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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Inhalt:
Überschrift:
Botulismus: Der Tod aus dem Uferschlamm
Zwischenüberschrift:
Entensterben auf den Teichen macht Hegeabschuß nötig
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das hochsommerliche Wetter in den vergangenen Tagen brachte den Tod: Auf vielen Teichen in der Dodesheide, in Eversburg und an der Hase im Stadtgebiet tritt zur Zeit ein massenhaftes Entensterben auf. Der Grund dafür ist Botulismus, die explosionsartige Vermehrung einer im Schlamm der Uferzonen lebenden Bakterie, die das stärkste bekannte organische Gift produziert.

Vor allem die häufig vorkommenden Enten, aber auch alle anderen Wasservögel nehmen diese Bakterien mit dem Schlamm auf. Im Körper führen sie zu einer Lähmung der Atemmuskulatur: Die Tiere werden apathisch und ersticken schließlich. Allerdings sind die hilflosen Vögel dabei einem besonderen Streß ausgesetzt, da sie sich vor ihren natürlichen Feinden nicht retten können. Auch den Menschen werden sie in dieser Situation als angstmachende Bedrohung erleben.

Tierschützer Wolfgang Herkt fordert deshalb die zuständigen Jagdausübungsberechtigten zum " Hegeabschuß" aller erkennbar infizierten Enten auf. Hierzu sollten die Revierinhaber die nach dem Jagdgesetz mögliche Aufhebung der Schonzeit beantragen. Eingegangene Tiere oder erlegte Enten dürfen nach Angaben von Herkt keinesfalls vergraben werden, da damit erneut Botulismus-Bakterien freigesetzt werden. Vielmehr seien die Kadaver der Tierkörperbeseitigung zuzuführen.

" Keinesfalls" sollten bei Anhalten der Infektionswelle Kinder aus falsch verstandener Tierliebe hilflose Wassergeflügel aufpäppeln wollen, da so auch Infektionsgefahr bestehe. Angesichts der Botulismus-Epidemie sei vielmehr der vermehrte Abschuß eine Form von ,, praktiziertem Tierschutz". fhv
Autor:
fhv


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