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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Fremdworte"
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
die sich mit dem Artikel " Wenn der Sand den Bach runtergeht . . ." (Ausgabe vom 10.9.) beschäftigen.
" Als Beobachter der Düte-Diskussion stelle ich fest, daß der Unterhaltungsverband " Obere Hase" (U 96) nach überwiegend negativer Presse jetzt mit allen Mitteln versucht, sich ins positive Licht zu rücken. Es kommen einem fast die Tränen, wenn man die Schilderungen des U 96 über die grausamen Zerstörungen und den hingebungsvollen Kampf gegen die übermächtigen Wassermassen der Düte liest. Niemand bezweifelt die Pflichten des U 96, es stellt sich aber die Frage nach Art , und Weise' der Durchführung. Der naturnahe Ausbau und die naturnahe Unterhaltung, die sowohl die Interessen der Landwirtschaft als auch des Naturschutzes berücksichtigen, scheinen für den U 96 und dessen Geschäftsführer Fremdworte zu sein.

Es erscheint mir geradezu lächerlich, wenn als Beweis für eine angeblich intakte Lebensgemeinschaft in dem vor zwei Jahren restaurierten Düteabschnitt vier Organismenarten von einem Geographiestudenten in einer Blitzuntersuchung vorgeführt werden. Die Freude des Geschäftsführers, hier überhaupt noch einige Lebewesen entdeckt zu haben, ist unverkennbar. In naturnahen Bächen befinden sich aber, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, etwa 1500 Tierarten, von denen besonders die Fische durch Maßnahmen wie an der Düte beeinträchtigt werden.

Fazit: Dieser Artikel trägt nicht dazu bei, die starken Bedenken vieler Bürger gegen derartige Wasserbaumaßnahmen zu beseitigen."

Friedel Hehmann
Johannisstraße 87
Osnabrück

" Nun hat man es mal wieder schriftlich. Die Landwirtschaft kommt durch die Düte stark in Bedrängnis. Betriebe mit Milchviehhlatung sind durch Hochwässer der Düte in ihrer Existenz bedroht. Meiner Meinung nach ist eine Bedrohung für Milchbetriebe in erster Linie durch das , Hochwasser' des Milchsees gegeben, für dessen , Unterhaltung' und , Ausbau' dem Steuerzahler langsam das geld ausgeht. Bereits im nächsten Monat ist die EG-Kasse für die Überschußproduktion der Landwirte leer. Besonders besorgt sind die Landwirte darüber, daß die Düte heute Schwermetalle und Unrat mit sich führt, die auf ihr Land gelangen. Auch hierfür wünschen sie Mittel aus dem , Steuersäckel'

Ein Interesse an sauberen Gewässern gibt es scheinbar bei ihnen nicht, da sie sich sonst an die Verursacher der Verunreinigungen wenden würden, um diese abzustellen. Bedenkt man weiterhin, daß bereits Unterhaltungs- und Ausbaumaßnahmen zu einem großen Teil mit Steuergeldern finanziert werden, diesen aber wie aus dem Bild vom , restaurierten' Düteabschnitt zu ersehen ist, Entwässerung und oft Maismonokulturen bis an die Gewässeroberkante folgen, die wiederum die Überschußproduktion verstärken, muß einem Bürger und Steuerzahler die Frage erlaubt sein, wie lange noch Überschüsse und Naturzerstörung, angesichts knapper Haushaltsmittel, mit Steuergeldern gefördert werden.

Vor diesem Hintergrund sollten endlich die Forderungen des Naturschutzes zumindest gleichrangig, wenn nicht sogar höherwertig zu denen der Landwirtschaft bewertet werden."

Inka Wübbena
Bierstraße 8/ 9
Osnabrück.
Autor:
Friedel Hehmann, Inka Wübbena


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