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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Initiative zieht ihr "Ja" zurück
 
"Zum neuen See in Atter erst die Bürger befragen"
Zwischenüberschrift:
Zum grünen Innenhof an der Uhlandstraße
 
Ortsrat diskutierte auch Bebauungspläne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Das ist alles mit der Bürgerinitiative abgesprochen", vermerkte Baudirekor Günter Wiehe kürzlich vor dem Planungsausschuß, als er den neuen entwurf für den Bebauungsplan 106 vorstellte. Aber die Bürgerinitiative zur Hebung der Lebensqualität im Bereich zwischen Lotter Straße und Martinistraße ist gar nicht so beglückt, wie es aus dem Mund des Planers klang.
Gegenstand des Bebauungsplanes ist der rechteckförmige Innenhof, der von den Häusern an der Lotter Straße, Uhlandstraße, Augustenburger Straße und Herderstraße begrenzt wird. Die alten Pläne, auf dem Gelände dreigeschossige oder auch nur einstöckige Häuser zu bauer, sind auf den erbitterten Widerstand der Anlieger gestoßen und wurden inzwischen aufgegeben. Jetzt geht es vorrangig um die Frage der Garagenplätze und der Finazierung verschiedener Erschließungsbeiträge - die Bürgerinitiative sieht eine Kostenlawine auf die Anlieger zurollen und macht jetzt Gegenvorschläge. Der Bebauungsplan wird heute in der Ratssitzung behandelt.
Elisabeth Teepe, die neue Vorsitzende der Bürgerinitiative, wertet es als Erflog, daß die vorgesehene Neuordnung des Gartenvierts in greifbare Nähe gerückt ist. Aber sie kritisiert, daß sich die Stadt " über Kosten ausgeschwiegen" habe. Jetzt sind Erschließungsbeiträge von 540 000 DM im Gespräch. " Eine halbe Million ist hier überhaupt nicht nötig", sagt die engagierte Anliegerin. Nach ihrer Ansicht würde es genügen, die Fuß- und Radwege, die durch die grüne Lunge führen, mit Schotter zu bedecken. Und auf die Kanalisation dieser Wege könne die Stadt gedrost verzichten, meint die Vorsitzende der Bürgerinitiative.
Sie hält es außerdem für überflüssig, den geplanten Kinderspielplatz mit einer Drainage zu versehen: " Auch nach starkem Regen versickert das Wasser hier sofort!"
Der größte Dorn im Auge der Bürgerinitiative ist aber die Garagenfläche im nördlichen Bereich des grünen Innenhofes: 34 Flachdach-Garagen stehen bereits - nach den vorliegenden Plänen kommen noch 20 hinzu - auf Kosten der grünen Lunge. Und dafür werden zusätzlich Erschließungskosten fällig, die von den angrenzenden Wohnungseigentümern aufgebracht werden müssen. " Eine Baumaßnahme, die nur einem, bestenfalls drei Interessenten zugute kommen", schätzt Elisabeth Teepe.
Ein anderes Mißverhältnis sieht die Bürgerinitiative beim vorgesehenen Kinderspielplatz: Der sollte - erst recht mit der neuen Zuwegung - auch den Kindern aus dem Umfeld zur Verfügung stehen. Aber bezahlen müssen ihn die Hauseigentümer rund um den Innenhof. Allein der Ankauf des Spielplatz-Geländes von der Osnabrücker Wohnungsbaugesellschaft OWG kommt nach den Berechnungen von Elisabeth Teepe auf 180 000 DM 8170 DM pro qm).
Angesichts solcher Summen will die Bürgerinitiative den zwischenzeitlich ausgehandelten Kompromiß nicht mittragen. Zugestimmt habe man überhaupt nur, weil die Initiative " gehofft hatte, den Charakter des Gartenvierts trotz der Änderungen zu erhalten". Jetzt werden noch einmal die Positionen infrage gestellt, die für die Stadtplaner schon " unter Dach und Fach" waren.
Wann die Anlieger nun die OWG-eigenen Flächen kaufen könne, um sie in Privatgärten umzuwandeln, werden die weiteren Verhandlungen ergeben. Eberhard Schmidt-Casdorff, der Leiter des Stadtplanungsamtes, hatte überhaupt nicht mit Einwänden der Bürgerinitiative gerechnet, als er in einem Pressegespräch bemerkte: " Diese Sache können wir völlig ohne Zeitdruck behandeln",

Bildtext:
NOCH MEHR GARAGEN? Die Bürgerinitiative zur Hebung der Lebensqualität im Bereich zwischen Lotter Straße und Martinistraße sieht eine Kostenlawine auf die Anlieger zurollen.
Aufnahme:
Fender
 
Atter dürfte um eine Attraktion reicher werden, wenn sich dre Plan durchsetzt, In der Strothe einen acht Hektar großen beschaulichen See anzulegen (wir berichteten). Ortsbürgermeister Karl-Heinz Jonas und die Mitglieder des Ortsrats diskutierten mit der Verwaltung die Planungen.
50 m hinter dem Bahnübergang stadteinwärts soll die landwirtschaftliche Fläche an der Grenze zur Wohnbebauung Wersen-Büren zum Bodenabbau genutz werden.Eventuell werden die Sandmassen per Pipeline zum Autobahnzubringerausbau gebracht. Falls sie woanders verwendet werden, erfolgt der Abtransport über die Straßen des Gewerbegebietes. Das Grün am Endedes Gewerbegebietes bleibt auf jeden Fall voll erhalten.
Nun stellt sich die Frage an den Ortsrat, was aus der großen, ausgehobenen Fläche werden soll: Unter der Bedingung, erst einmal eine Bürgeranhörung abzuhalten, einen Landschaftspflegeplan aufzustellen und dafür zu sorgen, daß der See nicht verlandet, stimmten die Ortsratsmitglieder mit großer Mehrheit dem plan zu. Sie möchten auch verhindern, daß Müll abgeladen wird oder " wildes Baden" möglich ist, außerdem soll sich keine gewerbliche Fischzucht entwickeln.
Für den Ortskern Atter liegt seit zehn Jahren der Bebauungsplan 250 vor, der Gebäude bis zu acht Geschossen vorsieht. Seither hat sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt grundlegend geändert, daher legte die Verwaltung eine Änderung des Planes vor. Hochhäuser sollen gar nicht erstellt werden, damit fällt auch der Platz für die Garagen fort und bietet weiteres Bauland.
Am Schäferweg sind auf der unbebauten Seite weitere Reihenhäuser geplant. Im Bereich am Mühlengarten wäre eine Bauzeile von 180 m für eingeschossige Einzel- und Doppelhäuser möglich, hier sieht der neue Plan eine Verkehrsberuhigung durch Stichstraßen vor. Der Stephanusweg soll nicht verbreitert werden nur im Bereich der Kirche könnten größere Parkflächen entstehen, Am Sommerkamp würde die überbaubare Fläche bis auf drei Meter an den Bürgersteig heran vergrößert werden.
Der Ortsrat wünscht die Verbindung zwischen Stephanusweg und Rottbrede und die Hangstraße als kombinierten Fuß- und Radweg. In der Diskussion zum Plan der Verwaltung wurde die Meinung laut, nicht nur Einfamilienhäuser zu bauen.
Autor:
rll, -bk-


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