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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Pläne für Kinozentrum am Bahnhofsvorplatz
Zwischenüberschrift:
50-Mio.-Investition - Verträge perfekt - Fip: Stadt ist attraktiv. Pläne für Kinozentrum am Bahnhof -Neuer Stil stimmt positiv
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Verträge über eine Gesamtinvestition von 5O Millionen Mark für ein Kinozentrum samt hochwertiger Gastronomie am Rand des künftig neugestalteten Bahnhofsvorplatzes hat am Donnerstag der Architekt Werner Hülsmeier mit einer Investorengruppe abgeschlossen. Hülsmeier tritt als Planer auf und stellte auf Nachfrage gestern gemeinsam mit Oberbürgermeister Hans-| ürgen Fip und Jens Markendorf von der Deutschen BauBeCon das bisher geheimgehaltene Projekt erstmals vor.
DieGesprächspartner machten unmißverständlich deutlich, daß das Vorhaben nur realisiert werde, wenn die Planungen für ein Parkhaus mit 700 Stellplätzen auf dem jetzigen Gelände des Postgebäudes zum Tragen kämen. " Diese Gespräche sind aber auf gutem Weg und die Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft (OPG) soll als Bauherr und Betreiber auftreten", sagte Fip.
Das von Hülsmeier vorgestellte Gebäude soll da entstehen, wo sich zur Zeit noch gegenüber vom Hotel Hohenzollern Bushaltestellen befinden. " An der Rückseite werden wir die Hase auf einer Länge von 60 Metern öffnen, damit der geplante Gastronomlebetrieb für gehobene Ansprüche auch außen am Wasser bewirtschaftet werden kann", so Hülsmeier. Ein Café schaffe auf der anderen Seite die Verbindung zum Bahnhofsvorplatz.
Das Kernstück des viergeschossigen Gebäudes, dessen Lage auf einer städtebaulichen Studie von Prof. Aminde für den Gesamtbereich fußt, bildet ein Kinozentrum mit 2000 Sitzplätzen und acht Sälen. Außerdem werden Verwaltungsräume geschaffen und für den Kellerbereich Ist eine Kleindiskothek vorgesehen. Neu für Osnabrück sind auch anmietbare Konferenzräume in Bahnhofsnähe, die mit modernster Multimedia-Ausstattung alle Kommunikations- möglichkeiten bieten.
Zu den Investoren selbst mochte sich Hülsmeier zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern. Sie kämen nicht aus Osnabrück und es handele sich nicht um den Hamburger Kionokönig Flebbe. " Die Verträge sind unter Dach und Fach, die Vorplanung steht und jetzt geht das gesamte Vorhaben zunächst einmal In die Verwaltung", sagte der Architekt. Die BauBeCon (früher Neue Heimat) tritt als Sanierungsträger für die Stadt auf und koordiniert die Maßnahmen, wie Jens Markendorf ergänzte.
Fip sprach von einer " positiven Entscheidung", die beweise, daß Osnabrück zunehmend auch für auswärtige Investoren interessant werde. Die Investition bestätige zudem die oberzentrale Bedeutung der Stadt und gerade ein solches Projekt in Bahnhofsnähe sei typisch für große Städte. Fip verwies außerdem darauf, daß mit dem geplanten zeitgleichen Bau des Parkhauses eine Gesamtinvestition von 80 Millionen Mark in den Standort Osnabrück erfolge.
" Das alles ist natürlich in einem Gesamtzusammenhang zu sehen, wobei wir darauf achten, daß die von der Landesregierung gemachten Förderzusagen fristgerecht eingehalten werden" so Fip. Er jedenfalls freue sich über das Engagement der Investoren und des Architekten Hülsmeier, denn mit dem Vorhaben steige die Attraktivität Os-
nabrücks sowohl nach innen als auch nach außen weiter. (fr)

Erste Reaktion
" Wir haben mit der UFA-Passage in Osnabrück bereits ein Multiplex-Kino, ein zweites wäre für eine Stadt dieser Größenordnung zuviel". So reagierte gestern abend Hermann Thieken als Mitbetreiber vom Hasetor-Klno, Universum und Cinema auf die Pläne. Er befurchtet bei deren Realisierung einen " glatten Verdrängungswettbewerb". Er könne nur hoffen, daß bei allen Entscheidungen der Stadt gewährleistet werde, daß die Existenz der unabhängigen Filmkunstkinos in Osnabrück nicht gefährdet wird.( fr)

Pläne für ein Kinozentrum am Bahnhof
Neuer Stil stimmt positiv
Von Christoph Franken
Na also, Osnabrück befindet sich trotz der vielfach beklagten wirtschaftlichen Lage offenbar im Aufwind: Anders ist die Entscheidung auswärtiger Kaufleute, am Bahnhof 50 Millionen Mark investieren zu wollen, nicht zu interpretieren. Die Stadt wird vielfach von außen als attraktiver angesehen, als die Einwohner sie selbst beurteilen. Die Ansiedlung des Remarque-Hotels ist dafür das deutlichste Beispiel.
Beim jetzt erstmals vorgestellten Kinozentrum fällt auf, daß die Investitionsverträge schon vor dem Beginn der eigentlichen Planung unterschrieben worden sind. Bisher wurden häufig Planungen mit viel Optimismus unternommen, von Steuergeldern bezahlt und erst dann begann die oft verzweifelte Suche nach einem Investor. Auch dieser neue Stil ist ein Beleg für das Vertrauen, das Geldgeber dem Standort Osnabrück, seinen politischen Entscheidungsträgern und der Verwaltung entgegenbringen.
Mit Blick auf künftige Investoren darf dieses Vertrauen nun nicht enttäuscht werden. Als erstes müssen die Verhandlungen über das angrenzende Postgebäude forciert werden, damit für das Parkhaus möglichst bald Planungssicherheit besteht. Das Projekt selbst muß in der Bauverwaltung zügig bearbeitet werden und der politische Raum sollte sich hüten, das Vorhaben zu zerreden oder mit Auflagen zu verwässern.
Naturlich wollen die Investoren Geld verdienen und bewerben sich um ein Filetstück in Bahnhofsnähe. Aber das ist legitim und paßt in die Vorstellungen der Stadt, die nicht nur den Vorplatz attraktiv gestalten will, sondern das gesamte Bahnhofsumfeld baulich besser an die Innenstadt und den entstehenden Gewerbepark auf dem früheren Klöckner-Gelände anzubinden versucht.
Außerdem belebt ein Kino den gerade abends oft tot wirkenden Bahnhofsbereich und die angrenzenden Straßen. Parksuchverkehr entfällt, da ein großes Parkhaus zur Verfügung steht und die optimale Anbindung an den Nah- und Fernverkehr der Drehscheibe Bahnhof macht dann so manche Autofahrt ohnehin überflüssig.
Also insgesamt ein idealer Standort und ein optimales Investitionsangebot an eine Stadt, die angesichts leerer Kassen solche Summen für städtebauliche Zwecke nicht mehr bewegen kann.
Bilduntertitel
IN ABÄNDERUNG dieses ursprünglichen Planes werden in dem großen Gebäunde keine Wohnungen oder ein Suprmarkt geschaffen, sondern hier entsthet das Kinozentrum. Auch der Innenhof wird überdacht. Auf der anderen Seite der Heinrich-Heine-Straße befindet sich das Hotel Hohenzollern. Rechts ist das geplante Parkhaus zu sehen, hier residiert momentan noch die Post. Die Hase am unteren Bildrand wird im linken Teil wiedr ans Tageslicht geholt. Zeichnung: Aminde + Loweg
Autor:
Christoph Franken


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