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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Jäger nahmen die Enten aufs Korn
Zwischenüberschrift:
Abgestimmte Aktion: Jägerschaft erlegte 353 Wildenten im Stadtgebiet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Jagd ist angewandter Naturschutz." Getreu diesem Motto griffen die Jäger im Gebiet der Stadt Osnabrück am Montag abend nun doch zur Flinte und nahmen die Enten aufs Korn. Um die Probleme zu mindern, die in der Vergangenheit durch einen zu hohen Entenbesatz an Teichen und Flußläufen aufgetreten waren, wurden dabei insgesamt 353 Wildenten erlegt.

Kreisjägermeister Clemens Freiherr Ostman von der Leye gab gestern einen Streckenbericht. Danach wurden allein im Hegering West 159 Enten und Erpel geschossen. Insgesamt waren es mehr als ein Drittel der sonst im ganzen Jahr erlegten Wasservögel. Bei der zwischen den Hegeringleitern abgestimmten Aktion waren die Jäger an der Düte, an der Hase und an mehreren Teichen im Stadtgebiet postiert. Geschossen wurde bis in die Abenddämmerung hinein. Zu dieser Zeit suchen die Vögel auf dem " Entenstrich" ihre Nachtquartiere auf.

Freiherr Ostman erneuerte bei dieser Gelegenheit auch den Appell der Jägerschaft, die übermäßige Fütterung der mittlerweile fast domestizierten Enten an den Ufern einzustellen: " Die Tiere werden verwöhnt und sind dann im Winter unfähig, sich selbst zu ernähren."

Neben den bereits mehrfach geschilderten negativen Auswirkungen der " Entenplage" wie schlechte Wasserqualität durch Entenkot und faulende Brotreste sowie die Gefahr von Tierseuchen wies er auch auf einen weiteren Aspekt hin: " Was nützt der Amphibienschutz bei der Krötenwanderung, wenn der ganze Froschlaich von den Enten vernichtet wird?"

Ungeachtet der jetzt erzielten Bestandsreduzierung bleibt die Situation an manchen Teichen im Wohngebiet weiter unverändert: Am Pappelsee etwa hocken nach wie vor über 100 mit Brot und Kuchen gemästete Vögel am Ufer. Hier kann wohl nur der ständig erneuerte Appell helfen: " Wahre Tierfreunde füttern nicht." fhv

Bildtext: REICHE BEUTE machten die Jäger im Stadtgebiet bei einer gemeinschaftlichen Entenjagd. Mit dabei war auch Heinrich Vahle aus Atter mit seinem " Tell". Foto: Klaus Lindemann
Autor:
fhv


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