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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Heger-Tor-Wall: Ausbau wieder auf dem Tisch
Zwischenüberschrift:
Kein neuer Baum auf der Mittelinsel?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Heger-Tor-Wall: Ausbau wieder auf dem Tisch
Kein neuer Baum auf der Mittelinsel?

Die vor drei Jahren gestoppten Pläne für einen Ausbau des Heger-Tor-Walls sollen offenbar wieder aus der Schublade gezogen werden: Ohne Diskussion billigte der Planungsausschuß eine Vorlage, in der es heißt, zusätzliche Abbiegespuren seien notwendig, um den " stark gestiegenen Verkehrsbelastungen auf dem Wall" gerecht zu werden. Entscheidungen sollen von einer Verkehrszählung im Mai oder Juni abhängig gemacht werden.

Nicht die Verkehrsplanung, sondern ein Baum war Anlaß für die Mitteilung im Planungsausschuß. Im Sommer hatte das Grünflächenamt den Ahorn auf dem Mittelstreifen zwischen Lagerhalle und Akzisehaus gefällt, weil er als krank und nicht mehr standsicher angesehen wurde. Ein Ersatzbaum an dieser Stelle ist, wie jetzt verlautete, nicht mehr vorgesehen. Dafür nennt das Stadtplanungsamt zwei Gründe: Erstens müsse der Platz für einen Ausbau des Knotenpunkts freigehalten werden, zweitens sei der Lebensraum für einen neuen Baum an dieser Stelle ohnehin zu klein.
Gegen zusätzliche Abbiegespuren hatte sich vor drei Jahren die " Initiative gegen den Wallausbau" mit über 3000 Unterschriften erfolgreich zur Wehr gesetzt: Im März 1986 wurde den aufgebrachten Anwohnern zugesichert, daß auf eine verkehrsgerechte Planung verzichtet werde. Mitglieder der Initiative waren es auch, die sich in den vergangenen Monaten für eine Neupflanzung anstelle des gefällten Ahornbaums einsetzten.
Aber die Verwaltung will sich nicht festlegen: Der alte Standort komme dafür nicht in Frage, weil die Fläche für eine zusätzliche Linksabbiegespur benötigt werde - und auch weiter südlich müsse der Platz freigehalten werden, weil " in absehbarer Zeit", wie es heißt, eine zusätzliche Busspur in die Dielingerstraße " kommen muß". Auch eine dritte Möglichkeit wird in dem Verwaltungspapier als fragwürdig bezeichnet: Der neue Baum könnte zwar neben der Mittelinsel, zum Akzisehaus hin, gepflanzt werden. Aber diese heute weiß schraffierte Fläche soll ebenfalls dem zügigen Verkehrsfluß vorbehalten bleiben.
Mit diesen Aussagen ist die Diskussion über einen möglichen Wallausbau zumindest für die Bürgerinitiative wieder neu entflammt. Sie hatte schon vor drei Jahren kategorisch gefordert: " Wir wollen keinen achtspurigen Wall!" Die Unterschriftensammlung wurde auch fortgesetzt, als die Mehrheitsgruppe die Pläne im März 1986 fallen ließ. Damals bestand die Befürchtung, nach der Kommunalwahl werde die Planung wieder auf den Tisch kommen.
Anders als vor drei Jahren fand im Ausschuß diesmal keine Diskussion über die " Mitteilung" der Verwaltung statt. Als Stadtbaurat Franz-Josef Klöcker auf den Ahornbaum angesprochen wurde, der als Naturdenkmal registriert war, bemerkte er nur lapidar: " Der sollte sowieso weg!"
Autor:
mpe, rll


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