieurin für Landschaftsentwicklung, sah hier sogar einen " pädagogisch wertvollen Schaden". Sie dachte dabei an Schüler, mit denen der Verein das ganze Jahr über arbeitet und konnte Lehrerin Anne Kuhlemann von der Körperhehinderten-Schule an der Knollstraße für Ihre Idee gewinnen.

Der Unterhaltungsverband Obere Hase unterstützte das Vorhaben. Die Piesberger Steinindustrie spendete größere Brocken und mit Kies vermischten lehmigen Sand für einen stabilen Unterbau. Und den Transport übernahm der Haster Fuhrunternehmer Hackmann.

Sieben l-unftklassler. angeleitet von ihrer Lehrerin Kuhlemann, kamen mit dem Fahrrad. Bald hievte Sebastian (12) große Steine in eine Schiebkarre und machte sich vom Sägemühlengebäude auf zum etwas weiter entfernten Ufer. Björg Dewert leitete die Schüler an und fand für alle eine passende Aufgabe. Erst die Steine, dann die Sandmischungen und schließlich Muttererde - ein bisschen viel für die kleinen Arbeiter. VVas sie nicht schaffen, wird demnächst Aufgabe für andere Schüler. Aber die Kinder von der Anne-Frank-Schule hatten das Fundament geschaffen.

Krystian (13), Florian (11) und Klaus (13) zersägten für einen späteren Arbeitsgang Weidenäste. Auch die gehören zur neuen Böschung. Mit einem Drahtgeflecht begannen die Schüler, eine Art Teppich zu knüpfen Der wird bald die neue Böschung bedecken. Weiden sind Zauberbäume", erzahlte Dewert ganz ernsthaft: Die Äste nämlich schlagen schnell Wurzeln und wachsen zu einem Gebüsch heran. Dann kann auch stärkeres Hochwasser das Ufer nicht mehr so leicht weg spülen.

Für die Schüler war der Tag an der Nackten Mühle ein Abenteuer. Ganz beiläufig haben sie etwas über Ufer und Böschungen gelernt, und der Zweck, Spaziergängern einen sicheren Weg zu bauen, geriet dabei fast zu einer selbstverständlichen Nebensache. (Jwe)

PIESBERCER STEINE sind das Fundament für die neue Uferbefestigung (rechts im Bild) - Ingenieurin Björg Dewert vor dem Überlaufrohr. Es verhindert, dass Wasser vom Mühlteich über den Weg fließt.
Autor:
jwe


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