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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der neue Kanalhafen.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Arbeiten für den Osnabrücker Hafen wie auch für den Stichkanal nehmen einen erfreulichen Fortgang. Schon jetzt kann man sich ein ungefähres Bild machen, wie dieses Gelände sich nach Fertigstellung der Arbeiten präsentieren wird. So ist z. B. das 900 bis 1000 Meter in seiner Länge und 180 Meter in seiner größten Breite umfassende Gelände, das später der Industrie als Lagerplätze dienen soll, deutlich zu erkennen. Was dem Beschauer der Arbeiten sofort angenehm die Augen fällt, ist die verlegte Hase, die in schnurgerader Linie längs der Bahn ihren Lauf nimmt und sich entschieden vorteilhafter ausnimmt, als wie sie früher das Gelände in zahlreichen Krümmungen durchfloss. An der Seite der Bahnschienen zieht sich noch ein mehrere Meter breiter Landsstreifen hin, der sich bezüglich zur Schaffung einer Promenade eignen würde, wenn nicht die Bahn in unmittelbarer Nähe wäre, die für die Spaziergänger der Störenfried sein würde. Weiter hinunter gehend sieht man den Bagger eifrig beschäftigt, das Hafenbecken herzustellen, dessen Wasserspiegel eine Breite von 51 Metern erhalten wird. Die interessante Tätigkeit des Baggers zwingt den Passanten unwillkürlich zum Stehenbleiben und Nachdenken, wieviel Menschenhände notwendig sein würden, um diese Arbeit mit derselben Schnelligkeit zu verrichten. Auf unsere Frage wurde erklärt, dass eine Baggermaschine täglich die Arbeit von 100 Arbeitern auszuführen imstande ist. Die ausgehobenen Erdmassen werden auf kleinen Wagen auf Schienen mittelst einer Lokomotive zum Hafenplatz befördert, wo sie als Aufschüttungsmaterial dienen. Weiter hinunter ist auch der Schiffswendeplatz, der einen Durchmesser von 86 Metern erhalten wird, deutlich erkennbar. Nicht weit davon entfernt bietet sich dem Besucher ein technisch hochinteressantes Bauwerk, die sogenannte Nette-Unterdükerung. Hier nämlich erreicht die Nette den Kanal und wird mittelst der kommunizierenden Röhren unter diesem hergeleitet werden. Die Arbeiten sind gerade jetzt mitten in der Ausführung begriffen und können wir einen Besuch nur empfehlen. Die Ausführung der Arbeiten der Nette-Unterdükerung sind dem Maurermeister Andreas Mittelberg übertragen. Zur Verbindung der Bramscherstraße mit der Natruperstraße ist eine eiserne Brücke über den Kanal gelegt, die bereits fertig montiert und gegenwärtig ihren Anstrich erhält. Hinter der Brücke, in der Nähe des Tannenbestandes bei der Netterheide, bis zur Stelle, wo die Schleuse gebaut werden wird, sind die Baggerarbeiten bereits beendigt. Von der zukünftigen Schleuse kann sich der Beschauer bereits ebenfalls eine Vorstellung machen. Gegenwärtig sind vier Maschinen damit beschäftigt, hier auf einer Strecke von 50 bis 70 Metern mehrere Zoll dicke Holzbohlen einzurammen. Hinter der Schleuse, auf Eversburg zu, ist man noch mit den Baggerarbeiten beschäftigt. Das Ganze bietet des Interessanten und Lehrreichen ein Fülle, sodaß wir unseren Lesern empfehlen möchten, einen freien Nachmittag zum Besuche des Hafengebietes zu verwenden. Zweckmäßigerweise geht man von der Bramscherstraße die Roopstraße hinunter, bei der Wäscherei vorbei, über die Wiese und den projektierten Hafenplatz und dann die ganze Baustrecke entlang. Ist der Weg auch nicht gepflastert, so gewinnt man doch ein besseres Bild von der Anlage, als wollte man sie von ferne sich ansehen. Ein gewaltiges Stück Arbeit ist bereits geleistet, eine noch größere Arbeit muß noch vollbracht werden. Zu 2601300 M ist das Riesenprojekt veranschlagt. Hoffen wir, daß das Werk reichen Segen bringen möge für die Stadt Osnabrück und seine Bewohner.


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