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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Nadelöhr wird erweitert
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Kanalarbeiten im Kamp bis Wintereinbruch beendet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bilduntertitel
NACH DEM ABRISS des Hauses Brehe am Kamp stehen Jetzt Kanalarbeiten an. Zehn Jahre wurden sämtliche Abwässer aus der Neustadt an dieser Stelle durch ein Nadelöhr geleitet, das nun erweitert wird. Foto: Jörn Martens

Eine ungewöhnliche Perspektive eröffnet sich dem Betrachter am Kamp, nachdem das Haus Brehe abgerissen ist. Auch auf dem angrenzenden Gelände sind inzwischen " Räumarbeiten" im Gange. Die Eigentümer der Grundstücke, die nach einem komplizierten Umlegungsverfahren neu zugeschnitten worden sind, wollen die Chance wahren, aus der ehemaligen Hinterhof-Situation ein architektonisch reizvolles Ensemble eigener Prägung zu schaffen. Bevor es dazu kommt, müssen sich die Eigentümer allerdings noch zusammenraufen.

Die Stadt will bis zum Wintereinbruch alle Voraussetzungen für Neubauprojekte schaffen. Dazu zählt der Bau eines 40 Meter langen Kanalstückes, das die Lücke in dem Rohrsystem aus den 80er Jahren schließt. ,, Endlich", meint Klaus Röthig vom Tiefbauamt, denn unter dem Haus Brehe hatte seither ein 40-Zentimeter-Rohr der Entwässerung der gesamten Neustadt gedient. Dieses Provisorium entpuppte sich besonders bei starken Regenfällen als Nadelöhr: " Das war eine richtige Druckleitung", erklärt Röthig.

Der Rückstau baute sich dann in dem zwei Meter dicken Zubringer über viele Meter auf. Dadurch kam es zu Ablagerungen, die nach dem langsamen Abfluß des Wassers zu faulen begannen. Das machte sich häufig genug durch unangenehme Gerüche in diesem Innenstadtbereich bemerkbar.

Die schmale Röhre war vor zehn Jahren unter dem Haus durchgepreßt worden, weil das Gebäude in seinen Grundfesten nicht angetastet werden durfte. Nach dem Abriß machen die Tiefbauer nun " Nägel mit Köpfen": In den nächsten Wochen stellen Arbeiter die Verbindungen des großvolumigen Regenkanals und des kleineren Schmutzwasserkanals (Durchmesser 1, 20 Meter) her. Verlegt werden die Teile in sechs bzw. 3, 50 Meter Tiefe.

Für Röthig ist dieser Kanalbau deshalb kompliziert, weil zuerst der obenliegende Regenkanal erneuert werden muß. Die anströmende Wassermenge ist der Grund: " Wir bekommen soviel Wasser aus der Neustadt, daß wir nicht mehr pumpen können", umschreibt Röthig den Auftrag. Anschließend wird der tieferliegende Schmutzkanal eingebracht. Die letzten Straßenbauarbeiten hofft der Tiefbauer im Spätherbst abschließen zu können. pr-
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pr-


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