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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Keine Nachteile für Mieter der Neuen Heimat
Zwischenüberschrift:
Treukredit verwaltet 8.160 Wohnungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Keine Nachteile für Mieter der Neuen Heimat"

Treukredit verwaltet 8160 Wohnungen

Mieter der etwa 1080 ehemaligen Neue-Heimat-Wohnungen in Osnabrück, die im vergangenen Jahr den Besitzer wechselten, müssen " grundsatzlich nicht" mit Mieterhöhungen rechnen. Auch " wird zunächst in Osnabrück erst einmal gar nichts verkauft". Das betonte Karl Meißner, Geschäftsführer der Treukredit GmbH in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Die Treukredit, die an der Hansastraße ein neues Büro eröffnet hat, verwaltet von dort aus alle etwa 8160 Wohnungen, die in Niedersachsen von der Neuen Heimat in den Besitz der " ALLWO, Allgemeine Wohnungsvermögens AG", mit Sitz Hannover, übergingen.

Wie Meißner weiter betont, bleibt der Mieterschutz unangetastet und wird sogar noch durch privatrechtlich-notarielle Vereinbarungen gestärkt. Auch bleibe die Sozialbindung erhalten. Wenn anderswo in Niedersachsen an Dritte verkauft werde, so bekomme der Mieter sein Wohnrecht notariell auf Lebenszeit garantiert.

Aus Mieterkreisen waren Befürchtungen laut geworden, dass Wohnungen verkauft oder durch Modernisierung teurer werden könnten. Dieses Problem war auch Thema der Dezernenten-Konferenz der Stadt, weil unter den Mietern nicht wenig einkommensschwache Personen sind. Wie uns Stadtbaurat Franz-Josef Klöcker dazu im Anschluß an die Gespräche der Dezernentenrunde auf Anfrage mitteilte, wird die Stadt, sofern sie die rechtlichen Möglichkeiten dazu hat, alles tun, um solche Entwicklungen zu verhindern. Klöcker: " Wir wollen auf keinen Fall, dass der Eigentumswechsel zu einem Verdrängungsprozeß führt."

Die Einflußnahme der Stadt beschranke sich auf die Wohnungen, die beim Bau mit staatlichen oder städtischen Mitteln gefördert wurden. " In solchen Fällen", so Klöcker, " werden wir unser Mitspracherecht voll ausschöpfen." Zur Zeit seien der Stadt allerdings keine Fälle bekannt, die zur Besorgnis Anlaß geben könnten.

Wie aus dem Rathaus weiter zu erfahren war, ist die Stadt auch von Anfang an über den Eigentumswechsel informiert worden, der sich mit Wissen und Billigung der Landesregierung vollzogen habe, in der Hoffnung, damit endlich die " Kuh vom Eis" zu haben. Auch die Treukredit und die Neue Heimat hätten die betroffenen Mieter von der neuen Situation schnell in Kenntnis gesetzt.

Von den 1080 Wohnungen in Osnabrück stehen die meisten in Haste (über 300), am Jeggener Weg (ca. 190), im Bereich Kalkhügel (60) und im Bereich Sonnenhügel/ Knollstraße( 74). Der Rest verteilt sich auf das übrige Stadtgebiet. Wie Treukredit-Geschäftsführer Meißner auf Fragen bestätigt, ergibt sich bei vielen Wohnungen ein erheblicher Instandhaltungsstau, weil wegen der Situation der Neuen Heimat in den letzten fünf bis zehn Jahren nichts gemacht worden sei. Die meisten Wohnungen seien älter als 20 Jahre.

Die Treukredit, die ihre Aufgabe am 1. Oktober übernommen hat, beschäftigt in Osnabrück 20 Mitarbeiter, die alle neu eingestellt wurden und im Osnabrücker Raum zu Hause sind. Meißner: " Es ist nicht auszuschließen, dass unser Wohnungsbestand, den wir verwalten, aufgestockt wird und damit dann auch die Zahl der Mitarbeiter in Osnabrück. Wir haben uns, obwohl man uns gerne in Hannover gesehen hätte, für Osnabrück entschieden, weil die Arbeitslosigkeit hier besonders hoch ist."

Übrigens werden, wie Meißner weiter informierte, auch NATO-Wohnungen in Osnabrück und Umgebung (u. a. Dodesheide und Beim), von der Treukredit verwaltet, i lerdings von der Dortmund Niederlassung des Unterne mens. Weitere Niederlassu gen gibt es in Hamburg ur Köln. Das Unternehmen b schäftigt sich seit 1974 mit de artigen Aufgaben.

ÜBER 300 WOHNUNGEN, die aus dem Besitz der Neuen Heimat auf die " ALLWO" übergingen, werden von der Treukredit allein In Haste verwaltet. Foto: Michael Münch

Dazu zählen unter andere Instandhaltung, Pflege der Mietverhältnisse, das Aufstellen von Hausordnungen, Abrechnung, Buchhaltung und alle rechtlichen Angelegenheiten wie Kündigungen. In Osnabrück habe es im übrigen seit Übernahme der Betreuung keine Kündigung eines Mietverhältnisses gegben. Von den drei hauptamtlichen Hausmeistern seien zwei übernommen worden, der dritte habe sein Arbeitsverhältnis auf eigenen Wunsch gelöst.

AUCH WOHNUNGEN am Jeggener Weg sind vom Eigentumswechsel betroffen.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
kh


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