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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Zustand des Walls erhalten"
Zwischenüberschrift:
Bürgerinitiative will Unterschriftensammlung starten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Der derzeitige Zustand des Heger-Tor-Walls muß erhalten bleiben." Diese Grundforderung stellte die Bürgerinitiative, die sich gegen das vom Stadtplanungsamt aufgestellte Vorentwurfskonzept des Bebaungsplanes Nr. 113 Lotter Straße/ Dielingerstraße formiert hat, bei ihrer ersten gut besuchten Versammlung im Haus Amade. Die von der Stadt projektierte Verbreiterung des Walles und die geplante Abschaffung des Fußgängerüberweges vom Stüvehaus zum Heger Tor hätte weitreichende Folgen sowohl für die direkt betroffenen Anlieger, als auch für das charakteristische Stadtbild.
So würde zum Beispiel durch die Wegnahme der Fußgängerampel am Heger Tor eine weitere Verödung des Altstadtviertels eingeleitet. Ein gutes altes Stück Osnabrück sei damit in seiner Existenz konkret bedroht, hieß es auf der Versammlung.
Während man in anderen Städten bereits über vergangene Planungsfehler nachdenke, begebe man sich in Osnabrück zu einer Zeit, wo eine Abnahme des Verkehrsaufkommens zu erwarten sei, auf den " Holzweg". Durch die in dem Bebauungsplan vorgesehene Bereitstellung zusätzlicher Fahrspuren für den Individualverkehr erhalte der Heger-Tor-Wall zunehmend den Charakter einer Stadtautobahn mit bis zu acht Spuren. Im Rahmen einer solchen Änderung sei eine erhöhte Verkehrsdichte zu befürchten, die die angenommene zügigere Abwicklung des Verkehrs wieder kompensiere.
Die Anlieger sind der Ansicht, daß zusätzliche Fahrspuren in diesem Bereich nicht nötig seien, da die Bedeutung des Verkehrsknotenpunktes am Heger Tor mit der Entlastung der Lotter Straße durch die neue Westumgehung abnehmen werde. Eine zügigere Abwicklung des Verkehrs könne man auch im Rahmen der derzeitigen Gegebenheiten, zum Beispiel durch die Verlängerung von Grünphasen, erreichen. Dies gelte auch für den Busverkehr, der bei einer solchen Regelung nicht mehr im Stau stecken bleiben würde. Es sei aber vollkommen unnötig, durch eine Busspur eine Fahrbahnverbreiterung in Kauf zu nehmen. Die Anwohner des Heger-Tor-Walls und der Rolandsmauer äußerten in der Versammlung die Befürchtung, daß ihre schon bisher massiv belastete Lebensqualität weiter vermindert werde. Neben den höheren Emmissionen würde nämlich auch durch die drastische Reduzierung des Grünstreifens auf dem Wall die derzeitige Lärmabsorbierung fast vollständig wegfallen. Die Befürchtungen, daß der Wall von der Stadt systematisch " entgrünt" wird, würden durch die im Bebauungsplan Nr. 150 vorgesehenen Änderungen im Bereich Martinistraße / Katharinenstraße noch verstärkt werden.

Die Bürgerinitiative will der Verwaltung den Vorschlag unterbreiten, die Notwendigkeit des Bebauungsplanes besonders hinsichtlich der Möglichkeit einer veränderten Ampelschaltung noch einmal zu überdenken. Damit der Heger-Tor-Wall in seinem alten Zustand erhalten bleibt, will die Initiative in den nächsten Tagen eine Unterschriftenaktion starten.
Autor:
-La-


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