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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neue Heimat für bedrohte Tiere und Pflanzen
Zwischenüberschrift:
Kommunen wollen gemeinsam Haseauen revitaliserieren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (HN) In einem bundesweit einmaligen Vorhaben soll jetzt die Hase und ihre landschaftliche Umgebung wieder naturnah gestaltet werden. Der eigens zu diesem Zweck gegründete " Verein zur Revitalisierung der Haseauen", zu dem die Landkreise Osnabrück, Steinfurt, Emsland, Cloppenburg, die Stadt Osnabrück, die Hochschule Vechta sowie die Landwirtschaftskammern Weser-Ems und Westfalen-Lippe gehören, will das Vorhaben verwirklichen.
Das gab jetzt der Umweltdezernent des Landkreises Osnabrück, Wilhelm Niemann, zusammen mit Vertretern der beteiligten Behörden in einem Pressegespräch bekannt (wir

Fremdenverkehr durch Renaturierung

berichteten kurz). Die 168 Kilometer lange Hase überquert zwischen dem Quellbereich in Dissen und Meile und der Mündung bei Meppen zweimal die Landesgrenzen und fünfmal die Grenze von Gebietskörperschaften.

Eine Reihe von Sperrwerken, deren Anzahl derzeit noch nicht genau bekannt ist, so Hartmut Escher von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Osnabrück, sollen eingeebnet werden. Ziel sei es, die Niederungen wieder zu natürlichenÜberschwemmungsgebieten und damit zu einer neuen Heimat für bedrohte Tiere und Pflanzen werden zu lassen. Der Hochwasserschutz für Siedlungsgebiete solle jedoch gewährleistet sein, sagte Escher. Darüber hinaus stünden die Vereinsmitglieder auch mit den Landvolkverbanden in Verbindung, um mit ihnen die jeweiligen Maßnahmen zur Herstellung des Biotopverbundes entlang des Gewässers abzusprechen und zu koordinieren.

Wilhelm Menke, Leiter des Amtes für Regionalplanung und Landespflege im Lankreis Emsland, verfügt bereits über Erfahrungen mit der Renaturierung der Hase. Insgesamt 18 Millionen DM sollen dort bis 1999 für das Projekt bereitgestellt werden.
Daß ein Vorhaben von solchem, Umfang außerordentliche Investitionen verlangt, schreckt den neu gegründeten Verein nicht. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützt das Projekt bereits mit einer Studie über Gegebenheiten und Erfordernisse und habe weiter Gelder zugesichert, sagte Niemann.
Interesse an der Mitarbeiter haben auch der " Zweckverband Hasetal', der " Naturschutzbund" (NaBu) sowie andere Organisationen bekundet. Mit der Renaturierung der Hase soll ein Erholungsgebiet entstehen, das den Fremdenverkehr ankurbele, so Niemann. " Wir wollen nicht nur Naturschutz praktizieren, sondern auch Arbeitsplätze schaffen."
Den Vorsitz im Vorstand des Vereins zur Renaturierung der Hase hat der Landkreis Osnabrück. Stellvertreter ist der Landkreis Emsland. Als Geschäftsführerin wurde die Diplomgeographin Ute Wischmeyer für zunächst zwei Jahre bestellt. Ihre Stelle wird von der Bundesumweltstiftung finanziert.

Fotountertitel
DER ZEIT VORAUS war die Geschäftsführerin des Vereins zur Revitalisierung der Haseauen, Ute Wischmeyer, als sie abgefülltes Hasewasser mit eigens entworfenem Flaschenetikett der Presse vorstellte. Foto: Holger Nicolaus
Autor:
HN


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