User Online: 1 | Timeout: 10:54Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Älteste Brunnenröhre wird jetzt freigelegt
Zwischenüberschrift:
Archäologe hofft auf Aufschlüsse über Bürgerbrunnen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Was passiert mit Osnabrücks ältestem Marktbrunnen in Höhe des Möserhauses? Auf jeden Fall wird die zugeschüttete Brunnenröhre des Anfang Oktober entdeckten Bürgerbrunnens, der vermutlich im 14. Jahrhundert auch als sichtbarer Ausdruck bürgerlicher Emanzipation und als Grenzmarkierung gegenüber der bischöflichen Einflußsphäre errichtet wurde, in dieser Woche von den Archäologen des Kulturgeschichtlichen Museums freigelegt.

Der Brunnenüberbau, so eine Mutmaßung der Archäologen, wurde wahrscheinlich im 17./ 18. Jahrhundert abgerissen. Mit dem Bruchmaterial verschüttete man die Brunnenröhre und überpflasterte sie. Stadt- und Kreisarchäologe Dr. Wolfgang Schlüter erhofft sich von der Aushebung der Röhre weitere Aufschlüsse über das wirkliche einstige Bild des Bürgerbrunnens.

Ein wichtiger Quellenhinweis, die eine Leserin der Neuen OZ in einem Leserbrief gab, hat inzwischen Schlüters Annahme erhärtet, daß über der eigentlichen wasserführenden Brunnenröhre ein Brunnenhäuschen stand. Auf dem Häuschen war demnach der erhöhte Pranger angelegt, um den zum Spott der Mitbürger gebundenen Delinquenten deutlich herauszustellen. Dieses Bild der Brunnenarchitektur stimmt auch mit der Darstellung Wenzel Hollars auf einem Kupferstich um 1633 überein.

Die erhaltene Brunnensubstanz kann nach Schlüters Erkenntnissen die Grundlage für einen neuen Brunnen bilden. Als Baumaterial wurden für Osnabrücks ersten Marktbrunnen unter anderem Steine aus dem Piesberg verwendet. tk

Bilduntertitel

DIE BRUNNENRÖHRE des ersten Osnabrücker Marktbrunnens aus dem 14. Jahrhundert wird In dieser Woche vom Stadt-Kreisarchäologen Dr. Wolfgang Schlüter (Foto) und seinen Mitarbeitern ausgehoben. Der bereits freigelegte obere Brunnenteil ist für alle Osnabrücker durch einen Drahtzaun zu besichtigen.
Foto: Westdörp
Autor:
tk


Anfang der Liste Ende der Liste