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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Saubere Umwelt wird teuer
Zwischenüberschrift:
Kläranlage Eversburg: Ausbau kostet 27 Millionen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
,, Umweltschutz ist nicht kostenlos zu haben", so sagt Tefbauamtsleiter Kurt Jäger im Hinblick auf jene 27, 7 Millionen Mark, die nach der jetzigen Planung der Ausbau der städtischen Kläranlage in Eversburg in den nächsten Jahren kosten wird. Die Arbeiten beginnen noch in diesem Jahr mit neuen Grob- und Feinrechen, die den feisten Schmutz aus dem Abwasser ziehen sollen.

lDas bringt nach Jägers Einschätzung zwar schon eine " zehnprozentige Verbesserung". Wichtiger aber wird eine zusätzliche 3. Reinigungsstufe sein, die jene Stickstoff- und Phosphatverbindungen zurückhält, welche für die Überdüngung der Gewässer und für die tödliche Algenpest in der Nordsee verantwortlich gemacht wird. Über den Zustand der Kläranlage in Osnabrück wird seit Jahren diskutiert. 1985 legte Professor Seyfried von der Universität Hannover ein Gutachten vor, das dem Klärwerk in Eversburg schlechte Noten erteilte: Der Reinigungseffekt liege " noch in einem Rahmen, daß der Staatsanwalt nicht eingreift". Zwischen den Pegeln Lüstringen und Eversburg stellte er einen starken Anstieg von Phosphaten und Stickstoff fest. Die Folge: Übermäßiges Wachstum von Algen und Wasserpflanzen, Sekundärverschmutzung und Fischsterben in den Gewässern bis hin zur arg geschundenen Nordsee.

Die Planer sind in den vergangenen Jahren nicht untätig gewesen: Tiefbauamtsleiter Kurt Jäger spricht von einem neuen kombinierten biologisch-chemischen Verfahren zur Ergänzung der jetzigen mechanischen und biologischen Reinigung. Der Ausbau wird etwa 27, 7 Millionen Mark kosten.

Vorsorglich hat die Stadt einen Kredit zu günstigen Konditionen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragt, die kommunale Investitionen im Umweltschutz fördert. 2, 5 Millionen Mark sind für dieses Jahr bereits bewilligt; 6, 1 Millionen für 1989 beantragt. Zu den Kosten für die Verbraucher stellt Jäger fest: " Mit 1, 07 DM pro Kubikmeter Abwasser haben wir mit die niedrigsten Gebühren im Bundesgebiet. Da wird die dritte Stufe mindestens 22 Pfennig mehr kosten."

Für Stadtbaurat Franz-Josef Klöcker ist der Ausbau der Kläranlage nur eine Frage der Finanzierung. Letztlich müsse der Rat angesichts der " Fülle ernster Probleme" im Umweltbereich Prioritäten setzen und entscheiden, was zuerst angepackt werden solle. fhr
Autor:
fhr


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