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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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1. 
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Inhalt:
Überschrift:
Nützlich für Vögel, Insekten und auch für Menschen
Zwischenüberschrift:
Ein "Naschwald" soll am Piesberg entstehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Aus einer alten Ödlandfläche entlang der Glückaufstraße beim Piesberger Gesellschaftshaus wird der erste Naschwald in Osnabrück. Das Projekt ist eine Initiative des Piesberger Gesellschaftshauses, der Dampflokfreunde, der Thomas-Morus-Schule und der Nachbarn des Geländes.
Der ehemalige Lager- und Umschlagplatz der Piesberger Steinindustrie lässt wegen seiner starken Bodenverdichtung nur zögerliches Pflanzenwachstum zu. Das soll anders werden. Und schon im nächsten Jahr werden Bergahorn und Kornelkirschen, Stieleichen, Wildbirnen, Haseln, Schlehen, Hundsrosen und vieles mehr die Ödfläche zum Blühen bringen.
Aber nicht die farbige Blütenpracht, sondern der anschließende Reichtum an Früchten ist es, der das Gelände zum Naschwald macht. Eicheln und Kastanien, Holunderbeeren und Holzäpfel sollen den Tisch für Vögel, Insekten, Bodengetier und natürlich auch die Menschen decken.
Die Pflanzaktion für den Naschwald soll noch im November dieses Jahres beginnen. Die ökologisch-gestalterische Beratung des Projekts hat der Landschaftsarchitekt Antonius Bösterling aus Cloppenburg übernommen. Auf 2000 Quadratmetern werden 2000 Pflanzen gesetzt. " In der Mitte entstehen zwei Plätze, die zu grünen Klassenzimmern und Veranstaltungsflächen werden", erklärte er bei der Ortsbegehung. Dort sollen die beteiligten jungen Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur sensibilisiert werden.
Imke Wedemeyer, Geschäftsführerin des Piesberger Gesellschaftshauses, und Rainer Sökeland, einer der am Projekt mitwirkenden Nachbarn des Geländes, haben verschiedene Partner gewinnen können. " Manche wie etwa Hellmann Logistics unterstützen uns finanziell, die Stadt greift uns bei der Ausführung unter die Arme", sagte Wedemeyer. Die anschließende Pflege des Naschgartens werden Schüler der Thomas-Morus-Schule in die Hand nehmen.
Planer Bösterling wies auf die nachhaltige Nutzung des " Experimentierfeldes mit seinen ökologischen, kulturellen und sozialen Aspekten" hin. Jetzt werden noch Partner, Patenschaften und Sponsoren für " das Biotop mit Mensch" gesucht, die bei der Finanzierung von Bäumen und Sträuchern helfen.

Bildtext: Der symbolische Start der Initiative für einen " Naschwald" am Piesberg fand jetzt mit allen Beteiligten statt. Foto: Egmont Seiler
Autor:
iza
2. 
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Eine fruchtbare Verbindung"
Zwischenüberschrift:
Naschwald am Pyer Zechenbahnhof angepflanzt
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Unter einem Naschwald mögen sich manche Menschen eine Ansammlung von Bäumen vorstellen, auf denen Schokolade und Gummibärchen wachsen. Das ist fast richtig. Am Zechenbahnhof am Piesberger Gesellschaftshaus entsteht ein solcher Naschwald, der Früchte tragen soll, aus denen Marmelade, Apfelmus oder Tee hergestellt werden kann.
Lange war die leere Fläche hinter dem Zechenbahnhof ein Ödland. Früher wurde sie als Lagerplatz für die Steinindustrie genutzt. Was sollte mit dem verdichteten Boden geschehen? Anfang des Jahres wurde eine Antwort gefunden. Auf der etwa 2000 Quadratmeter großen Fläche soll ein Naschwald entstehen. Also wurde unter der Federführung des Piesberger Gesellschaftshauses eine Initiative gegründet, an der sich zahlreiche Pyer Bürger, Osnabrücker Unternehmen, Kindergärten, Schulen, die Dampflokfreunde, die Stadt und die Stadtwerke als Eigentümer der Fläche beteiligten. " Eine fruchtbare Verbindung", nennt der Pyer CDU-Ratsherr Josef Thöle diese Koalition.
