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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bauschäden an der Brücke schon 1981 prophezeit
Zwischenüberschrift:
Auf Bäckermeister Karl Meyer wurde damals nicht gehört
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:

Die Bauschäden an der Hasebrücke neben der Neuen Mühle sind für das Tiefbauamt zum Desaster geworden (wir berichteten). Nach den Unterspülungen des Mauerwerks wird es voraussichtlich Millionen kosten, um die Brücke wieder für den Verkehr herzurichten. Ein Nachbar, der 1987 verstorbene Bäckermeister Karl Meyer, hat schon 1981 davor gewarnt. Aber auf ihn wurde nicht gehört.

Am 31. Juli 1981 berichtete unsere Zeitung über Meyers Beobachtungen. Der damals 77 Jahre alte Osnabrücker hatte die Risse in der Mauer richtig gedeutet und darauf hingewiesen, daß die Brücke an der Neuen Mühle absackte. Das vom Wehr herabstürzende Wasser unterspüle das Fundament, erklärte Meyer damals. Er, der als kleiner Junge in der Hase das Schwimmen gelernt hatte, wußte aber auch, wie sich die Müller früher gegen die Unterspülungsgefahr schützten: Sie brachten Bretter auf der Sohle an und ließen das Wasser langsam abgleiten, um übermäßige Wirbelbildung zu verhindern.

Die Holzpflöcke, auf denen die Bretter vor vielen Jahrzehnten lagerten, sind heute noch im Flußbett zu erkennen. Aber das Wissen der Müller hat offensichtlich nicht Eingang ins Tiefbauamt gefunden. Schon damals, 1981, wurde Karl Meyers Warnung in den Wind geschlagen: " Es gibt keine Absenkungserscheinungen", teilte die Behörde damals gegenüber unserer Zeitung mit.

Im November 1987 starb Karl Meyer. Kurz zuvor hatte er noch erleben dürfen, daß seine Prophezeiung eingetreten war. Weil die Bauschäden inzwischen erhebliche Ausmaße angenommen hatten, mußte die Brücke aufwendig saniert werden. Doch das eigentliche Problem der Unterspülungsgefahr wurde dabei nicht aus der Welt geschafft, wie man heute weiß. (Hl)

Bilduntertitel:
SEINE WARNUNGEN wurden in den Wind geschlagen: Im Sommer 1981 wies der damals 77jährige Karl Meyer auf Bauschäden hin, die nicht nötig gewesen wären.Foto: Lahmann-Lammert/ Archiv
Autor:
rll


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