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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Eingesandt.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück, 15. Novemb.
Canalangelegenheiten. Sie brachten dieser Tage einen Bericht der gemeinschaftlichen städtischen Collegien. Daraus erfahre ich, daß für die Fortsetzung des Wallcanals vom Stadtbaumeister ein anderes Project ausgearbeitet sei, wodurch eine Ersparung von 6000 M erzielt wird. Ich erkenne die Absicht, zu sparen lobend an, da die heutige Zeit wohl danach angethan ist; aber wo Noth vorhanden ist, muß man eben nicht " knickern." Ich hatte gehofft, daß in der oben erwähnten Sitzung auch die Vorlage betreffs der Fortführung des Canals durch die Hermannstraße gemacht sei, bin jedoch enttäuscht, da der Herr Syndicus Möllmann erwähnt, daß darüber erst Verhandlungen mit den Anliegern gepflogen werden müßten. Wer will es dünken, daß seitcus der Anlieger schon genugsam Verhandlungen mit dem Magistratgepflogen seien, und der löbl. Magistrat wohl eingestehen haben müßte, daß die Wünsche derselben sehr berechtigte sind. Der Wunsch der Anlieger geht hauptsächlich dahin, eine geplasterte Straße zu bekommen, damit die vielen Passanten derselben ohne Unfall passiren, wie auch hauptsächlich dahin, daß die vielen dort passirenden Schulkindertrockenen Fußes zur Schule kommen können. Dieselben haben sich auch in der bedeutenden Mehrzahl für Aufbringung der Kosten bereit erklärt. Da ein Pflasterung vor der Canalisirung darum nicht thunlich ist, weil dadurch das sich ansammelnde Wasser in den tiefer liegenden Höfen und Gärten keine Abfluß hat, indem die Straßebedeutend höher angelegt wird, so muß eine Canalisirung vorangehen, deren Bedürfniß dem löblichen Magistrat schon längst nicht mehr fremd ist, da dadurch ein großer Theil der f. g. Wüste entwässert werden kann, und dadurch auch die Pflasterung der Kockschen Straße, welche wiederum ohne Canalisirung nicht thunlich ist, und für welche die Anlieger derselben sehr berechtigte Forderungen stellen, keinen Schritt näher gerückt wäre. Man sollte hoffen, daß der wohllöbliche Magistrat endlich den Wünschen der Anlieger wie der Passanten der Hermannstraße Rechnung tragen möge, damit dieselben nicht erst sich gedrungen fühlen müssem, dem Magistrat eine Offerte analog der Karharinenstraße zu machen, wozu dieselben entschlossen sind, falls ihnen dieser Weg die letzte Aussicht zum Ziele gibt. Außerdem bin ich der Meinung, daß gerade die jetzige Zeit ganz dazu geeignet ist, derartige Arbeiten zu fördern, um manch Einem Gelegenheit zu geben, sich und seine Familie ehrlich durch die Welt zu bringen. Es werden für so manche Sachen Gelder bewilligt, welche nach meiner Meinung weniger dringlich sind, wie z. B. die letzthin bewilligten Gelder für feuerfeste Schränke ec., und soll man da, wo ein dringendes Bedürfniß wie hier vorliegt, nicht allzusehr den Knopf auf dem Beutel halten. Soll der Wallhauptcanal seinen Zweck erreichen, so muß derselbe auch da, wo er leicht forgeführt werden kannn, und keine sonstigen Hindernisse, wie Offenlegung einer Straße, vorliegen, auch weitergeführt werden; man könnte sonst versucht sein, zu glauben, daß derselbe lediglich zum Zwecke der Entwässerung des fast verlaufenden Kellers der neuen Volksschule bis dahin gebaut sei, denn durch die Aufnahme des Prinzen- und Stadtgrabens ist für die Entwässerung der Wiesen nicht viel erreicht. Der Canal erfüllt erst dann seinen Zweck, wenn derselbe die Wasser der Straßenzüge aufnimmt.


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