Nun spuckten Kinder aus der Kindertagesstätte Pye, der Pyer Grundschule, der Thomas-Morus-Schule sowie Nachbarn, Gärtner und Lehrer in die Hände, um den Naschwald unter Aufsicht des Landschaftsarchitekten Antonius Bösterling zu bepflanzen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb hatte zuvor mit 20 Lastwagen 2000 Kubikmeter Kompost zum Zechenbahnhof transportiert. Dann wurden Bäume und Sträucher eingepflanzt. Gesetzt wurden unter anderem Hundsrosen, an denen Hagebutten wachsen, Kornelkirschen, die als Marmelade lecker auf Schulbroten schmecken, oder Wildäpfel, die Saft oder Mus ergeben. Die Mädchen und Jungen der Kita pflanzten einen Mädchen- und einen Jungen-Baum. Jetzt warten sie gespannt darauf, welcher schneller wächst.
Im Pyer Naschwald sollen zugleich zwei grüne Klassenzimmer entstehen. Siebt-klässler der Thomas-Morus-Schule betreuen den Wald Kinder und Jugendliche sollen den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur lernen.
Daneben soll der Naschwald für kulturelle Veranstaltungen des Gesellschaftshauses genutzt werden. Dessen Leiterin Imke Wedemeyer freute sich über die Zusammenarbeit in Pye. Die Anlage koste etwa 6000 Euro. " Ohne diese massive Unterstützung wäre es dreimal so viel geworden", sagte sie. Der Naschwald soll übrigens im nächsten Jahr seine ersten Früchte tragen.

Bildtext: Am Zechenbahnhof pflanzten Kinder, Jugendliche und Erwachsene einen Naschwald an. Foto: Elvira Parton
Autor:
tw
3. 
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Freiräume subversiv begrünen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
4. 
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Subversives Gärtnern
Zwischenüberschrift:
Tage der Freiräume an der FH zum Thema Guerilla Gardening
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Autor:
mlb
5. 
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit der Natur auf Tuchfühlung
Zwischenüberschrift:
Besuch im BUND-Garten am Gertrudenberg: Einblicke in eine grüne Oase der besonderen Art
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Während sich die Schüler der Klasse 8F2 des Gymnasiums Carolinum sowohl im Unterricht als auch während des Klasse!- Projektes der Neuen OZ mit dem Thema " Klima schutz" beschäftigten, stellten sie fest, wie jeder Einzelne durch sein Verhalten im Alltag in das Klimasystem eingreift und die eigene Lebensgrundlage zerstört. So kam die Idee auf, der Natur etwas zurückzugeben - " quasi als Entschuldigung" wollten die Schüler einen Baum pflanzen.
Um Möglichkeiten zur Verbesserung des Klimas im alltäglichen Umfeld kennenzulernen, unternahmen die Schüler unter der Leitung von Professor Christoph Repenthin eine Führung durch den BUND-Garten am Gertrudenberg. Mit dabei waren Lehrerin Martina Hendrikson und Neue-OZ-Redakteurin Kristina Schwarte. Denn der Besuch diente auch zur Recherche für die Artikel, die als Teil der Klasse!- Schreibwerkstatt entstanden sind.
Klimaschonend, also CO2 vermeidend, machte sich die Gruppe zu Fuß auf den Weg. Tapfer überstanden sie die körperliche Herausforderung, den Anstieg zum Gertrudenberg. Dort erlebten die Jugendlichen eine Führung durch einen ökologisch sinnvoll gestalteten Garten, der so ganz anders aussieht als die eigenen Gärten daheim mit Zierrasen und gepflegten Rabatten. Hier lernten die Schüler, einen Garten möglichst vielfältig zu gestalten - mit unterschiedlichen Flächen wie urwaldähnlichen Bereichen sowie Intensivkulturbereichen.
