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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Stauraum geht nicht verloren"
Zwischenüberschrift:
Attersee- Eigentüner widerspricht den Vorwürfen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu unserem gestrigen Bericht " Attersee: Zeltplatz auf eigene Faust vergrößert", gab der Eigentümer des Freizeitgeländes, der Bauunternehmer Bauing. BDB Fritz Scholle, eine Stellungnahme ab. Darin erklärt er, daß der Düte durch sein Eingreifen kein Stauraum entzogen worden sei.

Zum wasserwirtschaftlichen Aspekt schreibt Scholle: " Für den sogenannten " Westzipfel", der im gesetzlichen Überschwemmungsgebiet liegt, ist durch einen ca. 180 m langen und ca. 5 m breiten und tiefen Grafen eine Stau- und Rückflußmöglichkeitbei künftigen Hochwassern gegeben. Eine neu angelegte sogenannte Flutmulde sorgt dafür, daß bei Überschwemmungen der Stromstrich, wie die Wasserbauer sagen, einschalten wird. Auch wenn die Dammseite zu diesem Westzipfel angeschrägt wurde, mit etwa 2000 Kubikmeter Boden aus dem Grabenaushub und der Flutmulde, geht die Düte bei Überschwemmungen kein Retentionsvolumen (Stauraum) verloren, wie durch die Berechhung eines öffentlich bestellten Vermessungsbüros nachgewiesen werden kann.'
Als " legal" bezeichnet Scholle eine Dammschüttung, die dem Hochwasserschutz dienen soll. Dabei bezieht er sich auf die Düte-Überschwemmung vom 30. Juni 1981, bei der ihm ein Schaden von mehr als 200 000 DM entstanden sei. Kein Wasserwirtschaftler habe bisher gegen diesen Damm Einwände erhoben. Er stelle einen Schutz dar für den Attersee, " dessen Wasserqualität nach den regelmäßig durchgeführten Analysen immer noch besser ist als das Trinkwasser von Hamburg." Über diesen Damm war in dem gestrigen Artikel allerdings nicht berichtet worden.

Zum Vorwurf, daß das Gelände am Wald mit Bauschutt angefüllt worden sei und eine Baumreihe habe verschwinden müssen, schreibt der Eigentümer: " Richtig ist, daß keine Baumreihe verschwinden mußte. Für die Öffentlichkeit stellt sich der Text unter dem Foto so dar, als wenn sich der Eigentümer des Erholungsgebietes Attersee des Baumfrevels schuldig gemacht hätte. Seit der Entstehung des Attersee-Erholungsgebietes im Jahre 1973 sind von Scholle mehr als 1000 Bäume und Sträucher neu gepflanzt worden. Während der Düte-Hochwasserkatastrophe am 30. 6.1981, über welches die NOZ damals ausführlich berichtet hat, wurden 43 gesunde, über 50 Jahre alte Eichen weggerissen, die unmittelbar am Düteufer aufgewachsen waren."

Zur Kritik des Kreises Steinfurt bemerkt Scholle, daß er die Information über ein neu entstehendes Erholungsgebiet unmittelbar an der nordrhein-westfälischen Seite der Düte und am Hischebach mit einer Wasserfläche bedeutend größer als der Attersee" vermißt habe.

In seiner Stellungnahme, führt der Bauunternehmer weiter aus: " Nach der neuen Campingplatzverordnung des Nieders. Sozialministers vom 27.10. 1977 ist von Scholle bereits am 24. Januar 1978 eine B-Planänderung für die Aufstellung von Mobilheimen im Westzipfel beantragt worden. Die NOZ hat dieses am 8.1.1979 veröffentlicht. Das Wasserwirtschaftsamt hat der Aufstellung von Mobilheimen nicht widersprochen. Erst in diesem Jahr ist auf die Aufstellung von Mobilheimen (ohne Räder) verzichtet und die Aufstellung von Wohnwagen (Caravan) mit Rädern beantragt worden.

Der NOZ-Redakteur hat schriftlich die Aufteilung des Erholungsgebietes Attersee in 33 Prozent Wasserfläche, 22 Prozent Waldfläche, 25 Prozent Grünfläche, 15 Prozent Camping-Stellfäche, 5 Prozent Wege, Parkplätze und Zufahrtstraße erhalten. Er ist darauf aufmerksam gemacht worden, daß im Europa-Campingführer des Deutschen Camping-Clubs unter mehr als 8000 Campingplätzen es kaum eine so günstige Naturbeschaffenheit und günstige Flächenaufteilung im Verhältnis zu den Campingplatzstellflächen gibt."


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