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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
auf die Binnenburg?
Zwischenüberschrift:
Kanalbau bis Alfahaus - Offene Bauweise preiswerter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der enorme Kostenunterschied nötigt die Stadt, in der Hasestraße zwischen Turmstraße und Alfahaus den Kanalbau auf herkömmliche Weise ausführen zu lassen. Mit der offenen Bauweise lassen sich bis zu 500 000 Mark sparen, argumentieren die Baufachleute um Stadtrat Klöcker.,, Offene Bauweise" - das bedeutet eine Baugrube von 5, 50 Meter Breite und vier Metern Tiefe (für den Regenwasserkanal). Darin werden zwei Stahlspundwände (Abstand 2, 10 Meter) eingerammt.

In dieses Verlies kommt eine Betonschwelle, auf die letztlich der Schmutzwasserkanal in einer Tiefe von rund sieben Metern gelegt wird. Für diesen zweiten Bauabschnitt des Hasestraßen-Domhof-Projektes hat die Stadt etwa 3, 6 Millionen DM eingeplant. Ende ' 84 soll der Kanal an das vorhandene Entwässerungsnetz ,, Innenstadt" am Alfahaus angeschlossen werden (siehe auch Kommentar auf Seite 12).

Dieser zweite Bauabschnitt ist in zwei Teile gegliedert: Turmstraße bis Markt, Markt bis Alfahaus. Die Kanalarbeiten sollen bis zur Einfahrt Markt bis Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein. Der Straßenbau wird direkt angeschlossen, so daß mit einer Fertigstellung dieses Teilstückes bis November ' 83 gerechnet werden kann - wenn ,, uns nichts dazwischen kommt", betonte Stadtbaurat Klöcker, als er das Projekt jetzt erläuterte.

Wegen des Weihnachtsmarktes vor Dom und Rathaus ruhen zwischen November ' 83 und März ' 84 alle Arbeiten. Der Zeitplan sieht die Fortsetzung der Arbeiten zwischen Markt/ Bischöfliche Kanzlei und Alfahaus im dritten Monat des nächsten Jahres vor.

Und in der Tat kann den Kanalbauern etwas dazwischenkommen: die langgesuchten Reste der Binnenburg vielleicht. Immerhin gehen die Tiefbauer bis zu sieben Meter in den Boden hinunter.

Zum Schutz der Häuser und des Domes werden insbesondere beim Einrammen der Spundwände ständige Vibrations- und Schwingmessungen an verschiedenen Punkten vorgenommen. Die Stahlschwellen sind wasserdicht. Das von unten in die Baugrube für den Schmutzwasserkanal eindringende Grundwasser soll mit einer Betonschwelle aufgehalten werden. Spezialbeton macht das Einbringen und Verankern der Barriere auch unter Wasser möglich. Dabei machen seh die Tiefbaufirmen die Erfahrungen der Hafenbauer zunutze.

Ein möglicher Grundwasserabfall kann über verschiedene Peilbrunnen relativ rasch bemerkt werden. Da der konstante Grundwasserspiegel für die Sicherheit der umliegenden Bebauung notwendig ist, wird in einem solchen Fall über Sickerbrunnen Ausgleich geschaffen.

Ein lange Jahre prägendes Element für das Straßenbild vor dem Dom wird im Zuge der Straßenerneuerung verschwinden. Die alten ,, Katzenbuckel" am Domhof sollen auf Halde geworfen werden. Wenn sie wiederverwendet werden sollten, müßten sie aufbereitet werden, sagen die Straßenbauer der Stadt. Im Laufe der Zeit sind die Wakkersteine schief gelaufen bzw. gefahren worden.

Das vorgesehene Pflaster schließt nahtlos an die vorhandenen Piazza- und Rechteckmosaike der Hasestraße an. 21 neue Bäume wollen die Grünflächenplaner aufstellen. Ja - und die künstliche Beleuchtung strahlt zwischen Angersbrücke und Alfahaus spätestens zum Jahresende ' 84 aus den gleichen Lampen. pr-
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pr-


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