Auch dieser Garten braucht Pflege, aber Professor Repenthin erklärte, dass man dennoch auf alle elektrischen Hilfsmittel für die Gartenpflege verzichten könne. Der fachkundige Begleiter wies darauf hin, dass so Energie und Ressourcen geschont werden könnten. Außerdem sei der Einsatz alternativer Geräte auch nicht so laut. Im BUND-Garten wird mit der Sense gemäht, gedüngt wird nur organisch, auf Einsatz von Chemie wird gänzlich verzichtet. Außerdem lernten die Schüler, dass es sinnvoll ist, Regenwasser aufzufangen, gern auch von möglichst begrünten Dächern.
Dieser Garten ist ein Beispiel dafür, wie man im Kleinen helfen kann, vielfältige Lebensräume zu schaffen und die biologische Artenvielfalt zu erhalten. Dabei sollte jeder mithelfen.
Autor:
Alina Fleck
6. 
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hinterm Güterbahnhof wächst Gemüse
Zwischenüberschrift:
Initiative macht sich für regionale Lebensmittel stark
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Ein neues Projekt bereichert die Kunst- und Kulturszene am alten Güterbahnhof: Auf einer Brachfläche zwischen Gleisen und Industrieruinen haben Klimaschützer einen Gemeinschaftsgarten für Obst, Gemüse und Salate angelegt. Die Engagierten machen sich so für lokale und gentechnikfreie Lebensmittel stark. Es geht um eine nachhaltige Stadtentwicklung. " Jeder kann mitmachen", sagt Mitinitiatorin Marisa Saladin.
Ein Schotterweg führt vorbei an den von der Künstlerkolonie " Traumfabrik Petersburg" genutzten Gebäudeteilen des ehemaligen Güterbahnhofs zur Grünfläche. Wer sich auf die Suche nach einem bürgerlichen Garten mit gemähtem Rasen und abgrenzenden Zäunen begibt, der wird hier nicht fündig. Der Gemeinschaftsgarten ist in jeder Hinsicht offen. 40 Plastikkästen sind rund herum auf einem Areal so groß wie eine Fußballfeldhälfte verteilt. In der Mitte gibt es Sitzmöglichkeiten und einen Grillplatz.
In den Kästen wird ökologisches Saatgut angepflanzt. Einige Firmen und eine benachbarte Diskothek haben die Container gespendet. " Der Boden ist belastet und für den Lebensmittelanbau ungeeignet. Deshalb brauchten wir die Gefäße", erklärt Angelika Wildemann von der Ernährungs- und Umweltgruppe der Initiative " Transition Town Osnabrück" (Stadt im Übergang).
Gießen mit Regenwasser
Auch der Mutterboden wird geliefert. Der städtische Servicebetrieb spendierte zwölf Tonnen Kompost. " Darüber sind wir sehr glücklich, das reicht für dieses Jahr", meint die Schweizerin Saladin. Zur Bewässerung wird Regenwasser in einem Becken gesammelt. Auf dass bald Kohlrabi, Kartoffeln und Spinat wachsen.
Im Sommer wird gemeinschaftlich geerntet. Obst und Gemüse werden dann unter den Teilnehmern aufgeteilt. Im Vorjahr begannen die Planungen. Die Gruppe verguckte sich in das Gelände am Güterbahnhof. Carsten Gronwald, Vorsitzender des Kulturvereins Petersburg und Pächter, sei sofort angetan gewesen von der Idee des Mitmachgartens und stellte die Fläche zur Verfügung. " Hier kommen viele unterschiedliche Leute zusammen, um Freiraum zu gestalten", so Wildemann. Jeden Samstag treffen sich rund 20 Leute zwischen 16 und 60 Jahren zum Gärtnern. Viele sind Studenten, doch auch Berufstätige wie Energieberater oder eine Krankenschwester beteiligen sich.
