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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bessere Lebensbedingungen für Stadtbäume gefordert
Zwischenüberschrift:
Zum 6. mal Baumpflegetage in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bäume haben es schwer in der Stadt: Ihre Wurzelfläche ist versiegelt und von Versorgungsleitungen eingeengt, Streusalz behindert ihren Stoffwechsel und parkende Autos kratzen an der Rinde. Weiteres Unheil droht Straßenbäumen durch Bauarbeiten (auch im Wurzelbereich) und durch das ohnehin ungünstige Stadtklima. Jeder zweite Stadtbaum ist nach Ansicht von Fachleuten gefährdet. Um diese und andere Themen ging es bei den 6. Osnabrücker Baumpflegetagen, die gestern in der Stadthalle zu Ende gingen. 240 Teilnehmer, vor allem Mitarbeiter von Kommunalverwaltungen, informierten sich zwei Tage lang in der Stadthalle.

Die Osnabrücker Baumpflegetage sind eine Gemeinschaftsveränstaltung vom Grünflächenamt der Stadt und der Fachhochschule. Diskussionen hatte es in der letzten Zeit häufig gegeben, weil die Baumchirurgie zur Zielscheibe der Kritik geworden war. Aber in der jetzigen Veranstaltung ging es nur am Rande um das Fräsen, Bohren und Sägen am " Patienten Baum".

Im Vordergrund stand vielmehr die Lebensfähigkeit der wertvollen Sauerstoffspender in einem für sie lebensfeindlichen Klima. Für die Züchtung widerstandsfähiger Arten mit kleineren Kronen sprach sich der Baum-Sachverständige Gerd Bollmann aus: Es müsse gelingen, streßresistente Bäume zu entwickeln, erklärte er in der Pressekonferenz. Anderen Referenten ging das zu weit. Prof. Dr. Lyuobomir Dimitri erklärte, nach der selben Logik müsse ein krebsresistenter Mensch her. Die Ursachen des schleichenden . Baumtods müßten bekämpft werden.

Es gehe um die Wertigkeit, meinte Dr. Horst-Herbert Witt von der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Bad Zwischenahn. Das gelte auch, wenn eine neue Straße oder ein neuer Radweg geplant werde. Prof. Dr. Horst Ehsen, Mitinitiator der Osnabrücker Baumpflegetage, forderte neue Normen zum Schutz der Bäume: Mindestens 16 Quadratmeter Wurzelfläche seien nötig, um sie dauerhaft am Leben zu erhalten. Andere Teilnehmer sprachen sich für eine bessere Schulung von Baggerführern und anderen Tiefbauern aus, um vor Ort Beschädigungen zu vermeiden. Viele Fehler, so hieß es, seien allein der Dummheit des Menschen zuzuschreiben.

Wenn ein Baum dann aber doch schon Schaden genommen hat, meinte Dr. Horst-Herbert Witt, dann solle man lieber konsequent sein und sich von ihm trennen. Statt am grünen Patienten herumzusanieren sei es sinnvoller, ihn " umzulegen" und eine neue Generation aus der Baumschule zu pflanzen. rll
Autor:
rll


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