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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Signal für den Rat
Zwischenüberschrift:
Initiative gegen Wallausbau mit 2500 Unterschriften bei OB
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Signal für den Rat

Initiative gegen Wallausbau mit 2 500 Unterschriften bei OB

Mit 2 500 Unterschirften unterstrich die Initiative gegen den Wallausbau ihr Anliegen bei Oberbürgermeisterin Ursula Flick, um zu erreichen, daß aus dem Heger-Tor-Wall keine achtspurige Betonpiste wird. OB Flick sagte der Initiative ihre Unterstützung zu: Auch sie halte nichts von einem autogerechten Ausbau.
Dr. Ernst Baumann begrüßte Namen der Initiative das Votum der CDU/ FDP-Gruppe im Rat, nach dem es keine Verbreiterung und keine Einschränkung für Fußgänger geben soll. Gleichzeitig gehen die Unterschriftensammler aber davon aus, daß die Entscheidung damit noch nicht endgültig vom Tisch ist:   Klarheit, so Baumann, werde es wohl erst in der kommenden   Legislaturperiode geben. Um auch dem neuen Rat ein deutliches   Signal zu geben, soll die Aktion fortgesetzt werden. Der   neueste Stand, so war gestern zu hören, sind knapp 3 000   Unterschriften gegen den Wallausbau.
Baumann zitierte gegenüber OB Flick Bundespräsident von Weizsäcker mit den Worten: " Das Auto darf niemals Selbstzweck werden." In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, daß auch die Fahrradgruppe im BUND das Vorentwurfskonzept für einen Wallausbau ablehne. Dieses Konzept orientiere sich noch immer " nahezu ausschließlich am überholten Leitbild der autogerechten Stadt".
Folgende Gründe führt die Initiative gegen den Wallausbau ins Feld:
- Durch die Abschaffung des Fußgängerüberweges am Stüvehaus werde ein traditioneller Zugang zum Heger-Tor-Viertel abgeschnitten und Kaufkraft abgezogen. Eine Verödung des Viertels drohe als mögliche Folge.
- Die Verbreiterung des Heger-Tor-Walls zerstöre das historisch gewachsene und charakteristische Stadtbild Osnabrücks.
- Das Verkehrsaufkommen erhöhe sich zwangsläufig - und damit auch die Lärmbelästigung der Anwohner.
- Die Verbreiterung mache längere Grünphasen für den Fußgängerverkehr notwendig - dadurch drohe der Verkehrsfluß wiederum ins Stocken zu geraten. Kinder und ältere Menschen würden zu einem " unverantwortlichen Wettlauf mit der Ampelschaltung" genötigt.
- Die Grünfläche im Bereich des Walles werde reduziert, und damit gehe auch ein Stück Lebensqualität für die Anwohner verloren. Der öffentliche Zugang zum Grün hinter den Museen sei dafür noch kein Ausgleich.
- Ein achtspuriger Ausbau nur für die Dauer der " Rushhour" dränge den Fußgängerverkehr rund um die Uhr in eine Außenseiterrolle.


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