Gärtnern und Geselligkeit ist das Motto. Einige reize die praktische Erfahrung der Gartenarbeit, erklären die jungen Frauen. Doch hinter dem Engagement der meisten Teilnehmer stecke eine politische Überzeugung. Sie wollen zeigen, wie es in Städten gelingt, sich mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln zu versorgen, statt sie aus entfernten Gegenden liefern zu lassen. Dafür wird die Gruppe kreativ: Sie experimentiert mit gefundenem Material wie Autoreifen, aus denen Kartoffeltürme wachsen sollen. Zudem soll ein Ofen aus recycelten Blechtonnen gebaut werden - fürs Pizzabacken mit dem eigenen Gemüse als Belag.
Seit 2006 setzen sich Umweltaktivisten in vielen Städten und Gemeinden der Welt in der Bewegung " Transition Town" für eine Energiewende ein. In Deutschland gibt es nach Schätzungen inzwischen rund 40 Initiativen.
Mitmacher gesucht
2009 wurde ein Ableger in Osnabrück gegründet. Dieser will die Hasestadt in das postfossile Zeitalter ohne Erdöl führen. " Für dieses Ziel brauchen wir mehr Leute, um mehr Gruppen bilden zu können", sagt Saladin. Setzt die Initiative auf das aktuell starke Problembewusstsein hierzulande nach der japanischen Atomreaktorkatastrophe? " Wir haben es nicht eilig. Wir wissen, dass unsere Zeit sowieso gekommen ist. Wir warten, bis die Ideen in der breiten Gesellschaft angekommen sind", erklärt dieÖkotrophologie-Studentin Wildemann.
Im Internet: www.energiewende-os.de »

Bildtext:

Der Boden ist belastet. Deshalb bauen Marisa Saladin (links) und Angelika Wildemann im Gemeinschaftsgarten der Initiative " Transition Town Osnabrück" hinterm Güterbahnhof Bohnen und Kohlrabi in Plastikbehältern an.

Foto:

Uwe Lewandowski
Autor:
hedi
7. 
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bürger machen ihre eigene Stadt grüner
Zwischenüberschrift:
Tagung zeigt Wege zu mehr Eigeninitiative auf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mehr Grün! Wohl jeder wünscht sich eine solche Stadt. Eine Tagung am Zentrum für Umweltkommunikation widmete sich der Frage, wie Städte nicht nur grüner, sondern umweltfreundlicher gestaltet werden können. Über Lebensqualität, Klimafreundlichkeit und Finanzierung diskutierten 110 Vertreter aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Wieland Sack, Doris Kube und Nicola Wolter-Pollert haben einen Plan: An der Kreuzung zwischen Haster Weg und Lerchenstraße, direkt am Gemeinschaftszentrum, möchten sie einen " Community Garden" aufbauen, einen Gemeinschaftsgarten, bei dem jeder mitmachen kann.
" Wir wollen Leute aus dem Stadtteil gewinnen", erläuterte Wieland Sack die Idee, zu der die drei bereits ein Konzept entwickelt haben. Kindern und Jugendlichen soll die Natur nähergebracht, generationenübergreifendes Lernen Realität werden und die Stadt erhält eine gepflegte Grünfläche. " Das Ganze wäre organisiert wie eine Laischaft. Wir würden also eine Tradition beleben", meinte Sack. Was die drei außer Mitstreitern noch brauchen, ist ein entsprechender Vermerk im Flächennutzungsplan der Stadt.
