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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zwei Hallenbäder müssen weg
Zwischenüberschrift:
Bund der Steuerzahler kritisiert Kommune
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wenn es nach dem Bund der Steuerzahler ginge, müßte die Stadt Osnabrück das Pottgrabenbad und das Hallenbad Gretesch schließen. Beide haben nur geringe Besucherzahlen und erfordern ein überdurchschnittlich hohes Maß an Zuschüssen. Den Konsequenzen aus der Analyse der " Steuerwächter" widersprach allerdings Klaus Huneke vom städtischen Sportamt: Seiner Meinung nach lassen sich angestammte Hallenbadbesucher nicht auf andere Bäder " umverteilen".

Der Bund der Steuerzahler hatte Kosten, Eintrittspreise und Zuschüsse kommunaler Hallenbäder in Niedersachsen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: von einer Mark Kosten werden nur 28 Pfennig durch Eintrittsgelder gedeckt. In den drei großen Städten Hannover, Braunschweig und Osnabrück sind es nur 23 Pfennig.

Die Analyse kommt zu dem Schluß, daß die Kostendeckung auf 40 Prozent erhöht werden könne, wenn Beispiel Osnabrück zwei absolut unrentable Bäder geschlossen und die Eintrittspreise erhöht würden.

Klaus Huneke vom Sportamt stimmt mit der Analyse darin überein, daß die beiden Bäder überwiegend von Vereinen und Schulen genutzt würden und deshalb kaum Einnahmen brächten. Die Kostendeckung beim Pottgrabenbad liegt bei 19, 48 DM, durch Eintrittspreise kommen aber nur 1, 65 DM in die Stadtkasse. ,, Auch in den anderen Bädern geben die Schulen Unterricht. Wenn wir zwei schließen würden, müßten Schulen und Vereine mit weniger Stunden auskommen", gab Huneke zu bedenken.

Seit 1965 das Pottgrabenbad eröffnet wurde und nach und nach weitere Hallenbäder hinzugekommen seien, habe die Stadt die Erfahrung gemacht, daß die Besucherzahlen stetig gestiegen sind. Im Umkehrschluß würde dies bedeuten: Fehlen zwei Bäder, kommen auch weniger Schwimmer. ,, Dies wurde besonders deutlich, als das Pottgrabenbad wegen der Renovierungsarbeiten geschlossen war", unterstrich Huneke.

Die Osnabrücker ließen sich nicht aus ihren Stammbädern " vertreiben", um anderswo in größerer Enge zu schwimmen, ist die Meinung des Sportamtes. Schließlich hätten alle ihre " festen Zeiten". Die Hasestadt stehe im übrigen gegenüber den anderen beiden großen Städten in Niedersachsen gut da, obwohl auch hier der Kostendeckungsgrad nur bei 23 Prozent liege. Hannover mit über 500 000 Einwohnern habe rund eine Million Badegäste, Osnabrück mit 153 000 Einwohnern aber 843 000 Hallenbadbenutzer.

Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule hätten zudem gezeigt, daß es in der Hasestadt noch ein großes Besucherpotential gebe. Huneke: " Wenn wir die Bäder mit geringen Investitionen noch attraktiver machen, kommen auch mehr Besucher, die Einnahmen steigen und die Zuschüsse sinken." d.
Autor:
d.


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