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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stammt Gift vom Karmanngelände?
Zwischenüberschrift:
Ermittlungen nach Fischsterben
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Stammt Gift vom Karmanngelände?
Ermittlungen nach Fischsterben
Hunderte von Fischen sind beim jüngsten Fischsterben in der Hase (wir berichteten) wahrscheinlich durch die Einleitung organischer Lösungsmittel verendet. Wie gestern weiter bekannt wurde, gelangten die Lösungsmittel, die unter anderem zur Verdünnung von Lacken verwendet werden, auf halber Strecke zwischen Schellenbergstraße und Hamburger Straße ins Wasser. Hier wurde der erste tote Fisch gefunden. Die Umweltpolizei ermittelte gestern auf dem Gelände der Firma Karmann.

Eine genaue Lokalisierung der Einleitungsstelle sei erst nach der Analyse der Proben möglich, sagte die Umweltpolizei auf Anfrage. Die Analyseergebnisse liegen voraussichtlich heute nachmittag vor. Nicht auszuschließen sei, daß die Stoffe durch die Oberflächenentwässerung des Firmengeländes in die Hase gelangt seien. Der Geruch auf dem Gelände erhärte diesen Verdacht, so die Ermittler. Die Polizei äußerte sich lobend über die Kooperationsbereitschaft der Umweltbeauftragten bei Karmann.
Bei Karmann ging man gestern abend allerdings davon ans, daß die giftigen Stoffe nicht vom Firmengelände gekommen sein können.

Noch in Höhe des Haarmannsbrunnes entdeckten ebenfalls mit der Untersuchung des Falles beauftragte Biologen die letzten Kadaver. Diplom-Biologe Carsten Dense berichtete von toten Hechten, Zandern, Brassen, vielen Rotaugen, Flußbarschen, Aalen und Haseln. Der Unterhal tungsverband obere Hase hatte das Abfischen der Kadaver übernommen.

Von einem totalen Fischsterben könne man allerdings nicht sprechen, so Dense weiter. In den Krautzonen und Stillwasserbereichen auf dem vergifteten Flußabschnitt seien benommene, aber noch lebende Fische gefunden worden. Hinter der vermuteten Einleitungsstelle ist die giftige Fahne vor allem in der linken Flußhälfte abwärtsgetrieben. Schwerpunkt des Fischsterbens war das Wehr am Pottgrabenbad. Dort waren die Lösungsmittel aufgewirbelt und stärker im Fluß verteilt worden, (swa)
Autor:
swa


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