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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Volkshochschule nimmt den Spatz in die Hand
Zwischenüberschrift:
Umbau für 7 Millionen DM - Beginn noch in diesem Jahr
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
  Wenn es nach dem alten Kulturentwicklungsplan ginge, dürfte die Stadt keine müde Mark mehr in die Volkshochschule an der Bergstraße investieren. Statt dessen müßte die ganze Einrichtung mit Sack und Pack in einen Neubau an die Alte Münze ziehen. Doch diese Träume sind ausgeträumt, und Kultusdezernent Reinhard Sliwka gibt die Devise aus: " Wenn die Taube auf dem Dach nicht zu haben ist, nehmen wir den Spatzen in die Hand. Noch in diesem Jahr wird mit dem Umbau des Stüvehauses begonnen. 7 Millionen DM sind veranschlagt, drei Jahre lang dürften die Arbeiten dauern. Am Ende sollen statt der 4000 Quadratmeter 5000 zur Verfügung stehen.
  Das Stüvehaus wurde 1862 gebaut - nicht als Volkshochschule, sondern als Krankenhaus. Wer heute durch die langen Flure geht, kann sich das noch lebhaft ausmalen. Und weil das ganze Gebäude unter Denkmalschutz steht, sind auch die Grundrisse nicht beliebig veränderbar. Um den Charakter des Baudenkmals nicht in Frage zu stellen, mußten sich die Planer vom Baubüro III in Hannover auf wenige behutsame Eingriffe beschränken. Die sind nach Ansicht der Beiratsvorsitzenden Karin Jabs allerdings so effektvoll, daß sich aus dem Mauerblümchen eine attraktive Volkshochschule, ein kultureller Treffpunkt entwickeln wird.
  Heller, kinderfreundlich und behindertengerecht soll sich das alterwührdige Stüvehaus in Zukunft präsentieren. Gleich neben dem Eingang wird es eine Cafeteria geben, die nicht nur als Angebot an die VHS-Klientel gedacht ist. Rollstuhlfahrer werden in Zukunft keine Treppenstufen mehr erklimmen müssen - an der rechten Gebäudeseite ist ein ebenerdiger Zugang vorgesehen. Und selbstverständlich gehört auch ein Fahrstuhl zur Ausstattung der neuen Volkshochschule.
  Äußerlich wird sich das Stüvehaus an der Rückfront verändern: Die Architekten aus Hannover schlugen vor, die offenen Lichtbuchten mit großflächigen Glaselementen zu schließen. Damit gewinnen sie zusätzlichen Raum. Doch das allein hätte nicht ausgereicht. Deshalb soll die MTA-Schule im Untergeschoß ebenso ausgelagert werden wie die Brücke der Nationen und die Hausmeisterwohnung unter dem Dach.
  Auch ökologische Aspekte spielen eine Rolle: Das Regenwasser vom Dach wird für die Toilettenspülung aufgefangen. Im Keller soll der Sammelbehälter aufgestellt werden. Und für die Heizung sorgt das neue Blockheizkraftwerk, das die Stadt für das ehemalige Klinikgelände neben dem Niedersachsenbad baut.
  Sehr gern hätte VHS-Direktor DR. Johannes Hartkemeyer Dachgauben einbauen lassen, um den oberen Räumen mehr Licht zu verschaffen. Doch die Denkmalpflege, die schon an der Rückfront schmerzhaften Kompromissen zustimmte, sagte " nein". Die neuen Räume unter dem Dach werden dennoch ein Gewinn für die Volkshochschule sein. Bisher, sagte Direktor Hartkemeyer, waren die Ziegel noch nicht einmal isoliert. Da konnte der Wind direkt in die Garderobe pfeifen. Die neuen Clubräume, der Saal für 200 Zuhörer und das Fotolabor sollen dagegen einen angenehmen Aufenthalt in freundlicher Atmosphäre ermöglichen.
  Gerade das Fotolabor galt bisher als das Sorgenkind der Volkshochschule: Der Feinsand, der von den Wänden rieselte, gefährdete die Apparaturen. Ein anderer Mißstand war ebenfalls durch den Bau bedingt: Es gab Beschwerden, weil die Gymnastikgruppen auf den Nerven der Kursusteilnehmer fürs Entspannungstraining herumtrampelten. Doch das dürfte bald alles vergessen sein. Allerdings wird auch der Umbau nicht geräuschlos vonstatten gehen. Der Betrieb im Stüvehaus muß derweil mehr oder weniger planmäßig weiterlaufen.
rll
Autor:
rll


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