Auf solches Engagement wird die Stadtentwicklung künftig setzen müssen, hieß es bei einer Podiumsdiskussion auf der Tagung " Green City 2020". So sagte Fritz Brickwedde, der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt: " Wir brauchen mehr Bürgerdemokratie in den Städten." Mit anderen Worten: Menschen, die sich in ihren Vierteln engagieren und beispielsweise Gärten aufbauen und eben nicht darauf setzen, dass die Verwaltung für alles sorgt. Detlef Gerdts, hiesiger Leiter des Fachbereichs Umwelt, formulierte es so: " Wir haben immer mehr Grün. Die Pflege wird teurer, aber wir haben immer weniger Personal."
Ob denn das Ressortprinzip eine Hürde für die Lösung aktueller Fragen der Stadtentwicklung sei, fragte der Moderator Franz-Reinhard Habbel vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. Der Sozialwissenschaftler Prof. Rolf Kleinfeld von der Uni Osnabrück formulierte es diplomatisch: " Es ist eine Realität, die sich so schnell nicht ändert."
Wie diese Struktur sich auswirkt, zeigt das Beispiel Facebook. So platzieren viele Städte ihre Themen inzwischen in diesem Netzwerk. Die Reaktion auf Anfragen und Kommentare könne aber dauern. " Da muss erst die Frage geklärt werden, wer sich öffentlich äußern darf", sagte Thorsten Bullerdiek vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund.
Das Podium diskutierte über die gemeinschaftliche Nutzung von Autos, die Beschaffung umweltfreundlicher Materialien, das Einhalten von Zielen des Klimaschutzes und die Einbindung der " erstarkten Zivilgesellschaft", wie Sine Schnitzer von der BUND-Jugend es ausdrückte. Ein Verwaltungsmitarbeiter erwiderte: " Die Sprache, die wir sprechen, verstehen viele nicht." Manchen Bürger hindere das, sich zu engagieren.
Ideen für die Stadt der Zukunft diskutieren die Teilnehmer der Tagung in Gruppen. Die Ergebnisse sollen dem Umweltbundesamt zur Verfügung gestellt werden.
Veranstalter der Tagung ist der Innovators Club. Initiiert vom Deutschen Städte- und Gemeindebund, befassen sich in ihm Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft mit Zukunftsthemen.
Autor:
mlb
8. 
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Blumen und Gemüse aus dem Friedensgarten.
Zwischenüberschrift:
Eine ambitionierte Idee nimmt langsam Gestalt an – Mittwoch Präsentation in der Lagerhalle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Kairos. In der griechischen Mythologie benennt dieser Begriff den günstigsten Zeitpunkt für eine Entscheidung. Wieland Sack erwähnt das Wort im Gespräch mit dieser Zeitung über die Planung eines Friedensgartens in Osnabrück. Vor zehn Jahren hatte er die Idee dazu. Jetzt soll der Garten Realität werden.
" Wir sind zu zweit", betont der Physiker gleich zu Beginn des Termins, bei dem Doris Kube nicht dabei sein kann. Mit ihrer Erfahrung als Landschaftsplanerin und Umweltbildnerin habe sie wesentlich zur Planung des Gartens beigetragen, sagt Wieland Sack.
10 000 Quadratmeter, das ist eine Menge Platz, um Kartoffeln und Möhren anzubauen, um Blumen zu pflanzen und einen Ort fürs gesellige Zusammensein unter einer Pergola einzurichten. Das Besondere an dem Garten ist, dass jeder mitmachen kann, der mag. Eine Beteiligung ist nicht nur an den Gemeinschaftsflächen möglich, es können auch Beete nach dem persönlichen Wunsch beackert und bepflanzt werden. Die Fläche liegt an der Lerchenstraße in der Nähe der Herman-Nohl-Schule.
Doch von Anfang an. Vor zehn Jahren besuchte Wieland Sack eine Ausstellung in Berlin über Städte, deren Industrie zusammengebrochen war. Menschen, die dadurch kein Einkommen mehr hatten, begannen die Brachflächen der Industrie aufzubrechen, zu beackern und sich davon zu ernähren.
