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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Kein Badespaß"
Zwischenüberschrift:
Um den Artikel ,,Gegen ,Spaßbad' keine Einwände?" (Ausgabe vom 16. 5.) geht es in diesen Zuschriften.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
,, Es ist schon etwas merkwürdig, in welcher Art und Weise der Rat bzw. die Stadt Osnabrück Informationen verstreut, nachdem es keinerlei Einwände gegen die Schließung des Freibades Wellmanns-Brücke geben würde, bzw. gegen die Umwandlung in ein sogenanntes Freizeitbad. Hier werden kurzfristig Einspruchsmöglichkeiten eingeräumt, welche dann aber aufgrund der Kruzfristigkeit vom Bürger nicht wahrgenommen werden können. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, das Freibad Wellmanns-Brücke muß in seiner jetzigen Form sterben.

Die Fakten sind: Die Stadt Osnabrück schließt das Freibad Wellmanns-Brücke, sie vernichtet Bademöglichkeiten für Tausende im Raum Voxtrup, Lüstringen und Schinkel . . .

Unsere Fragen an den Rat der Stadt Osnabrück: Wer sind die Investoren, wer kommt davon aus Osnabrück . . . Für die Bürger beträgt der Eintrittspreis 20—30 DM pro Tag. Dies ist doch für die meisten Bürger ein sehr teurer Spaß, und die bittere Realität wird sie spätestens am Kassenhäuschen einholen, die weniger Begüteten werden feststellen müssen, daß es für sie keinen Badespaß mehr gibt.

Doch was droht der Stadt (und damit auch uns Steuerzahlern)? Gegebenenfalls Schadensersatzansprüche der Anlieger (in Millionenhöhe) aufgrund von Wertminderungen ihrer Grundstücke durch willkürliche Änderung des Bebauungsplanes. Das Verkehrsproblem (ca. 500 000 Besucher pro Jahr) ist hier in keiner Weise gelöst noch lösbar ..."

Dr. Elmar Schneider
Düstruper Heide 33
Osnabrück

,, Daß die Bürger gegen ein , Spaßbad' anstelle des Freibades Wellmannsbrücke keine Einwände haben, möchte ich an dieser Stelle massiv zurückweisen.

Bei einer Unterschriftenaktion in Voxtrup und vor dem Freibad, bei der sich die Bürger, mit wenigen Ausnahmen, für den Erhalt der Wellmannsbrücke aussprachen, zeigt, daß hier ein Großprojekt gegen den Willen der Bürger realisiert werden soll.

Die Badegäste, die zum größten Teil aus den Stadtteilen Schölerberg, Voxtrup, Lüstringen, Gretesch, Belm und Schinkel diese Freizeiteinrichtung nutzen, sind mit dem jetzigen Zustand des Freibades sehr zufrieden. Der Besucher findet hier ein Bad vor, das von seinem äußeren Erscheinungsbild, seinen Erholungs-, Spiel- und Bademöglichkeiten allen Ansprüchen gerecht wird.

Ich habe nichts gegen die Errichtung eines , Spaßbades' durch Privatinvestoren für Menschen, die sich diesen Spaß bis zu 30 DM pro Tag kosten lassen, und das sollen laut Investorengruppe 400 000 bis 500 000 in einem Jahr sein, wehre mich aber gegen die Schließung eines vorhandenen Bades, das mit relativ geringen Mitteln den Bürgern weiterhin angeboten werden kann.

Das Problem des enorm ansteigenden Verkehrs im Stadtteil Voxtrup ist nicht ansatzweise gelöst. Viele Wohnungsinhaber und Hausbesitzer am Wellmannsweg beschäftigen sich mit dem Gedanken, ihre Wohnungen aufzugeben bzw. ihre Häuser zu verkaufen. Hier sollte evtl. juristisch geprüft werden, ob im Falle einer Bebauungsplanänderung Regreßansprüche auf Wertminderung an die Stadt gestellt werden können.

Obwohl der Stadtrat mit den Stimmen der CDU- und FDP-Mitglieder bereits den Verkauf des Geländes Wellmannsbrücke beschlossen hat, hoffe ich, daß sich alle verantwortlichen Politiker im Rat der Stadt ihre zukünftigen Entscheidungen in bezug auf Erhaltung der Wellmannsbrücke oder Bau eines , Spaßbades' mit der notwendigen Sensibilität angehen und dann richtig entscheiden."

Wolf Sudowe
Düstruper Heide 2l
Osnabrück
Autor:
Dr. Elmar Schneider, Wolf Sudowe


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