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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Zu unserer Mitteilung über die Haseverunreinigung
Artikel:
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Originaltext:
Zu unserer Mitteilung über die Haseverunreinigung in der Montags-Ausgabe teilt uns die Polizei-Direktion mit, " daß eine Verunreinigung der Hase nicht vorliegt. Am Montag Vormittag ist die Hase zum Zwecke der Reinigung in der Gemeinde Schinkel an der Neuen Mühle abgelassen und hat dadurch im Laufe des Tages nur wenig Wasser geführt. Es ist von uns Vorsorge getroffen, daß bei der zur Zeit herrschenden Wärme eine weiter Ablassung nicht erfolgt." Demgegenüber nehmen wir Bezug auf die tatsächliche Feststellung, daß am Montag Vormittag zwischen 9 und 12 Uhr zahllose Fischleichen in der Hase schwammen, und zwar bei einem keineswegs sehr niedrigen Wasserstand. Das Wasser hatte eine lehmgelbe Farbe, war durchaus undurchsichtig und entwickelte einen höchst unangenehmen Geruch. Auf der Wasseroberfläche schwamm eine breite Oelschicht, wie sie in diesem Umfange nur selten beobachtet worden ist. Für die minderwertige Qualität des Hasewassers spricht auch der Umstand, daß neben einer Anzahl toter oder halbtoter kleiner Fische u. a. ein 20 - 30 Zentimeter langer toter Hecht dem Wasser entnommen wurde, der von irgendwelcher Zersetzung noch keine Spur zeigte, also ers kurz vorher gestorben sein mußte. Trotzdem kam - auch ein Zeichen der Wasserqualität - der Hecht, der noch am selben Tage mit einer Wasserprobe der Landw. Versuchsstation Münster übersandt wurde, am anderen Morgen in einem derartig zersetzten Zustande in der Hydrobiologischen Abteilung der genannten Versuchsstation an, daß eine Untersuchung - leider nicht mehr möglich war. Das Schreiben der bezeichneten Abteilung (Dr. Thienemann) besagt in seinen wesentlichen Punkten:

" Der Fisch kam heute morgen in einem derartig zersetzten Zustande in unsere Hände, daß eine Untersuchung nicht mehr möglich war. Wir bemerken bei dieser Gelegenheit abermals, daß eine sichere Feststellung der Todesursache von Fischen sich nur durchörtliche Untersuchung erreichen läßt. Wir sind auf Wunsch gern bereit, gegen Erstattung der Kosten eine Untersuchung über die fischereilichen Verhältnisse in der Hase im Osnabrücker Gebiet anzustellen, doch wäre dafür die Zeit niedrigsten Wasserstandes, also September, am geeignetsten."
Nach alledem und insbesondere nach den eigenen Wahrnehmungen vermögen wir der Auffassung, daß eine Haseverunreinigung nicht stattgefunden hätte, leider nicht beizutreten. D. Red.


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