Das war die Initialzündung für ein ähnliches Projekt in Osnabrück, erzählt Wieland Sack, der aus seiner Heimat Leipzig die Schrebergartenkultur kannte und schätzte. Er entwickelte Pläne für ein " Schreber zwei", wie er das Projekt nennt, das er bereits vor zwei Jahren in der Lagerhalle vorgestellt hatte. Über gemeinsame Bekannte lernte er Doris Kube kennen, die sich sofort begeistert beteiligte.
Nächster Schritt: die Konversionsflächen. Sack arbeitete in einem Bürgerkomitee mit, das sich mit der Nutzung der Flächen befasste. " Mit dem Gelände, das wir jetzt nutzen dürfen, wusste niemand etwas anzufangen", ergänzt er. Nebenan sollte ein Mehrgenerationenspielplatz entstehen. Aber das sei es auch schon gewesen.
Kube und Sack planten, führten Gespräche, entwickelten Lage- und Nutzpläne und überzeugten. Gemeinsam mit drei anderen Mitstreitern wollen die beiden nun alsbald einen Verein gründen, der den Garten trägt, für den sie die Fläche von der Stadt pachten werden.
Beim Bewirtschaften der Flächen sollen etwa 50 Personen mitmachen, meint Sack. " Nicht zu viel und nicht zu wenig." Aber schon allein um das Gelände beackern zu können, ist größere Hilfe nötig. " Mit der Hand lässt sich das nicht machen", meint der künftige zweite Vorsitzende des Vereins Friedensgarten.
Was genau auf dem Gelände angepflanzt werden soll, das sollen die Mitglieder ebenso entscheiden wie die Art der Bewirtschaftung. " Blaukorn hätten wir nicht so gerne", fügt der Mann dann doch noch hinzu, der den Garten als nachhaltiges Projekt sieht. Zum einen, weil dort Menschen lernen können, einen Garten zu bestellen. Zum anderen, weil jeder, der sich fürs Gärtnern interessiert, mitmachen kann, sagt Sack und zählt die Bewohner der Dodesheide ebenso auf, wie die der umgebenden Häuser.
Eins ist sicher: " Es soll schön sein!", betont Sack, der mit dem Garten eine Anregung geben möchte, die sich dann ausbreiten soll. " Wenn es von selbst zum Leben kommt, dann ist es besonders stabil", meint er.
Wieland Sack, der den Friedensgarten mit Doris Kube am Mittwoch bei der Pecha-Kucha-Nacht in der Lagerhalle (Beginn: 20.20 Uhr) vorstellen wird, hat sich nicht nur bei der Organisation des Abends engagiert. Er war auch Mitglied der Gruppe " Rio plus 20", die die Nachhaltigkeitswoche vorbereitet hat.
Dazu gehört auch die Veranstaltung am heutigen Montagabend ab 19 Uhr im Medienhaus Neue OZ. Dort werden verschiedene Projekte vorgestellt, wie nachhaltige Gesundheitskonzepte, die an der Hochschule entwickelt wurden, oder die Untersuchung zu Breitflügelfledermäusen in Osnabrück von Irina Würtele. Unter der Moderation von Neue-OZ-Redakteurin Stefanie Adomeit wird sich anschließend ein Podium mit der Frage befassen " Nachhaltigkeit nur ein Schlagwort oder eine Bewegung?".

Bildtext:
Auf dieser Fläche in der Nähe der Hermann-Nohl-Schule soll der Friedensgarten entstehen

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
mlb
9. 
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Im Friedensgarten stehen die ersten Obstbäume.
Zwischenüberschrift:
Großes Interesse am Pflanzfest für jedermann.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Noch ist der Weg etwas holprig. Er führt zunächst hinein in die Einfahrt der Herman-Nohl-Schule an der Lerchenstraße. Diejenigen, die auf das Gelände des künftigen " Friedensgartens" wollen, müssen ein paar Meter vor der Schule rechts abbiegen. Nun gelangen sie entweder über einen Schotterweg oder durch ein Wäldchen auf das Gelände, auf dem die Veranstalter am Wochenende ein Gartenfest veranstaltet haben.
