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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Noch einmal das Fischsterben in der Hase"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu dem gestrigen Artikel " Noch einmal das Fischsterben in der Hase" geht uns aus dem städt. Untersuchungsamte nachstehende Mitteilung zu:
" Wie jedem Chemiker bekannt sein dürfte, lassen sich bei Flußwasseruntersuchungen nur dann Analysen vergleichen, wenn die untersuchten Proben genau unter denselben Bedingungen entnommen worden sind, d. h. zur gleichen Zeit und am gleichen Orte. Aus diesem Grunde können die von Herrn Heinig vorgenommenen Untersuchungen durchaus nicht mit denen des städt. Untersuchungsamtes verglichen werden, denn die von Herrn Heinig untersuchten Wasser-Proben wurden erst ca. 10 Tage nach dem Fischsterben aus der Hase entnommen. In dieser Zeit waren natürlich die schädlichen Abwässer der Papierfabrik schon längst wieder abgelaufen oder die Zellulosefasern hatten sich bereits auf dem Flußgrunde abgesetzt. Dies stimmt auch mit der Tatsache überein, daß schon einige Tage nach dem Fischsterben in vom städt. Untersuchungsamte in der Stadt entnommenen Hasewasserproben keine Zellulosefasern mehr nachweisbar waren. Beim Beginn des Fischsterbens waren dagegen Zellulosefasern in solchen Mengen im Hasewasser bis zur Pernickelmühle vorhanden, daß dieselben bereits mit bloßem Auge im Wasser erkennbar waren. Die an verschiedenen Stellen aus der Hase entnommenen Wasserproben mit sehr vielen Zellulosefasern wurden auch am 14. Juli in der Sitzung der städt. Kollegien vom Leiter des städt. Untersuchungsamtes vorgezeigt. Daß gerade derzeit in der Hase so gewaltige Mengen von Zellulosefasern vorgefunden wurden, findet seine einfache Erklärung darin, daß der sonst gestaute, die Abwässer der Papierfabrik aufnehmende Gretescher Mühlenbach plötzlich abgelassen war, so daß auf einmal außergewöhnlich große Mengen Papierfabrik-Abwasser in die Hase gelangt waren. Es mag schließlich noch bemerkt sein, daß gerade Papierfabrikabwässer zu den fischereilich schlimmsten Abwässern zu zählen sind.
Öffentliches Untersuchungsamt der Stadt Osnabrück
Dr. Ohlendorf"


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