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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Klärschlamm: Neuer Ärger mit dem Rücktransport
Zwischenüberschrift:
Höhere Kosten erwartet: Tiefbauer niußten umdenken
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Endlosen Ärger hat sich die Stadt mit einem Zwischenlager für Klärschlamm eingehandelt, das vor vier Jahren zwischen Hase und Stichkanal eingerichtet worden ist. Als die beiden Teiche in Eversburg mit der dunkelgrauen Flüssigkeit gefüllt wurden, starben ringsum die Bäume ab. Später stellte sich heraus, daß der Rücktransport des ausgefaulten Schlamms zur Kläranlage ein enorm teures Unterfangen darstellen würde erst nach zähen Verhandlungen mit den privaten Firmen bröckelte die Preisfront ab. Technische Schwierigkeiten verzögerten die Arbeiten, als die Firma Meyer-Entsorgung vor einem Jahr mit dem Saugbagger kam. Bis heute ist nur ein Viertel der schwermetallhaltigen Brühe abgepumpt worden. Und jetzt stellt sich heraus, daß der Transport sich verteuern wird auf fast das Doppelte.

Für 176 958 DM bekam Meyer-Entsorgung den Zuschlag vor gut einem Jahr. Unaufhörlich experimentierten die Entsorgungsspezialisten mit verschiedenen Saugvorrichtungen, aber die Probleme mit Steinen, Sand und Pflanzen nahmen zu. Vor allem in der Schlammentwässerungsanlage sorgten die Fremdkörper aus dem Untergrund für häufige Betriebsstörungen. Vor zwei Monaten ging dann gar nichts mehr im Schlammteich, und das Tiefbauamt stoppte die Arbeiten. In den vier Jahren konnte mehr Flüssigkeit verdunsten als abgepumpt werden. Die Tiefbauer mußten umdenken.

Schon einmal hatten sie den Plan gefaßt, die lästige Brühe ungepreßt auf den Piesberg zu fahren. Damals war das Veto vom Wasserwirtschaftsamt gekommen: Auf der Deponie dürfe nur stichfester Schlamm mit maximal 60 Prozent Feuchtigkeitsanteil gelagert werden der Schlamm aus dem Zwischenlager besteht aber auch heute noch zu 85 Prozent aus Wasser. Was damals nicht ging, wurde dann doch plötzlich möglich: Die Beamten aus dem Wasserwirtschaftsamt ließen sich von Tiefbauamtsleiter Kurt Jäger umstimmen, als der von den technischen Schwierigkeiten berichtete. Damit wurde der Weg frei, den Restschlamm (von den 70 000 Kubikmetern sind noch 30 000 geblieben) doch ungepreßt zur Deponie zu fahren.

Somit verteuern sich einerseits die Transportkosten auf fast das Doppelte, gleichzeitig entfällt aber der Betriebsaufwand für die Schlammentwässerung. Stadtbaurat Franz-Josef Klöcker rechnet damit, daß ,, unter Berücksichtigung aller Faktoren unter dem Strich das gleiche herauskommt.

Ohne Ausschreibung

Fast hätte Meyer-Entsorgung den Auftrag ohne Ausschreibung in der Tasche gehabt. Der Verwaltungsausschuß setzte dann aber durch, daß sich auch andere Unternehmen um die Arbeit bewerben sollten. Der 12. Juli ist Submissionstermin. Sechs Unternehmen haben bisher ihre Angebote eingereicht, Meyer-Entsorgung ist wieder dabei. Bis jetzt hat die Schlamm-Aktion der Firma nur 40 000 DM eingebracht weniger als ein Viertel der Vertragssumme. Der Transport zum Piesberg dürfte lukrativersein. Rainer-Lahmann-Lammert

Bilduntertitel

NICHTS ALS PROBLEME: Das Klärschlamm-Zwischenlager in Eversburg ist eine teure Angelegenheit. Die Kosten für den Rücktransport der dunklen Brühe werden sich voraussichtlich verdoppeln.Aufnahme: Westdörp
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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