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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"An seiner Quelle ist der Sandbach biologisch tot"
Zwischenüberschrift:
Umweltschutzverein nahm Bach unter die Lupe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit Küchensieb, Handlupe und Pinzette untersuchte die Jugendgruppe des Umweltschutzvereins den Sandbach am Rande der Gartlage. Das Ergebnis ist ein 20seitiges Gutachten, auf das die Stadt zurückgreifen kann, wenn sie in nächster Zeit ein Programm zur Gewässerrenaturierung aufstellt. Wichtigste Beobachtung der ehrenamtlichen Gutachter: Der Sandbach ist an seiner Quelle biologisch so gut wie tot. Ganz in der Nähe der Quelle betreiben die Stadtwerke eine Wassergewinnungsanlage.

Die Untersuchung, an der sich acht junge Leute beteiligten, war keine Auftragsarbeit. Auf der Suche nach einem sinnvollen Betätigungsfeld hatte die Gruppe erfahren, daß der Stadt Daten über verschiedene Gewässerabschnitte fehlen. Erforschungen dieser Art erfordern nach Auskunft von Reinhold Janssen, dem Vorsitzenden des Umweltschutzvereins, nur wenige Spezialkenntnisse über Gewässerkunde.

Drei Monate lang durchkämmten die jungen Umweltschützer systematisch den Schlamm des Sandbachs, hielten Ausschau nach Schmetterlingsmücke, Rattenschwanzlarve oder Schlammröhrenwurm und werteten ihre Beobachtungen aus. Der Befund: Von der Quelle am Hunteburger Weg bis zum Herrenhaus Gartlage ,, verbessert" sich die Gewässergüte von ,, übermäßig stark verschmutzt" bis ,, verschmutzt". Reinhold Janssen führt diese Entwicklung auf die Selbstreinigungskraft des Bächleins zurück. Daß ausgerechnet an der Quelle die stärkste Verschmutzung festgestellt wurde, könnte auf unzureichend funktionierende Kleinkläranlagen zurückzuführen sein. Janssen nimmt an, daß die Ursache in der Wohnsiedlung am Power Weg zu suchen ist.

Als bedenklich empfinden es die Umweltschützer, daß ein Trinkwasser-Schutzgebiet (Schutzzone I) fast an den Quellbereich grenzt. ,, Verunreinigungen" der Anlagen, so ist auf einem Schild nachzulesen, würden strafrechtlich verfolgt. Die Jugendgruppe des Umweltschutzvereins hofft nun, daß die Stadt aktiv wird, um das Übel an der Wurzel zu packen.

Nach der Gewässer-Aktion hat die Gruppe schon wieder neue Pläne. In diesem Jahr sollen Vogelarten bestimmt werden. Als Werkzeug dienen ein Mikrophon, ein Parabolspiegel und ein kleines Tonbandgerät. Das Vogelstimmen-Projekt eignet sich nur für Frühaufsteher. Einzelheiten werden am Freitag, 23. Januar, um 18 Uhr im Haus der Jugend besprochen. rll

Bilduntertitel
GANZ IN DER NÄHE dieser Wassergewinnungsanlage fließt c Sandbach durch die Wiesen. Seine Quelle ist nach Beobachtungen von Unmweltschützern hochgradig verschmutzt.

Foto: Klaus Lindemann
Autor:
rll


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