User Online: 1 | Timeout: 18:16Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bergmann: Fläche am Kamp nicht isoliert betrachten
Zwischenüberschrift:
Ellinghaus begrüßt ECE-Pläne für neues Einkaufszentrum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Pläne der Hamburger ECE-Gruppe für ein neues Einkaufszentrum am Kamp passen Stadtbaurat Jörg Ellinghaus gut ins Konzept: So ein Projekt sei eine Chance zur Belebung der Innenstadt, erklärte er gestern gegenüber unserer Zeitung. Kritische Töne schlug dagegen der Osnabrücker Projektentwickler Dr. Theodor Bergmann an: Die Fläche am Kamp dürfe nicht isoliert betrachtet werden, sonst sei die Zentralität von Osnabrück bedroht.

Bergmann hat in den vergangenen Jahren mehrfach die Initiative ergriffen, damit in der Innenstadt neue Akzente wirksam werden: So soll unter maßgeblicher Beteiligung privater Investoren schon in diesem Jahr der Betondecke im Bereich Öwer de Hase verschwinden, zumindest teilweise. Für die Große Straße wurde ebenfalls eine von privater Hand ermöglichte Umgestaltung auf den Weg gebracht. Und mit dem Neumarkt hat Bergmann noch Größeres vor: Am liebsten würde er einen neuen Tunnel für die Autos bauen, damit oben ein belebter Platz entstehen könnte.
Daß nun am Kamp ein neues Einkaufszentrum entstehen soll, ist in den Augen' von Bergmann zwar eine Chance, " daß Osnabrück aus seinem Dornröschenschlaf erwacht": Immerhin habe die Stadt schon oberzentrale Funktionen eingebüßt, die Kaufkraftbindung sei rückläufig, und der Einzelhandel könne sich nur schwer gegen die Märkte am Stadtrand behaupten.
Wer jetzt aber auf einen großen Investor wie die Hamburger ECE-Gruppe hoffe, setze sich womöglich einer " Riesen-

" Neumarkt spielt die entscheidende Rolle"

gefahr" aus: Der zur Bebauung vorgesehene Parkplatz am Kamp dürfe nicht isoliert betrachtet werden, sagt Bergmann, sonst drohe zum Beispiel die Johannisstraße völlig ins Abseits zu geraten.
Für die Innenstadt müsse ein ganzheitlicher Ansatz gefunden werden, vermerkt der Investor, der mit seiner Immobilien-Projektentwicklungs-Gesellschaft ein Standbein am Neumarkt hat. Dieser Platz spiele die entscheidende Rolle, wenn man die Zentralität im Auge behalte und ein Bindeglied zwischen Altstadt und Neustadt schaffen wolle. Mit dem Neumarkt sei die Frage des Busbahnhofs untrennbar verbunden, gibt Bergmann zu bedenken. Er hofft, daß doch noch Bewegung in die Frage der Verkehrsführung kommt, nachdem der Rat die jüngsten Tunnelpläne ad acta gelegt hat.
Die Frage des Busbahnhofs beschäftigt auch die SPD: Sie will prüfen lassen, ob die Nahverkehrsterminals an den Kamp verlegt werden können, damit der Neumarkt wieder zu einem zentralen Platz umgestaltet werden könnte. Wie es heißt, stehen die Stadtwerke diesem Vorschlag jedoch kritisch gegenüber.
Auch Stadtbaurat Jörg Ellinghaus kann sich nicht für eine Verlegung des Busbahnhofs erwärmen. Die Fläche am Kamp sei zu wertvoll, gibt er zu bedenken. Obwohl er von dem ECE-Vorhaben noch keine Pläne gesehen hat, bringt er für das Projekt viele Sympathien auf: Das wirke sich nicht nur auf den Einzelhandel aus, auch Uni-Einrichtungen, Büros und Wohnungen könnten integriert werden. Eine Bebauung am Kamp würde die Anstrengungen, die Innenstadt aufzuwerten, optimal abrunden, meint Ellinghaus.

Der Parkplatz sei ohnehin nur eine Zwischenlösung gewesen, bei dem Gelände handle es sich um ein " Filetstück", auch wenn es im Augenblick eher wie der Hinterhof der Großen Straße aussehe. Doch das werde sich voraussichtlich ohnehin bald ändern, kündigte gestern Planungsamtsleiter Franz Schürings an. Mehrere Anrainer der Großen Straße, darunter auch Versicherungsgesellschaften, wollen in nächster Zeit ihre Gebäude modernisieren. Vom Deutschen Ring wurde gestern bestätigt, daß Investitionen geplant sind. Dabei werde man auch die Pläne für das Umfeld im Auge behalten, hieß es gestern aus Hamburg. (rll)

Fotountertitel
VOM HINTERHOF DER GROSSEN STRASSE zum Schmuckstück? Auch an dieser Stelle soll schon bald investiert werden. Fotos: Michael Hehmann
Autor:
rll


Anfang der Liste Ende der Liste