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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Bv. Brück erkennt die Notwendigkeit der Kanalbauten in den beiden Straßen an, bedauert aber, daß das endgültige Projekt des Baurates Herzberg noch nicht vorliege, weil es unmöglich sei, die Kalamität der Haseverunreinigung zu beseitigen, ehe man den Kanal an der Buerschen Straße fertiggestellt habe. Redner hofft, daß im nächsten Frühjahr auch die Kanalisierung der Buerschen Straße erfolgen kann und daß man dann endlich wieder reines Hasewasser haben werde. Angesichts des gegenwärtigen Zustandes könne man die Zeitungsstimmen zur Haseverunreinigung nur als durchaus gerechtfertigt erklären.
Senator Dr. Haarmann pflichtet den von Bv. Brück gemachten Ausführungen durchaus bei; die Kanalisierung der Buerschen Straße sei aus wirtschaftlichen Gründen eine dringende Notwendigkeit geworden. Was die Haseverunreinigung betrifft, so ist ja darüber in den Zeitungen schon viel geschrieben worden. Ich weiß aber genau, so etwa bemerkt Redner weiter, woher der Schmutz kommt, und ich habe auch den Magistrat aufgefordert, Untersuchungen darüber anzustellen, woher die Abwässer kommen. In erster Linie kommen sie vom Schinkel und von der Buerschen Straße her, in zweiter Linie aus dem Fledder. Die sogenannten Fettschichten auf dem Wasser sind im Grunde gar kein Fett, sondern Rasen-Eisenstein-Zersetzungen, Zersetzungen organischer Substanzen aus dem Fledder. Redner weist ferner hin auf die Zuflüsse des Grabens am Eisenbahndamm nach der Schwanenburg zu; dort könne man ebenfalls sehen, wo die sog. Fettschichten herkämen. Wir kommen nicht früher zu besseren Zuständen, bis wir die Kanalisierung nach dem Herzbergschen Projekt durchgeführt haben; ist diese Kanalisation fertig, dann werden wir die übrigen Sünder bei der Haseverunreinigung schon herausfinden, und sollte man dann auch das Stahlwerk bei den Hammelbeinen fassen wollen, so habe ich nichts dagegen, wir sind für alles gerüstet. Ich meine nun aber auch, wir dürfen den Baurat Herberge nicht drängen; nun es schon solange gedauert hat, kann es auch auf 5 - 6 Monate nicht ankommen, wenn nur die Sache gut wird.
In letzterem Sinne spricht ich auch O.B. Dr. Rißmüller aus. Ohne Kanalisierung der Buerschen Straße könne an eine radikale Lösung der ganzen Frage nicht gedacht werden. Sobald aber der Kanal fertig sei, werde man mit aller Strenge gegen diejenigen vorgehen, die sich dann noch eine etwaige Zuführung von Schmutzwässern nach der Hase oberhalb der Stadt zuschulden kommen lassen sollten. Die Reinhaltung des Hasewassers ist nicht nur von Wichtigkeit im Hinblick auf die Osnabrücker Badeverhältnisse, sondern aus hygienischen Gründen überhaupt. Der Oberbürgermeister erwähnt dann noch zwei andere Projekte, nämlich die Verlängerung des Kanals in der Lengericherstraße und am Schnatgang; diese Projekte seien aber noch nicht ganz fertiggestellt, sie würden voraussichtlich in einer der nächsten Sitzungen den städtischen Kollegien zur Genehmigung unterbreitet werden. Die Kosten der Kanalverlängerung in der Meller- und Iburgerstraße, zusammen 141 000 M, seien allerdings groß, man müße aber mit diesen Arbeiten jetzt vorgehen, um die Zeit auszunutzen. Was die Ausführung der Arbeiten angehe, so werde in der Weise verfahren, daß die Beschaffung der Materialien erfolge durch die Stadt und im allgemeinen die Arbeiten an Unternehmer vergeben würden, soweit in letzterer Hinsicht nicht die Rücksichtnahme auf das heimische Gewerbe und den Stamm der von der Stadt beschäftigten eigenen Leute - etwa 80 Personen - ein anderes Verfahren angezeigt erscheinen lasse. Denn diese von der Stadt beschäftigten Leute könne man beim Nachlassen der Arbeit nicht ohne weiteres entlassen, weil sie bei Reparaturen usw. unentbehrlich seien. Aus diesem Grunde sei die Stadt naturgemäß nicht in der Lage, die sämtlichen Kanalarbeiten an Unternehmer zu vergeben.


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