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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Abbiegern droht Anzeige
Zwischenüberschrift:
Katharinenviertel: Anwohner sind verärgert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Anwohner der Katharinenstraße haben zur Selbsthilfe gegriffen, weil sie sich von der Stadt im Stich gelaasen fühlen.

Seit die Fahrbahnschwellen vor über zwei Monaten demontiert wurden, häufen sich die Klagen über zu schnelles und rücksichtslosen Fahren in der verkehrsberugten Zone. Mit großflächigen Transparenten wird jetzt Klarheit geschaffen: " Verkehrsberuhigung heißt 7 km/ h!"
Das Wohnviertel rund um den Gustav-Heinemann-Platz ist mit blauen Symbolen beschildert, die auf eine Spielstraße hindeuten. Doch den Anwohnern erscheit es viel zu gefährlich, Kinder auf der Straße spielen zu lassen, denn kaum ein Auto oder Fahrrad hält sich an die Schrittgeschwindigleit. Sie beträgt laut Straßenverkehrsordnung 5 bis 7 Stundenkilometer.

Anwohner haben sich dafür eingesetzt, daß wieder Fahrbahnschwellen montiert werden, um wenigstens die schlimmsten Auswüchse zu bremsen. Doch das ist derzeit nicht vorgesehen: 1996 soll die Katharinenstraße umgestaltet werden, deshalb hüteen sich die Stadtväter vor Geldausgaben, die nur für kurze Zeit Nutzen stiften können. Damit wollen sich Lennart Neuffer und die anderen Mitglieder der Nachbarschaftsinitiative nicht zufriedengeben. Sie beschweren sich, der Verkehr habe zugenommen, und es werde noch schneller gefahren.
Verärgert sich sie vor allem über jene Zeitgenossen, die den Weg Herderstraße - Katharinenstraße - Arndtstraße als Abkürzung nehmen, obwohl das in den Hauptverkehrszeiten durch ein Abbiegeverbot verhindert werden soll. Doch das Schild werde von den meisten Autofahren mißachtet, klagen die Anwohner. Sie wollen deshalb - nach vorheriger Warnung - jeden Anzeigen, der dennoch falsch abbiege.

Aufmerksamkeit haben sie seit einigen Tagen mit den Transparenten und den von Kindern gemalten Plakaten erregt, die an den Beleuchtungsmasten hängen. Weitere Aktionen sind geplant: Bei schönem Wetter wollen Eltern und Kinder die Straße erobern, um gemeinsam Ball zu spielen. Damit sollen die Autofahrer zu angepaßter Fahrweise gezungen werden, aber zugleich soll es auch Spaß machen.

Bildtext:
NICHT TEMPO 30, SONDERN SCHRITTGESCHWINDIGKEIT: Eine Nachbarschaftsinitiative will die Autofahrer zu langsamer Fahrweise auf der Katharinenstraße bewegen. Von der Stadt fühlen sich die Anwohner im Stich gelassen.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
rll


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