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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lokales und Provinzielles.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur Herrenteichswallfrage wird uns geschrieben: Erfreulicherweise läßt sich konstatieren, daß das Interesse für die Erhaltung unseres Herrenteichswalles in den Kreisen der alteingesessenen Osnabrücker immer wieder zunimmt. Man sieht nicht ein, weshalb dieser Rest aus Osnabrücks Vergangenheit dem Zeitgeist oder besser gesagt dem Nivellierungsgelüste zum Opfer fallen soll. Wenn irgendwo, so stehen hier berechtigte private Interessen der Erhaltung des Walles nicht entgegen. Fast das gesamte in Frage kommende Terrain ist im Besitze der Stadt. Das Einzige, was vielleicht im Interesse der dort im Bau begriffenen Kirche zugelassen werden könnte, wäre eine der nördlichen ähnliche wangenartige Abflachung am Möserplatze. Die Kirche würde dadurch die wünschenswerte freiere Lage bekommen und gleichzeitig würden für die Einführung der Ringstraße günstigere Verhältnisse geschaffen werden. Um nun dieser der Erhaltung des Walles günstigen Stimmung in der Bürgerschaft mit Erfolg entgegenzutreten, wird von Seiten der Wallgegner z. Z. insbesondere der Notwendigkeit einer Straßendurchlegung von der Sandbachstraße zum Domplatz das Wort geredet. Man ist sich bewußt, daß bei Anerkennung dieser Notwendigkeit es leichter ist, die Zustimmung zur Abtragung des Walles durchzusetzen, da eine Durchquerung des Walles durch den neuen Straßenzug angeblich nicht gut angängig ist. Abgesehen von letzterem Umstande kann man die neue Straßenanlage überhaupt nicht als dringliches Bedürfnis anerkennen. Zudem ständen der Ausführung derselben bedeutende Schwierigkeiten in Bezug auf Erwerb des erforderlichen Grund und Bodens entgegen. Gerade dieser sowie die Anlage einer architektonisch ausgeführten Brücke würden das geplante Projekt sehr kostspielig gestalten. Mit Recht sagt man sich, hat die Stadt für eine solche immerhin im Bedürfnis als fraglich zu nehmende Straßendurchlegung Geld übrig, so wäre es zweifellos richtiger, mit diesem Gelde die weitaus dringlicheren Straßendurchlegungen von der Natruperstraße zur Bramscher Straße, wodurch ein ganzer Stadtteil erschlossen würde, sowie die Freilegung der Georgstraße bezw. den Durchbruch der Süsterstraße zu fördern. Wie man ferner hört, sollen auch die Anwohner der Hase- und der Herrenteichsstraße, sowie die angrenzenden Straßen durchaus nicht von dem neuen Straßenprojekt erbaut sein. Fürchten sie doch, durch die immerhin eintretende Verkehrsverlegung eine abermalige Einbuße ihrer Geschäftslagen zu erleiden. Um allen diesen Schwierigkeiten zu entgehen und dennoch eine der jetzigen Geschmacksrichtung entsprechende Anlage zu erhalten, bringe man das von dem als anerkannte Autorität auf dem Gebiete der Städte-Verschönerung geltenden Geheimrat Stübben aus Köln entworfene Projekt zur Ausführung.


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