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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Sitzung der städtischen Collegien.
Zwischenüberschrift:
am 17. August.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Herr Syndicus Möllmann eröffnet die Sitzung und theilte mit, daß Herr Miquel die Wahl als Bürgermeister angenommen und daß der Magistrat bei der Kgl. Regierung um dessen Bestädigung nachgesucht habe, es sei zu wünschen, daß diese bald erfolgen möge, da Herr Miquel Anfangs September disponidel sei und die baldige Uebernahme des Bürgermeiterpostens von Seiten dieses Herrn erwünscht sei. -- Sodann theilte Vorsitzender noch mit, daß am Freitag eine Sitzung des Gesundheitsraths stattfinden werde, von den Bürgervorstehern seien Mitglieder desselben die Herrn Jmmeyer, Gosling, Vehre und Dettmer. Hierauf trat man in die Tagesordnung ein.
1. Nationalfest am Sedantage. Herr Syndicus Möllmann referirte, daß in diesem Jahre das Comitee zur Feier dieses Tages zusammengetreten sei. Die Feier werde in gleicher Weise wie im Vorjahre begangen werden. Im vorigen Jahre glaube der Festvorstand dasselbe mit 600 Thlr. dazu hergegeben: daß ein Gleiches auchin diesem Jahre geschehen werde, habe man sich versichert gehalten. Es seien nun zwei Wege, um das übrige Geld aufzubringen, entweder durch Sammlungen oder vermittelst Aufrufs in öffentlichen Blättern. Von Seiten des Comitee´s sei nun das Ersuchen gestellt, statt wie bisher 300 Thlr., 600 Thlr. zu bewilligen, um die Sammlungen zu beseitigen. Vorsitzender verstellt solches nun dem Ermessen der Collegien. -- Herr Senator Dreinhöfer hebt die Bedeutung des Festes hervor und ist der Ansicht, daß es besser sei, wenn die Kosten aus der Stadtcasse gezahlt würden, als wenn man dieselben durch Sammlungen deckte: denn in diesem Falle trügen Alle dazu bei, während bei einer Sammlung dieses Einzelne treffe, denn es würden ja Alle zur Theilnahme eingeladen. Im vorigen Jahre habe es sich gezeigt, daß die Sammlungen im Ertrage zurückgegangen, und wenn man in diesem Jahre sammele, so würde diese Sammlung vielleicht kläglicher ausfallen. Es wäre Schade, wenn das Fest ausflöge, es sei der Fortbestand dieses Volksfestes sehr zu wünschen und eine Ehrensache der Stadt, die Kosten zur Feier des Tages der Wiedergeburt Deutschlands, den man in Ehren halten müsse, zu übernehmen. Er stelle deshalb den Antrag, den Beitrag von 600 Thlr. zu bewilligen, unter der Bedingung, daß nicht gesammelt werde. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.
2. Nachbewilligung für die Töchterschulbau. Der Herr Vorsitzende theilt mit, daß die Rechnung über den Bau der Töchterschule abgeschlossen sei. Die Gesammtkosten betrügen 177, 092 M. . 0 Pf. Der Aufschlag sei nur um 7600 M. überschritten, und wird um Nachbewilligung dieser Summe ersucht. Motivirt wird die mehr verausgabte Summe durch die Arbeiterverhältnisse und Mangel an Arbeitern, die 1874 eine große gewesen sei, der Strike der Tischlergesellen und dgl. m. Eine Nachbewilligung von 12, 000 M. ist bereits im Mai erfolgt. Herr B.-Vorsteher Strick wünscht, daß sich ein Modus finden möge, nach welchem den Nachbewilligungen ein Ende gemacht würde. Ein Privatunternehmer müsse genau tariren, das müsse der Stadtbaumeister auch, er glaube, es würden die Aufschläge nicht genau gemacht. -- Der Herr Syndicus führt aus, daß den Stadtbaumeister keine Schuld treffe und hält die ausgeführten Entschuldigungsgründe für die Ueberschreitung für begründet. -- Herr B.-Vorsteher Schulz ist nicht gegen die NAchbewilligung, hebt aber hervor, daß die Anschläge genauer sein müßten, denn wenn der Anschlag auf 150, 000 M. laute und dann die obige Höhe erreiche, so sei solches zu tadeln. Auch Herr B,- V. Immeyer sprach sich für Vermeidung solcher Vorkommnisse aus. Nachdem sich Her Syndicus Möllmann noch eingehend über die Gründe der Ueberschreitung ausgesprochen und hevorgehoben, daß man den Schulbau nicht mit Privatbauten vergleichen könne, da die städtischen Bauten zur Verhütung von Reparaturen dauerhaft ausgeführt werden müßten, wurden die 6700 Mark nachbewilligt.
3. Bausachen. Gegen die Feststellung der Straßenzüge zwischen Buerschen Straße und dem Stahlwerk an der Venlo-Hamburger Bahn sind Anträge von drei Anliegern, des Dr. Dyckhof, Dr. Lepenau und Amtsvogt Schulze eingegangen, welche zur Verschiebung von einigen Metern ersuchen, mit welcher sich die Collegien einverstanden erklärten. -- Vom Klosteramtsmann Reinecke war der Antrag gestellt, im Großen Hase-Esch am Thurmhügel unmittelbar vor dem Halterthurm einige Straßenzüge offen zu legen zum Anbau. Nach dem vorliegenden Plane erfolgt die Genehmigung. -- Als öffentlicher Fahrweg wurde die Katharinenstraße zwischen dem Kanzlerwall und der Arndtstraße erklärt. -- Für Reparatur zweier Einquartierungshäuser wurden 396 und 300 Mark bewilligt. -- Schlossermeister Dreinhöfer will sein Haus Nr. 7 der Dielingerstraße vorrücken, um sich der Baulinie anzuschließen. Der vor demselben liegende Platz, der Stadt gehört, wird ihm mit 100 Thlr. berechnet. -- Ein Baugesuch des Zimmermanns Feldkamp zum Baue eines Wohnhauses und Nebengebäudes an der Bramscherstraße wird genehmigt. Ein ferneres Gesuch des Herrn Bartow (?) an der Herderstraße wird ebenfalls genehmigt.
4. Nachbewilligung für die Siele. Vorsitzender berichtet, daß das Sielsystem unserer Stadt jetzt eine Länge von 11, 232 Mtr. umfasse, und daß sich dasselbe so herausgestellt habe, daß es allen Anforderungen entspreche. Es seien an 9493 Meter spülbar und noch 28 Zugänge für den Fall einer Feuergefahr zu schaffen, welche einen Kostenaufwand von 3200 Mark erforderten. Diese Summe ward bewilligt.
5. Hierauf folgte vertrauliche Sitzung.


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