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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Müssen sich die Amphibien bald vom Acker machen?
Zwischenüberschrift:
Viel Zündstoff im Ortsrat Darum / Gretesch / Lüstringen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein scharfer Wind wehte der Verwaltung im Ortsrat Darum/ Gretesch/ Lüstringen ins Gesicht. Politiker lehnen unabhängig von der Parteizugehörigkeit Teile des vorläufigen Flächennutzungsplans ab.

" Wir wollen Splittersiedlungen vermeiden und Wohngebiete abrunden", erläuterte Stadtplaner Siegfried Kaemmerer. Die bestehenden Siedlungen am Gretescher Weg/ Sandgrube Häuser, im Norden der Mindener Straße sowie an der Darumer Straße sollen um insgesamt weitere 18 Hektar wachsen.

Den ersten Konflikt gibt es bei einer weiteren, ein Hektar großen Fläche am Schledehauser Weg/ Bruchweg. Helmut Schmitz vom Fachbereich Grün und Umwelt bewertete sie als landschaftlich wertvoll: " Wir dürfen die Amphibien dort nicht weiter stören", ist für ihn ein Grund, die Fläche nicht zu bebauen, " die räumliche Offenheit als Naturerlebnis für die Bevölkerung" ein zweiter.

Die Politiker des Stadtteils konnte er nicht überzeugen. Für Ortsbürgermeister Werner Knost (SPD) ist die Fläche " nur ein Acker"; Schwarz (FDP) meinte, " die Amphibien werden sich schon auf andere Flächen zurückziehen". Ohne Gegenstimmen beantragte der Ortsrat, dort eine Baufläche auszuweisen.

Weiterer Zündstoff zwischen der Verwaltung und den Interessen des Ortsrats schwelt im Falle eines Grundstücks an der Mindener Straße/ Haseaue. Einhellig wünschen sich die Politiker dort ein Lebensmittelgeschäft für Darum/ Gretesch/ Lüstringen (wir berichteten). Aber: Nach dem vorläufigen Flächennutzungsplan wird daraus nichts. Stadtplaner Kaemmerer bezeichnete das Grundstück als Teil eines wertvollenQuellgebiets. Knost reagierte prompt: " Das sieht nur auf dem Plan so aus!" Außerdem: " Dort war schon drei Generationen lang eine gewerbliche Nutzung."

Auch im Fall des Grabelands an der Sandforter Straße gehen die Vorstellungen der Verwaltung und des Ortsrats auseinander. Während die Verwaltung die Kleingartenanlagen zu einer Dauereinrichtung zu machen will, fordert der Ortsrat einhellig eine Sportfläche.

Zwei mögliche Gewerbegebiete seien noch in der Diskussion, sagte Kaemmerer: eine Fläche östlich der Straße Am Tie (wir berichteten) und eine weitere südlich der Mindener Straße. Noch vor den Sommerferien werde es im Fall des geplanten Gewerbegebietes Am Tie eine vorzeitige Bürgerbeteiligung geben, versprach Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städteplanung. Die Planung der einzelnen Grundstücke sei noch offen, aber " die Allee-Situation der Straße soll erhalten bleiben".

Zusammenhängende Freiflächen beizubehalten ist ein weiteres Ziel des vorläufigen Flächennutzungsplans. " Wir wollen die natürlichen Lebens- grundlagen nachhaltig sichern", erläuterte Schmitz. Voraussetzungen für die Ausweisung als Naturschutzgebiete erfüllen nach seinen Angaben das Seelbachtal, der Halterberg, das Hasetal, das Quellental und die Feuchtwälder an der Belmer Straße sowie am Hof Finke. Diese Gebiete sind nicht für die Naherholung vorgesehen, wohl aber der Belmer Bach, der Lechtenbrink und der Schinkelberg.
Altes Schwimmbad als neue Turnhalle?

Wird das Hallenbad bald eine Turnhalle? Der Sportverein TSG kann möglicherweise das Gebäude der bisherigen Gretescher Schwimmhalle bekommen. Im Fachbereich Schule und Sport gebe es " die Tendenz", sie dem TSG nach dem Erbbaurecht zu übergeben, sagte Frank Hinrichsen von der Verwaltung. Der Ortsrat stimmte einhellig zu.

Vor einem Haus an der Mindener Straße/ Einmündung Stadtweg steht ein Ampelmast auf dem Gehweg und gilt als Sicherheitsrisiko. Kurt Santjer vom Tiefbauamt stellte den Plan vor, den Fuß- und Radweg auf Kosten der Straße zu verbreitern. Da eine aufgemalte Verkehrsinsel wegfallen könne, werde die Fahrbahn nicht enger. Der Ortsrat gab mehrheitlich grünes Licht.( jwe)
Autor:
jwe


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