Doris Kube und Wieland Sack hätten jede Wette verloren: " Mit so vielen Besuchern haben wir nicht gerechnet. Bei 170 haben wir aufgehört zu zählen", sagte Sack am frühen Nachmittag sichtlich vergnügt zum großen Interesse am Friedensgarten. Um für alle Witterungen gewappnet zu sein, hatten die beiden mit Helfern ein buntes Zirkuszelt aufgebaut doch die Sonne schien vom Himmel auf den Garten und hat wohl auch den vorsichtigsten Interessenten ins Grüne gelockt. Friedensgarten. Unter diesem Titel haben die Landschaftsplanerin und der Physiker eine Idee weiterentwickelt, die Wieland Sack vor etwa zehn Jahren hatte. Damals hatte er eine Ausstellung in Berlin über Städte besucht, deren Industrie zusammengebrochen war. Menschen, die dadurch kein Einkommen mehr hatten, begannen die Brachflächen der Industrie aufzubrechen, zu beackern und sich davon zu ernähren.
Gemüse und Blumen
Das war die Initialzündung für ein ähnliches Projekt in seiner Wahlheimat Osnabrück, erzählt Sack, der aus seiner Heimat Leipzig die Schrebergartenkultur kannte. Nun entwickelte er Pläne für ein " Schreber zwei", aus dem inzwischen unter Mitarbeit von Doris Kube der Friedensgarten geworden ist, der von einem Verein getragen wird.
Das Gelände von 10 000 Quadratmetern am Haster Weg hat die Stadt inzwischen dem Verein zur Verfügung gestellt. Baumschulen haben Obstbäume gespendet, die Gäste während des Gartenfestes in die Erde gebracht haben. Am Ende stehen elf Bäume, sicher angebunden an Holzpflöcke. Mithilfe eines geliehenen Pfluges wurde ein Großteil der Erde umgepflügt und Gründünger eingebracht. " Im kommenden Jahr werden dann die Beete eingerichtet", sagte Doris Kube. Dann sollen Gemüse, Blumen und Obst auf Gemeinschafts- und Einzelbeeten angebaut werden. Es wird eine Obstwiese geben, die Betriebsfläche ist auf dem Lageplan bereits ausgewiesen, ebenso ein Platz fürs Beisammensein unter einer Pergola.
Das Besondere an dem Garten ist, dass jeder mitmachen darf. Ob arm, ob reich, ob alt, ob jung, ob Osnabrücker oder " tolopen Volk", wie Zugereiste hier genannt werden. Um auch Migranten zu erreichen, suchen Kube und Sack Kontakt zu entsprechenden Vereinen und Einrichtungen.
Was genau angepflanzt werden soll, das sollen die Mitglieder entscheiden. Allerdings soll biologisch gewirtschaftet werden, der Friedensgarten soll ein nachhaltiges Projekt sein.
Einige Interessenten haben sich inzwischen in die Listen eingetragen, um zu signalisieren, dass sie gern mitmachen möchten. Ein nächster Informationsabend findet am Samstag, 24. November, im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße statt. Dann werden von 15 bis 17 Uhr weitere Pläne für den Friedensgarten geschmiedet.
Kontakt per E-Mail an: friedensgarten.os@ gmx.de

Bildtext:
Mehr Interessenten als erwartet kamen zum Gartenfest an den Haster Weg.

Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
mlb
10. 
