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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bootsverleih als neue Attraktion in der Innenstadt
Zwischenüberschrift:
Drei Initiativen an der Hase aktiv
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Lange verschmäht und aus dem Osnabrücker Stadtbild verdrängt, ist die Hase zur Zeit begehrter denn je. Gleich drei Initiativen wollen mit einem Bootsverleih in der Innenstadt Freizeitkapitäne anlocken. Die Gelegenheit ist offenbar günstig, nachdem der Fluß durch die Öffnung der Straße " Öwer de Hase" wieder ans Tageslicht gekommen ist.

Noch in diesem Sommer will das Modehaus Lengermann und Trieschmann direkt vor der eigenen Haustür einen Bootsverleih realisieren. " Wir möchten die Osnabrücker einladen, die Hase von einer ganz anderen Seite kennenzulernen", schwärmt L+ T-Chef Dieter Rauschen. Für ihn ist der Fluß ein " wunderschönes Stück Osnabrück". Schon seit dem Umbau vor fünf Jahren träume er davon, die Hase durch einen Bootsverleih zu beleben. Symbolisch liege daher nahe der neuen Fußgängerbrücke ein Ruderboot vor Anker, erzählt der L+ T-Chef.
Die Firma plant, an der bepflanzten Kaimauer zwischen der Georgstraße und der Kleinen Domsfreiheit einen neuen, mobilen Steg zu befestigen. Schon jetzt führt eine Treppe zum Wasser hinab, so daß die baulichen Voraussetzungen gut sind. Um alle Interessen bedienen zu können, will das Modehaus Ruder-, Tret- und Paddelboote anschaffen. Gesucht wird noch ein Rentner, der gegen ein kleines Entgelt den Verleih organisiert. Dieter Rauschen verspricht ein billiges Freizeitvergnügen - " zum Beispiel 30 Minuten Bootfahren für eine Mark".
Die Idee zu einem Bootsverleih hat auch Gerrit Nüßmeier, Geschäftsführer des Verkehrsvereins Osnabrück Stadt und Land (WO) schon lange im Hinterkopf. Er stellte sie den Mitgliedern der Organisation Ende Mai während einer Ver- sammlung vor. Als Standort hat der WO-Geschäftsführer den schon bestehenden Bootssteg am Gymnasium Carolinum ins Auge gefaßt. Dort hatte die Stadt im Frühjahr 1980 einen " Mini-Hafen" aus Holz für fünf Tret- und zwei Ruderboote errichtet. Der Verleih schlief aber schnell wieder ein, da die Boote nur die Hasepartie am Herrenteichswall befahren durften und zudem Rowdys ihr Unwesen trieben. Unbeirrt davon will Gerrit Nüßmeier sein Projekt mit fünf bis neun gesponserten Ruderbooten im nächsten Jahr starten. Er hält es für wichtig, " etwas nachhaltig zu tun", und stört sich nicht an der Konkurrenz durch L+ T. Wer schließlich in der Publikumsgunst die Nase vorn habe, werde sich schnell herauskristallisieren. Für den Verleihbetrieb möchte der WO eine soziale Institution gewinnen, die laufenden Kosten will der Verkehrsverein selbst übernehmen. Bei der Stadt haben unterdessen auch zwei Privatleute ihr Interesse bekundet.
Sie wollen am Herrenteichswall einen Bootsverleih aufziehen. Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt, bezweifelt, ob es für einen " so massiven Bootsverkehr" auf der Hase überhaupt Bedarf gebe. Wasserrechtlich sieht er keine Probleme. Die Bau- und Naturschutzbehörden müßten aber noch mögliche Konfliktpunkte klären.
Grundsätzlich seien die Initiativen zu begrüßen, da die Innenstadt aufgewertet werde und die Hase wieder mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücke.

Derweil sind sich alle Beteiligten in einem Punkt einig: Sie haben den Ehrgeiz, die Bootsfahrt auf der Hase auf der ganzen, rund eineinhalb Kilometer langen Strecke zwischen den beiden Wehren an der Pernickel- und der Neuen Mühle zu ermöglichen.( Jan)

Fotountertitel:

AM HERRENTEICHSWALL war Anfang der achtziger Jahre das Interesse am Bootsverleih nur von kurzer Dauer. Foto: Archiv

NOCH IN DIESEM SOMMER wollen L+ T-Chef Dieter Rauschen und sein Mitarbeiter Rainer Schmidt im Zentrum von Osnabrück eine Ausflugsfahrt mit Ruderbooten ermöglichen. An der Fußgängerbrücke will die Firma einen neuen Steg anlegen. Foto: Jöm Martens
Autor:
jan


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