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Überschrift:
Gutes Essen, selbst angebaut
Zwischenüberschrift:
Verein "TomatOS" bietet neuen Gemeinschaftsgarten an der Bramscher Straße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Und noch ein Gemeinschaftsgarten: Während ein Lebensmittelskandal den nächsten jagt, möchten immer mehr Menschen ihr eigenes Gemüse und Obst anbauen, um sicherzugehen, dass sie gesundes Essen auf den Tisch bekommen. So zeigen es diverse Studien. In Osnabrück ist dieses Bedürfnis an den Gemeinschaftsgärten abzulesen, die sich einer nach dem anderen gründen. Jetzt gibt es auch einen an der Bramscher Straße, nah am Stadtzentrum.
Von der Straße sieht Blumen Kersten aus wie ein großzügiger Blumenladen. Doch wer links vom Ladeneingang in die Hofeinfahrt läuft, dem öffnet sich ein noch größeres Gelände mit Beeten, Folien- und Gewächshäusern. Hier bieten ab sofort die Gründer von " TomatOS" ihren Mitgliedern Platz, die Harke zu schwingen und Salat zu pflanzen.
Aktiv werden können sie nicht nur unter freiem Himmel, auf 18 Parzellen zu jeweils 16 Quadratmetern, sondern auch auf sieben Holz tischen à 22 Quadratmeter im Gewächshaus. Mitglieder können die Flächen anmieten und diese mit anderen Nutzern teilen. " Man muss nur pflanzen, gießen und ernten. Hier im Gewächshaus wachsen die Sachen wie von selbst", meint Lorenzo Grani, der im vergangenen Sommer bereits zur Probe gegärtnert hat. Der Eigentümer der Caféteria-Trattoria am Markt hat an der Bramscher Straße Kräuter und Rucola für seine Gäste gezogen.
Wie viele guten Ideen, entstand die zu " TomatOS" in gemütlicher Runde bei Rotwein. Ort des Geschehens: die Caféteria-Trattoria. Lorenzo Grani, mittlerweile der zweite Vorsitzende von TomatOS, und Ulrich Voss, der erste Vorsitzende, saßen beisammen, als die Floristin Maria Kersten die Frage aufwarf, was man mit dem Gelände an ihrem Blumenladen anstellen könne. Es liege brach, das sei schade.
Einige Gläser später war die Idee zu einem Gemeinschaftsgarten geboren, auf dem auch kulturelle Veranstaltungen, beispielsweise Lesungen, und Workshops für Gärtner, stattfinden sollen.
Mittlerweile ist der Verein " TomatOS" gegründet, der in Kürze gemeinnützig werden soll. " Wir wollen gemeinsam gärtnern, aber auch für kulturellen Austausch sorgen", sagt Voss. So sei eine Zusammenarbeit mit den Städtebotschaftern Osnabrücks ebenso geplant wie Kooperationen mit interkulturellen Vereinen der Stadt.
Kostenlos ist die Nutzung des Geländes natürlich nicht. Pro Fläche muss eine Person Mitglied sein, das kostet 30 Euro im Jahr, ermäßigt 20 Euro. Hinzu kommen monatlich 7, 70 Euro pro Tischhälfte im Gewächshaus oder 8 Euro für ein Beet von 16 Quadratmetern. Geräte werden weitgehend gestellt. Saatgut ist ebenso anzuschaffen wie Erde für die Tische .
Der Menge der Gäste bei der Eröffnung nach war das Interesse an dem neuen Angebot groß. Und auch die Initiatoren und Aktiven anderer Gemeinschaftsgärten warfen einen Blick auf das Gelände. Möglichkeiten der Kooperation und der Vernetzung werden bereits diskutiert. Konkurrenz gibt es nicht, sondern nur ein gemeinsames Ziel: gutes Essen.
Weitere Informationen: www.tomatos-ev.de
Bildtext:
Gemeinsam Gärtnern: Daran haben immer mehr Städter Interesse. Wie es geht, zeigen die Mitglieder von " TomatOS", (von links) Ulrich Voss, Maria Kersten und Lorenzo Grani, im Gewächshaus an der Bramscher Straße.
Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
mlb


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